Muss die Unterschrift auf dem deutschen Ausweis den Nachnamen beinhalten, wenn man bisher jahrelang nur mit dem Vornamen unterschrieben hat (nach Einbürgerung)?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Fragen wir Jemanden, der es wissen muss:

Zitat von der Webseite des Notariats Selzer-Reiff

„Die Unterschrift muss gemäß § 126 Abs. 1 BGB eine Namensunterschrift sein“, erklärte Notarin Selzer erst kürzlich im Rahmen eines Radio-Interviews im Hessischen Rundfunk. „Hierbei genügt der Familienname. Der Vorname ist nicht unbedingt erforderlich. Unzureichend für eine rechtsgültige Unterschrift sind jedoch der Vorname alleine, die Abkürzung des Nachnamens mit einem Anfangsbuchstaben oder nur ein Handzeichen bzw. Kürzel.“

Und die deutsche Anwaltsauskunft:

Der Bundes­ge­richtshof hat detail­liert festgelegt, wie eine gültige Unter­schrift aussieht: Sie muss den vollen Famili­ennamen enthalten, der Vorname alleine reicht nicht aus. Bei dem Schriftzug muss es sich zudem erkennbar um die Wiedergabe eines Namens handeln. Dieser muss zwar nicht vollständig lesbar sein, es müssen aber zumindest Andeu­tungen von Schrift erkennbar sein.
Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

wfwbinder vielen Dank für die ausführliche Antwort. Gibt es rechtliche Folgen, wenn man die Unterschrift ändert? Ich habe meine z.B. über 100 mal offiziell verwendet (Bank, Versicherungen, Arbeits- und Mietverträge, Uni-Zeugnisse, im Ausland .... etc.).

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@muhannad89af

Ich denke nicht.

Jetzt ist sie richtig, die alte wird von Dir als richtig akzeptiert.

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