Muss die Bank freie Grundschulden freigeben?

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5 Antworten

Die Reduzierung der Grundschuld würde nichts bringen, denn die andere Bank kann sich ohnehin nur nachrangig zur bestehenden Grundschuld eintragen lassen.

Ich sehe eine ganz andere Problematik: Wenn die andere Bank schon jetzt wegen € 28.000 beim Grundstückskauf herumzickt und eine zusätzliche Sicherheit will, was wird sie erst bei einem Hausbau verlangen? Euer Einkommen scheint ihr nicht zu reichen. Und beim späteren Hausbau kann sie Phantasiekonditionen für die Baukostenfinanzierung nehmen, da sie erstrangig bei dem Grundstück eingetragen ist. Die Phantasiekonditionendrohung gilt zumindest während der Zinsbindungszeit der Grundstücksfinanzierung, längstens jedoch für 10 Jahre (s. § 489 BGB). Ihr werdet eine andere Bank kaum für eine zweitrangige Besicherung begeistern können außer vielleicht eine Bausparkasse oder einen Arbeitgeber.

Nachdem schon gute Ratschläge zu Deinem Thema "Reduzierung der Grundschulden" eingegangen sind, schlage ich Dir etwas Anderes vor.

Die Bank hat Dir schon mal für 168.000,- vertraut. Warum sollten sie die 28.000,- nicht noch einmal an Dich vergeben.

Kein Verminderung der Schuldschuld mit Neueintragung, keine Abtretung.

Also besprich das mal mit denen, ob sie das Darlehen wieder aufstocken können.

...die Bank kann sich die freien 28.000 Euro Grundschulden abtreten lassen...das spart Kosten für Löschung und Neueintragung...das geht in der Regel einher mit einer Abtretung der Rückübertragungsansprüche weiter frei werdender Grundschuldanteile sowie unter Umständen einer sog. "Einmalvalutierungserklärung" (damit bestätigt bzw. verpflichtet sich die "alte" Bank bereits getilgte Darlehensanteile nicht nochmal auszuzahlen)....

Ruzica:

Sichert die Grundschuld von 168 000 € ausschließlich einen bestimmten Kredit (z.B. Baudarlehen) und nicht etwa alle Forderungen aus der Geschäftsverbindung (vergleiche hierzu den Inhalt der Sicherungsabrede) und ist der Sicherungszweck teilweise, aber insoweit endgültig weggefallen (so z.B. durch die Teiltilgung von 28 000 € = 20,29 % des ursprünglichen. Darlehens) ist ein entsprechender Teil an dich zurück zu gewähren.

Die Freigabepflicht ist vom Ermessen des Grundschuldgläubigers unabhängig.

Die Bank muss die Löschungsbewilligung erst erteilen wenn das Darlehen vollständig getilgt ist.

Franzl0503 12.02.2015, 15:34

billy:

Ich kann deine Ansicht nicht teilen.

Nehmen wir einmal an, dass keine nach- oder gleichrangige Grundpfandrechtsgläubiger existieren, die Rechte aus einer Abtretung der Rückgewährungsansprüche oder Löschungsansprüche geltend machen könnten.

Und nehmen wir einmal an, dass die Rückgewährsansprüche des Eigentümers und Schuldners aus dem zurückgeführten Darlehensteil von 28 000 € wirksam gepfändet würden.

Wie würdest du dem Eigentümer gegenüber, der auf die Richtigkeit deiner Auskunft vertraut hat, argumentieren.

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billy 12.02.2015, 17:12
@Franzl0503

Hallo Franzl0503' Ich kann Deiner Meinung insofern zustimmen das wenn die von Dir genannten Annahmen zuträfen man auch zu einer anderen Auffassung kommen könnte. Dennoch halte ich meine Antwort im Grunde für als eine mögliche für zutreffend. Um hundertprozentig korrekt Antworten zu können bräuchte man auch noch mehr als die angegebenen Informationen. ;)

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