Muss eine Behörde meine Meldeadresse ermitteln um mir Post zuzuschicken?

3 Antworten

Fordere die Zustellurkunden für Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid an und besorge dir eine Meldebestätigung, aus der das Datum deiner Ummeldung hervorgeht.

Wenn die Ummeldung (deutlich) vor der Zustellung des Mahnbescheids erfolgt ist, beim zuständigen Mahngericht sofort schriftlich (!) Einspruch einlegen und den Mahnbescheid und den sich darauf begründenden Vollstreckungsbescheid als nicht zugegangen zurückweisen.

Und höre auf, in der Angelegenheit mit Gläubigern oder Behörden zu telefonieren. Telefonate kannst nicht beweisen! Und Beweise sind hier absolut essenziell! Nur noch schriftlich und mit Zustellnachweis!

Vermutlich macht es hier auch Sinn, einen Rechtsanwalt hinzuzuholen.

Und bitte nicht länger warten. Du musst sofort handeln. Die Einspruchsfrist von zwei Wochen beginnt in dem Moment, in dem du tatsächlich den Vollstreckungsbescheid erhältst. Damit wird die fehlerhafte Zustellung an deine alte Adresse geheilt (§ 189 ZPO).

In welcher Höhe dem Gläubiger sonst Kosten zu erstatten wären, lässt sich mit den vorliegenden Informationen nicht beurteilen.

Oh mein gott, hilfe. Danke erstmal für die Aussage.

Ich habe im moment " nur eine Ankündigung zur Vollstreckung" bekommen. Also noch keinen Mahnbescheid. Aber trotzdem danke so mach ich das.

1
@Silver158

Das kam vom Zoll. Behörden, Krankenkassen, Finanzämter, GEZ etc. brauchen keinen Mahn- und Vollstreckungsbescheid vom Amtsgericht.

1
Vollstreckung bescheid

"von wem" ..... um was für eine Forderung ( privatrechtlich ? oder Forderung irgedeiner Behörde ) soll es gehen? Wie wurde der Bescheid zugestellt? ( denn unter der Anschrift Deines Ex-Freundes dürfte wohl kaum mehr Dein Namen am Briefkasten gestanden haben .... also er folgte keine korrekte Zustellung .

Die geschuldete Ausgangssumme muss dir ja bekannt gewesen sein. Du hättest diesem Gläubiger deinen Wohnortwechsel mitteilen müssen. Das ist deine Pflicht. Woher soll denn der Gläubiger wissen, dass er jetzt woanders hin zustellen muss (nachdem Nachsendeauftrag abgelaufen ist)? Es liegt schon an deinem Verhalten/Nichttätigwerden, dass jetzt diese Kosten aufgelaufen sind. Du kannst nicht einfach verschwinden und erwarten, dass sich dadurch alles erledigt oder die Gläubiger dir auf eigene Kosten hinterher recherchieren.

Zur Ursprungsforderung fehlen uns die Informationen. Im Übrigen gehört es aber m. E. durchaus zur Sorgfaltspflicht des Gläubigers, sich über den amtlich gemeldeten Wohnsitz des Schuldners Gewissheit zu verschaffen, wenn er einen Mahnbescheid beantragt. Die paar Euro für die Einwohnermeldeauskunft hätte den Gläubiger echt nicht umgebracht. Eine Zustellung an eine falsche Adresse (was auch eine alte Adresse ist) ist unwirksam.

1
@Answer123

Zustellen kann man wenn der entsprechende Namen auch auf einem Briefkasten oder Klingelschild steht .... man kann derlei Zustellungen ja nicht wild in irgendeinen Briefkasten werfen.

0

Der Nachsendeauftrag mus ja ab Auszug nicht in alle Ewigkeit laufen: 3 Mon., 6 Mon., 9 Mon., 12 Mon. usw. Gut möglich dass das ganze Forderungsgedöns erst kurz nach dem Umzug in Gang gebracht wurde und viel später tituliert wurde. Manche Titel sind von vorneherein Murks, weil schon die Hauptforderung verjährt, strittig oder ganz falsch ist .. .

1

Was möchtest Du wissen?