muss ein Rentner auch Abgeltungssteuer ab führen ?

3 Antworten

Bill Gates ist auch Rentner. Müßte der etwa keine Abgeltungssteuer zahlen?

Der zahlt prozentual ja ohnehin weniger Steuern als seine Sekretärin.

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Auch bei Rentnern, die Kapitalerträge bei Finanzinstitutskonten oder -depots haben, wird die ermäßigte Kapitalertragsteuer (die sog. "Abgeltungsteuer") von den Bruttoerträgen abgezogen und seitens der inländischen Kontoverwaltung (z.B. Bank, Versicherung, Fondsgesellschaft) abgeführt. Hierbei gibt es zwei Ausnahmen: steuerpflichtige Erträge werden nach Erteilung eines Freistellungsauftrages(FSA) bis max. € 801 bei Ledigen (€ 1.602 bei Verheirateten) oder nach Vorlage einer Nichtveranlagungsbescheinigung in voller Höhe nicht belastet.

Erfolgte eine Belastung, weil der FSA über weniger als € 801 (oder € 1.601) ausgestellt war, dann kann die Freistellung im Rahmen einer Einkommensteuererklärung mit Abgabe der Anlage KAP nachträglich bis zur Höhe des Sparerpauschbetrages von € 801 (oder € 1.601) erfolgen. In der Anlage KAP sind auch die schon freigestellten Kapitalerträge anzugeben.

Darüberhinaus erfolgt auf Antrag(!) in der Anlage KAP die sog. Günstigerprüfung, ob die Versteuerung der gesamten Einkünfte (also einschl. der Kapitaleinkünfte) nach dem normalen Steuertarif günstiger ist, als bei der Trennung der Besteuerung der "normalen Einkünfte" mit dem normalen Steuertarif und der Besteuerung mit der Abgeltungsteuer.

Lies bitte hierzu meine Ausführungen in dieser Frage:

http://www.finanzfrage.net/frage/steuersatz-auf-kapitalertraege-wenn-man-eigentlich-unter-25-liegt

Dabei setze ich mich auch mit dem ungenauen Begriff des "persönlichen Steuersatzes auseinander, den es zu differenzieren gilt! Du lernst den Begriff des Grenzsteuersatzes kennen!

Weshalb sollten ausgerechnet Rentner davon verschont bleiben, wen er/sie Einkünfte aus Kapitalerträgen hat ? Allerdings erledigt das nicht der Rentner (in) sondern die jeweilige Bank.

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