Muß die private Krankenversicherung einem Tarifwechsel zustimmen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

bei einer Leistungserhöhung ist in aller Regel eine Risikoprüfung erforderlich. und die kann mit einer Ablehnung enden:

Aber: zahlreiche Unternehmen haben mit der Umstellung auf Unisex die Leistungen in den neuen Tarifen verbessert (Stichwort; Mindeststandards) und bieten eine Umstellung ohne Risikoprüfung an. Ich würde mich in dieser richtung erkundigen.

Viel Glück

Barmer

Woher ich das weiß:Beruf – 30 Jahre in der PKV gearbeitet

Ich denke hier vergallopierst Du Dich. Es geht um § 204 VVG Umstellung. Und Wechsel in Unisex ist ein Upgrade. Wie ein Neuantrag zu behandeln. Oder?

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@alfalfa

Grundsätzlich hast Du natürlich recht.

Aber einige größere Unternehmen haben schon Umstellungen auf Unisex-Tarife mit besseren Leistungen angeboten. Und im Bereich Psycho greifen ja die Mindeststandards.

Kommt ganz aufs Unternehmen an.

Mal sehn.

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@barmer

Wohl war, da stimme ich Dir zu. Denn aus der theoretischen Brille betrachtet muss sich das nicht decken mit der praktischen Handhabung. Denn bei der Ausgestaltung der Risikopolitik haben die VU ja Gestaltungsfreiheit. Insofern danke für die wichtige Ergänzung.

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Hey!

Also prinzipiell muss erstmal geklärt werden, um welchen Tarif es sich handelt. Es gibt ja auch die Möglichkeit einer privaten Zusatzversicherung für bestimmte Leistungen, z.B. eine umfassendere Zahnzusatzversicherung. Zusatzversicherungen bieten die Möglichkeit, spezifische Leistungen zu erweitern, und da muss man persönlich ausforschen, was man denn eigentlich will.

Das mal als weitere Möglichkeit. Was deine Frage besser beantwortet ist folgende Unterscheidung, nachzulesen hier: https://beamten-infoportal.de/magazin/lexikon/tarif/

Die privaten Krankenversicherungen werden meistens auf die jeweilige Berufsgruppe zugeschnitten, besonders, wenn es um vollständige Versicherungen geht: ein Lehrer benötigt andere Leistungen als ein Berufssoldat, obwohl für beide als Beamte die PKV die beste Möglichkeit ist, sich zu versichern.

Diese Einstufung wird dann anhand des Berufs getroffen und natürlich anhand der persönlichen Risikoeinstufung. Derartige Versicherungen sind häufig relativ unveränderlich, eine PKV für einen Polizisten kriegen in der Regel eben nur Polizisten und keine Standesbeamten. Dann gibt es noch PKVs, die aus Modulen bestehen, hier kann man freier wählen. Wie allerdings ein Wechsel der Module oder eine nachträgliche Erweiterung oder Reduzierung abläuft, muss direkt mit dem Versicherer geklärt werden. Oft wird dann - wie bereits angemerkt - auf die Risikoprüfung zurückgegriffen.

Beachten sollte man weiterhin, dass Versicherer auch Prämien und Boni für ihre Kunden bereithalten, sofern eine Versicherung "ungenutzt" bleibt. In einigen Fällen kann es also sinnvoller sein, eine "überflüssige" PKV oder ein Modul zu behalten.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Es kommt auf das Unternehmen an und ob dieses die Umstellung auf Unisex durchgeführt hat. Also kann man das nicht pauschalisieren. Ich würde mich vorher allerdings auf einigen Informationsseiten zu diesem Thema durchlesen. Ich habe damals unter http://versicherungsvergleich-beamte.de einiges zu dem Thema PKV durchgelesen. Vielleicht kann dir die Seite auch weiterhelfen.

PKV gekündigt

Nach dem ich einige Jahre versicherungspflichtig angestellt war, reifte in mir die Idee, es als Selbstständiger zu versuchen. Allerdings wollte ich zur Sicherheit für die ersten Monate nicht auf das mir zustehende Arbeitslosengeld1 verzichten. Bitte jetzt keine Kommentare in Richtung Sozialschmarotzer o.ä. Da das Arbeitsamt bei Eigenkündigung nur einen Grund akzeptiert , ohne das eine dreimonatige Sperre verhängt wird, lies ich mich wegen Mobbing krank schreiben und kündigte dann meinen Arbeitsvertrag. Also der Start in die Selbstständigkeit verlief hervorragend und auf Anraten meines Versicherungsvertreters (Wuerttembergische) ordnete ich dann im September letzten Jahres alle meine Vorsorgeverträge neu. Dabei kam auch die Sprache auf die private Krankenversicherung. Da ich den Vertreter der Wuerttembergischen eigentlich als guten Freund bezeichnen konnte, kannte dieser natürlich auch die ganze Geschichte mit meinem Start in die Selbstständigkeit und natürlich auch meinen miesen Trick, um das Arbeitslosengeld 1 zu bekommen. Also private Krankenversicherung besprochen, Tarif ausgewählt, Antrag gestellt (ich habe diesen dann nur noch unterschrieben) und Beiträge bezahlt. Und dann kam was wohl kommen musste, im März bin ich Stationär für vier Wochen behandelt worden. Nach meiner Entlassung hatte ich dann ein nettes Schreiben von der Wuerttembergischen im Briefkasten. Ob Sie meine Erlaubnis hätten, bei meinem Hausarzt meine Behandlungsgeschichte abzufragen. Keine Einwände von meiner Seite. Zwei Wochen später: Rücktritt vom Vertrag, weil ich die Geschichte mit dem Kranklenschein nicht erwähnte. Dumm gelaufen und selbst schuld, aber ist es nicht so, dass wenn der Vertreter einer Gesellschaft vor Antragstellung volle Kenntnis über die Wahrheit hat und diese als nichtig bezeichnet, dann auch irgendwie mithaftet? Hat jemand eventuell zu diesem Thema außer Häme einen echten Rat?

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