Muss ein Steuerausländer (EU) Abgeltungssteuer zahlen?

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2 Antworten

Steuerausländern wird bei einem Depot oder Konto in Deutschland nichts abgezogen.

Wo hast du das anders gefunden?

Wo hast du das anders gefunden?

Überall in Deutschland, wo man sich nach dem Gesetz richtet, §§ 43 ff. EStG.

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@EnnoWarMal

Das soll für Steuerausländer gelten? Wäre ja schön aber für welche?

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Dividenden werden anders behandelt als Zinsen, deshalb greift die Abstandnahme meistens nicht. Kommt aber auch auf das DBA an.

Das DBA Ausland - Deutschland ist mir allerdings so leider nicht geläufig.

haben diese Personen auch den Freibetrag von 800 Euro?

Nein. Sie haben einen Sparerpauschbetrag von 801 Euro.

Aha. Ist dir der Fall schon mal untergekommen? Jedenfalls bei in Österreich (nebenbei auch der Schweiz, tut hier aber nichts zur Sache) steueransässigen Anlegern mit Einkünften aus offenen Fonds, die ihr Depot in Deutschland haben, wird hier nichts abgezogen. "Steuerausländer" bedeutet für die Bank jedenfalls in den Fällen, kein Abgeltungssteuerabzug. Jedenfalls bis einschließlich 2017 aber das sollte sich nicht geändert haben.

Es kann sein, dass du DBAs kennst, nach denen Kapitaleinkünfte oder speziell Dividendeneinkünfte von Steuerausländern in Deutschland zu versteuern sind (keine Ahnung). Dass diese in einem anderen Land steuerpflichtigen Anleger dann auch einen deutschen Sparerpauschbetrag haben, wage ich stark zu bezweifeln. Wenn, wäre es für die dortigen Bewohner interessant, 801 oder 1.602 € Dividenden- oder Zinseinkünfte in Deutschland zu erzielen. Aber doch auch irgendwie ungerecht, oder?

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@Rat2010

Um als beschränkt Steuerpflichtiger dahin zu kommen, dass - bei Zinserträgen - keine Kapitalertragsteuer einbehalten wird, muss der Steuerpflichtige dem Kreditinstitut eine Ansässigkeitsbescheinigung vorlegen.

Die bekommt er bei seinem zuständigen Finanzamt.

Ohne diese Ansässigkeitsbescheinigung weiß die Bank nicht, dass derjenige beschränkt steuerpflichtig ist.

Nebenbei bemerkt: Nach der Sachverhaltsdarstellung wäre ohnehin zu überlegen, ob nicht eine unbeschränkte Steuerpflicht nach § 1 (3) EStG günstiger wäre. Hängt von den Einkünften im Ansässigkeitsstaat ab.

Wenn, wäre es für die dortigen Bewohner interessant, 801 oder 1.602 € Dividenden- oder Zinseinkünfte in Deutschland zu erzielen.

Hier war ich ungenau. Die Einkünfte aus Kapitalvermögen werden natürlich in Deutschland nur versteuert, soweit sie 801 Euro übersteigen. Sofern Deutschland nicht das Besteuerungsrecht hat, greift auch der Sparerpauschbetrag nicht.

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