Muss ein Steuerausländer (EU) Abgeltungssteuer zahlen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Dividenden werden anders behandelt als Zinsen, deshalb greift die Abstandnahme meistens nicht. Kommt aber auch auf das DBA an.

Das DBA Ausland - Deutschland ist mir allerdings so leider nicht geläufig.

haben diese Personen auch den Freibetrag von 800 Euro?

Nein. Sie haben einen Sparerpauschbetrag von 801 Euro.

Aha. Ist dir der Fall schon mal untergekommen? Jedenfalls bei in Österreich (nebenbei auch der Schweiz, tut hier aber nichts zur Sache) steueransässigen Anlegern mit Einkünften aus offenen Fonds, die ihr Depot in Deutschland haben, wird hier nichts abgezogen. "Steuerausländer" bedeutet für die Bank jedenfalls in den Fällen, kein Abgeltungssteuerabzug. Jedenfalls bis einschließlich 2017 aber das sollte sich nicht geändert haben.

Es kann sein, dass du DBAs kennst, nach denen Kapitaleinkünfte oder speziell Dividendeneinkünfte von Steuerausländern in Deutschland zu versteuern sind (keine Ahnung). Dass diese in einem anderen Land steuerpflichtigen Anleger dann auch einen deutschen Sparerpauschbetrag haben, wage ich stark zu bezweifeln. Wenn, wäre es für die dortigen Bewohner interessant, 801 oder 1.602 € Dividenden- oder Zinseinkünfte in Deutschland zu erzielen. Aber doch auch irgendwie ungerecht, oder?

0
@Rat2010

Um als beschränkt Steuerpflichtiger dahin zu kommen, dass - bei Zinserträgen - keine Kapitalertragsteuer einbehalten wird, muss der Steuerpflichtige dem Kreditinstitut eine Ansässigkeitsbescheinigung vorlegen.

Die bekommt er bei seinem zuständigen Finanzamt.

Ohne diese Ansässigkeitsbescheinigung weiß die Bank nicht, dass derjenige beschränkt steuerpflichtig ist.

Nebenbei bemerkt: Nach der Sachverhaltsdarstellung wäre ohnehin zu überlegen, ob nicht eine unbeschränkte Steuerpflicht nach § 1 (3) EStG günstiger wäre. Hängt von den Einkünften im Ansässigkeitsstaat ab.

Wenn, wäre es für die dortigen Bewohner interessant, 801 oder 1.602 € Dividenden- oder Zinseinkünfte in Deutschland zu erzielen.

Hier war ich ungenau. Die Einkünfte aus Kapitalvermögen werden natürlich in Deutschland nur versteuert, soweit sie 801 Euro übersteigen. Sofern Deutschland nicht das Besteuerungsrecht hat, greift auch der Sparerpauschbetrag nicht.

1

Steuerausländern wird bei einem Depot oder Konto in Deutschland nichts abgezogen.

Wo hast du das anders gefunden?

Wo hast du das anders gefunden?

Überall in Deutschland, wo man sich nach dem Gesetz richtet, §§ 43 ff. EStG.

0
@EnnoWarMal

Das soll für Steuerausländer gelten? Wäre ja schön aber für welche?

0

Leben und arbeiten in der Schweiz

Hallo, ich beginen ab April 13 eine Arbeit in der Schweiz. Dafür muss ich in der Schweiz gemeldet sein, da es ein schweizer Unternehmen ist und ich auch ein schweizer Bankkonto mit schweizer Adresse vorweisen muss.

Zur Zeit bin ich in Deutschland gemeldet (ganz normal).

Kann ich nun a) Einzen Zweitwohnsitz in der Schweiz anmelden, dort wo ich auch wohne, und alle Behördlichen Dinge der Schweiz darüber abwickeln? In Deutschland möchte ich u. a. wegen laufender KFZ-Anmeldung vorerst gemeldet bleiben. Auch stellt sich für mich die Frage der besteuerung. Natürlich möchte ich meine Steuern und Sozialabgaben dann im Schweizer System leisten. oder muss ich

b) Mich in Deutschland komplett abmelden? Das möchte ich ungern, eine Wohnunghaft zu erhalten (Elternhaus) wäre kein Problem.

Ich danke Euch!

...zur Frage

Pflichtpraktikum in der Schweiz, Quellensteuer / Steuerausländer

Hi

ich werde nächste Woche in Schaffhausen/Schweiz für fünfeinhalb Monate ein Auslandspraktikum absolvieren. Einen Mietvertrag habe ich ebenfalls in Schaffhausen. Eingeschrieben bin ich während der ganzen Zeit in einer deutschen Hochschule. Verdienen werde ich 2500 CHF brutto pro monat, das sind umgerechnet ca 2070 euro. Damit werde ich wohl in diesem Jahr zum ersten mal den deutschen Steuerfreibetrag von 8004 Euro überschreiten. Bislang habe ich eine Nichtveranlagungsbescheinigung und musste noch nie eine Steuererkläung schreiben.

Jetzt ist die Frage, wie ich das steuerlich am besten mache. Ab 183 Tagen im Ausland wird man zum Steuerausländer. Lohnt sich das für mich? Mit den fünfeinhalb Monaten bin ich nur bei 170 Tagen, aber ich könnte im Anschluss an das Praktikum den Mietvertrag in der Schweiz noch um zwei oder drei Wochen verlängern um die 183 Tage zu überschreiten, es sind dann eh Semesterferien.

Ich habe also verschiedene Möglichkeiten:

1) Erstwohnsitz bei den Eltern in Hessen, Zweitwohnsitz in Schaffhausen

Begründung: Ich bin eingeschriebener Student, mein Lebensmittelpunkt ist nach wie vor in Deutschland Folge: Ich bleibe ganz normal Steuerinländer.

2) Erstwohnsitz in Schaffhausen, Zweitwohnsitz bei den Eltern in Hessen

Begründung: Die meiste Zeit verbinge ich in der Schweiz und fahre nur ab und zu nach Deutschland Folge: Ich kann Steuerausländer werden.

3) Erstwohnsitz in Schaffhausen

Begründung: Die meiste Zeit verbinge ich in der Schweiz. Nach dem Praktkum will ich in Konstantz meinen Master machen und werde nicht wieder zu meinen Eltern zurückziehen. Folge: Ich kann Steuerausländer werden.

Welche Variante ratet ihr mir? Könnt ihr mir genau erklären was ich bei mehr als 183 Tagen im Kanton Schaffhausen an Steuern zahlen muss (ich blicke da nicht durch) und wie dann ein Wechsel zurück nach Deutschland funktioniert. Vielen Dank Vielen Dank

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?