Muss eine Nachforderung für Mietnebenkosten 18 Monate nach Ende des Mietverhältnisses die eindeutige Kontoverbindung des Zahlungsempfängers tragen?

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2 Antworten

Naja, das war sehr dusselig von Dir.

Fangen wir mal anders an:

1. Stimmt denn die NK-Abrechnung 2015 tatsächlich in jedem Punkt? Falls nicht, könntest Du noch in den Widerspruch dazu gehen. Widerspruchsfrist ist ein Jahr.

2. Oder ganz "hinterlistig": Du könntest den Erhalt der NK-Abrechnung bestreiten. Zwar hast Du ein Einwurf-Einschreiben erhalten - da waren aber nur leere Blätter drin. Dein Ex-Vermieter wäre in der Beweispflicht, dass dir die NK-Abrechnung fristgerecht zugegangen ist. Selbst wenn er die NK-Abrechnung dann erneut zustellen würde, wäre sie verfristet.

Handelt es sich beim Ex-Vermieter um eine Immobiliengesellschaft oder Hausverwaltung? Wenn ja, könntest Du zumindest gegen die Mehrkosten durch die Beauftragung des Anwalts vorgehen. Gerichte sehen es nämlich so, dass Vermietungsgesellschaften durchaus in der Lage sind ohne Beauftragung eines Anwalts eine Mahnung zu formulieren. Schlüsselwort: Schadensminderungspflicht.

ODER:

Du zahlst die geforderten Nebenkosten, bestreitest aber explizit die Notwendigkeit der Anwaltseinschaltung. Dann wird der Anwalt wohl versuchen seine Kostennote per Mahnbescheid durchzudrücken. Bedeutet Widerspruch gegen den Mahnbescheid und ggf. ein Klageverfahren durch den Anwalt.

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Kommentar von LittleArrow
22.05.2017, 18:12

da waren aber nur leere Blätter drin.

Eine sehr unglaubwürdige Behauptung, aber wenigstens das Eingeständnis des Brieferhalts.

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Man hätte ja in altern Kontoauszügen blättern können, die man ja eh auch als Pirivatperson einige Jahre aufheben sollte, anstatt die Schuld bei anderen zu suchen.

Ich weiß, dafür gibt es jetzt Anfeindungen, aber so ist es nunmal.

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Kommentar von LittleArrow
22.05.2017, 18:11

Ich sehe es hinsichtlich der alten Kontoauszüge genauso wie Du.

Wie sollte man denn andernfalls ("Dieses war uns zu dieser Zeit aber nicht mehr bekannt") überhaupt nachweisen, dass man die Miete der letzten Monate überwiesen hat? Und das Gutschriftskonto könnte man tatsächlich bei der eigenen Bank abfragen. Aber wie war noch der Name des Fragestellers?

Mein Mitleid für offensichtliche Zahlungsunwilligkeit hält sich hier in starken Grenzen.

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Kommentar von Juergen010
22.05.2017, 18:30

Anfeindungen? Warum denn?

Schließlich hast Du absolut Recht.

Dem Fragesteller ist hoffentlich nun bewußt geworden, dass "Bauernschläue" und Dummheit sehr nahe beieinander liegen.

Mein Beitrag sollte ihm vor allem klar machen, dass er mit der Berufung auf die in der Abrechnung fehlenden Kontokoordinaten definitiv Schiffbruch erleiden wird.

Die "Flappsichkeit" bei der Erledigung solcher Dinge auch bei Betrachtung der zeitlichen Abläufe, fällt ihm nun (teuer) auf die Füsse.

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