Frage von sunni123, 44

Muss die Einkommensteuer vom Insolvenzverwalter/ Gericht berücksichtigt werden?

Guten Morgen,

ich frage hier für einen Bekannten der sich in der Insolvenz befindet. Bitte keine wertenden Antworten!

folgender Fall:

Jemand ist in der Eröffnungsinsolvenz und bezieht eine hohe Rente, die der Einkommensteuerpflicht unterliegt. Krankenkasse muss auch gezahlt werden.

Muss der Insolvenzverwalter/Insolvenzgericht die Einkommensteuer bei Pfändungen berücksichtigen?

Vielen Dank für Eure Antworten.

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für einkommensteuer, 36

Ja natürlich, denn die Durchführung der Insolvenz darf nicht zu neuen Schulden führen, auch nicht zu Steuerschulden.

Kommentar von sunni123 ,

Super, Danke....

Kommentar von wfwbinder ,

Natürlich wird das Geld für die Steuer beim Insolvenzverwalter gesammelt und wenn die NAchzahlung dann geringer ausfällt, wird es an die Gläubiger ausgekehrt.

Kommentar von sunni123 ,

das hat er gerade von seinem Insolvenzverwalter schriftlich bekommen. Danke

Antwort
von hildefeuer, 22

Das ist insofern problematisch, wenn er keine EST Vorauszahlungen leitstet. Die Rente wird ja ohne Steuerabzug ausgezahlt. Dieser Betrag unterliegt dann dem Zugriff des IV. Der Betroffene wendet sich am besten an das FA um eine Vorrauszahlung zu leisten. Macht er das nicht, wird alles über dem Pfändungsfreibetrag an Gläubiger abgeführt. Die mögliche Steuer bleibt erst mal außen vor, da kein Bescheid vorhanden ist.  Erst wenn EST-Erklärung gemacht wird, ein EST-Bescheid ergangen ist dann muss er zahlen. Das kann auch nach der abgeschlossenen Insolvenz liegen, was dann eher ungünstig ist.

Da kein EST-Bescheid ergangen ist, muss das Gericht der IV dies erst einmal nicht berücksichtigen. Nur aufgrund der Tatsache, das evt. noch Steuern gezahlt werden müssen, ist keine Grund dies zu Berücksichtigen. Gerichte und auch der IV arbeiten immer auf Basis ergangener Bescheide, Urteilen.


Kommentar von sunni123 ,

Vielen Dank für die Information. Ich habe noch einmal mit ihm gesprochen. Der IV hat jetzt schriftlich mitgeteilt, dass er die Einkommensteuer (die der IV ausgerechnet hat) sammeln würde. Jetzt natürlich die nächste Frage für ihn....was ist wenn die Einkommensteuer vom Finanzamt höher berechnet wird als vom IV...würde er das Geld vom IV bekommen? Ganz lieben Dank

Kommentar von hildefeuer ,

Ich hatte Dir geschreiben, das er sich beim Finanzamat melden musst um eine Vorrauszahlung zu erwirken. Diese Vorrauszahlung ruhig etwas höher ansetzen lassen, damit er auf keinen Fall Steuern nachzahlen must. Zuvielgezahlte Steuern bekommst er ja erstattet, auch nach Abschluß des Insolvenzverfahrens. Dann kannst er den Betrag behalten.

Wenn die Steuern höher festgesetzt werden, als der Betrag, den der IV ermittelt hat, dann geht das natürlich von seinem Geld ab, also von dem ihm bleibt. Ich würde das so nicht machen.

"Der IV hat jetzt schriftlich mitgeteilt,"

Schon an diesen Details sieht man, da es sinnlos ist hier Fragen für andere Leute zu stellen. Der Betroffene hat Dir ja auch dies verschwiegen. Warum hast Du denn hier überhaupt eine Frage gestellt? Sie ist ja weitestgehend duch das Schreiben des IV beantwortet. Nur ein kleines Restrisiko bleibt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community