Muss die wöchentliche Arbeitszeit bezahlt werden, auch wenn weniger Stunden abgeleistet werden?

1 Antwort

Im Falle einer regulären Arbeitszeiterfassung und vorhandenem Gleitzeitkonto, JA.

Sollte eine Minderung des Entgeltes um entsprechend reduzierte Arbeitsstunden betrieblich notwendig werden, gelingt dies eigentlich nur mit einer Änderungskündigung.

Achtung: das Gleitzeitkonto kann bei zuvielen Minusstunden bereinigt werden, der Arbeitgeber behält den Minus-Stundenlohn dann per Gehaltsabrechnung ein. Übertreiben darf man es mit dem Minusstunden also nicht. Alles andere wäre Arbeitszeitbetrug (=Entgelt für nicht geleistete Arbeitsstunden).

Erstmal Danke für die schnelle Antwort.

Eine reguläre Arbeitszeiterfassung findet über eine App statt. Gleitzeitkonto ist nicht vorhanden. Da schließt sich die zweite Frage direkt an: Kann man das im nachhinein geltend machen oder besteht da eine Art Verjährungsfrist?

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@Paulina328

In der Regel wird der Ausgleich von Zeitschulden spätestens bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorgenommen. Auch sind solche Aspekte (Ausgleich) in einem Arbeitsvertrag geregelt. Denn Zeitkonten dürfen nicht unbefristet für den Aufbau von Minusstunden/Plusstunden "missbraucht" werden. Die App kann das Stundenkonto beweissichern. Ohne Gleitzeitkonto handelt es sich um Vertrauensarbeitszeit, bei dem meistens immer nur der Arbeitgeber gewinnt, weil es keine Grundlage für den Ausgleich gibt.

Mach Dich mal hier schlau:

https://www.haufe.de/personal/arbeitsrecht/arbeitszeitkonto-rechtliche-vorgaben-fuer-arbeitgeber_76_445170.html

https://www.rechtsanwalt-bach.de/arbeitsrecht-leipzig/arbeitszeit/arbeitszeitkonto/

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