Muss ein unbefristeter Mietvertrag bei Verkauf der Wohnung übernommen werden?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Kauf bricht nicht Miete. Alte Indianerweisheit, steht aber auch im BGB §566.

Daraus: (1) Wird der vermietete Wohnraum nach der Überlassung an den Mieter von dem Vermieter an einen Dritten veräußert, so tritt der Erwerber anstelle des Vermieters in die sich während der Dauer seines Eigentums aus dem Mietverhältnis ergebenden Rechte und Pflichten ein.

Für Mieterhöhungen gibt es ebenfalls gesetzl. Bestimmungen, die auch für Investoren gelten. Erfahrungsgemäss wird es für Mieter nach dem Verkauf meist ungemütlicher. Muss aber nicht so sein.

Von den Indianern ist die Weisheit nicht, aber von den alten Germanen. Die Römer hatten es genau umgekhert gemacht. Da brach Kauf die Miete.

Man sieht: Asterix hat doch gesiegt.

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@Privatier59

@P59: das wusste ich nicht, dass auch die Germanen und Römer schon mieteten. Ich bin erstaunt.

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Nach dem Gesetz werden Mietverträge beim Kauf übernommen. Auch Kündigungen und Mieterhöhungen sind nur unter engen Voraussetzungen zulässig. Allerdings bedeutet das nicht, dass Hauskäufer es manchmal doch versuchen sich gegen Gesetz und Recht Vorteile zu sichern. Da hilft nur, konsequent sein Recht zu verteidigen.

an dem Mietvertrag ändert sich nichts, der hat weiterhin Gültigkeit. Der neue Eigentümer kann im Rahmen der gesetzl. Möglichkeiten agieren, die Miete erhöhen etc.

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