Muss ein Auto aus Privatleasing mit 1% versteuert werden wenn es auch als Dienstwagen genutzt wird?

2 Antworten

Das ist eine sehr seltsame Vertragsgestaltung, die, wie @EnnoDerDritte als Kommentar zur Antwort von @Wassonst richtig schreibt, zu besonderen Problemen führt.

Habt Ihr eigentlich den Steuerberater Deines Arbeitgebers vorher mal gefragt, was as auslösen kann?

Du hast ein Auto geleast. Da ist erstmal kein Problem.

Die Kosten für das Leasing (Privatleasing ist übrigens kein Leasing im steuerlichen Sinn, sondern eine verkappte Finanzierung), wie alle anderen Kosten werden vom Arbeitgeber getragen. Diese Kostenerstattung ist eigentlich steuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn. Dagegen könntest Du dann eine Aufwendungen gelten machen.

Oder man müsste eine "Autovermietung" konstruieren.

Ich denke, es jetzt laufen zu lassen, aber mit der 1 % Regelung und es beim nächsten Auto anders machen und in der Hoffnung, as diese Jahre nicht geprüft werden, wird die beste Lösung sein.

Über die Probleme wie Vorsteuerabzug mag ich gar nicht nachdenken.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Car Allowance wäre hier das Stichwort. Du bekommst Summe X, die versteuert, aber nicht vom Netto abgezogen wird, dafür kümmerst du dich selbst um den PKW

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@NMAFFM

Car Allowance als Alternative?

Kann die Car Allowance, also eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, den Privatwagen für einen festen Gehaltszuschlag jederzeit für Dienstfahrten zu nutzen, für den Mitarbeiter von Vorteil sein gegenüber einem Dienstwagen mit erlaubter Privatnutzung? Es kommt darauf an.

Car Allowance beschreibt in bestem „Denglisch“ einen monatlichen Festbetrag, den der Arbeitgeber als Gehaltszuschlag bezahlt und dafür aber keine besondere Arbeitsleistung erhält. Dafür verpflichtet sich der Arbeitnehmer, auf seine Rechnung einen Pkw zu unterhalten und diesen jederzeit für dienstliche Zwecke zur Verfügung zu stellen, und zwar nicht nach Wahl, sondern im Rahmen der Weisungsbefugnis des Arbeitgebers. Beim Umfang der Abgeltung des dienstlichen Einsatzes des Fahrzeugs werden Begrenzungen vorgesehen, in der Regel Maximalentfernungen je Dienstfahrt. Der Inhalt der Vereinbarung könnte sein, dass gegen Bezahlung von 550 Euro pro Monat der Unterhalt eines Fahrzeugs einschließlich aller dienstlichen Fahrten bis zu einer Entfernung von 200 Kilometern abgegolten ist. Bei Überschreitung dieser Entfernungen werden zusätzlich zur Festvergütung fahrstreckenbezogene Vergütungen gewährt, beispielsweise innerhalb der steuerfrei möglichen Reisekostenerstattungen.

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@NMAFFM

Das ist mit Sicherheit eine Lösung, die ich aber steuerlich für unvorteilhaft halte. Um nur einige Punkte zu nennen:

  • Es wird auf en Vorsteuerabzug au dem Kaufpreis, respektive der Leasinggebühr verzichtet.
  • Ebenso die Vorsteuer aus Kraftstoffverbrauch und Reparaturen
  • Der Arbeitnehmer versteuert, aber bei der Definition der Abzüge in der ESt-Erkl. sehe ich Probleme

Vermutlich kommt die Idee aus dem angelsächsischen Bereich, wo die Besteuerung anders ist.

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Der Arbeitgeber stellt dir diesen Wagen zur Verfügung und übernimmt alle Kosten.

Natürlich hast du den geldwerten Vorteil zu versteuern.

aber als Privatleasing gehört der Wagen nicht zum Betriebseigentum und alle Verträge (Leasing, Versicherung, Steuern) laufen über meinen Namen.

D.h. auch wenn ich gekündigt werde wäre mein Arbeitgeber theorethisch fein raus.

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@Vielfahrer

Die Kosten werden trotzdem übernommen. Auch, wenn das Auto vom Arbeitgeber geleast wird, wird es mangels Eigentum kein Betriebsvermögen.

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@Vielfahrer

Ich verstehe den Sachverhalt nicht.

Offenbar hast du das Fahrzeug geleast und bist damit Besitzer und hast das dingliche Nutzungsrecht an dem Auto.

Wir kann der Arbeitgeber dir denn bitte "dein" Auto zur Verfügung stellen?

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@Wassonst
Die Kosten werden trotzdem übernommen.

In dem Fall ist es normaler Arbeitslohn und kein geldwerter Vorteil. Die Versteuerung mit 1% wäre dann falsch, stattdessen muss der Arbeitslohn ganz normal der Lohnsteuer und der SV unterworfen werden.

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