Muss der Grundbucheintrag geändert werden?

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3 Antworten

Ich glaube, Ihr habt mehr als das Problem des Grundbuchs zu lösen.

  Nun soll die unbekannte Tochter plötzlich Erbin werden.

Ihr habt das bei der Ausstellung des Erbscheins erfahren. Wie habt Ihr Euch mit der anderen Erbin auseinandergesetzt?

 Oder können wir es erst machen wenn die Tochter im Jahr 2020 kein Anrecht mehr auf das Erbe hat?

Wollt Ihr die Verjährung des Pflichtteils abwarten?

Das geht schief, die Verjährung beginnt erst zu laufen, wenn die Tochter vom Erbe Kenntnis hat.

    Da ich vom Erbe nichts haben möchte, benötigt (bisher) niemand einen Erbschein. 

Aber lt. Deinem Sachverhalt habt ihr den doch beantragt. Ausserdem, wenn das Erbe der Tochter geschmälert werden soll, solltest Du das Erbe antreten, denn er sind 25 %.

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EnnoWarMal 25.08.2016, 09:17

Eben.

Denn

Nun soll die unbekannte Tochter plötzlich Erbin werden.

das ist ja so nicht richtig. Sie IST Erbin, ob sie es weiß oder nicht.

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Natürlich müssen Grundbucheintragungen durch Miteigentumsveränderungen durch Erbfolge berichtigt werden. Im ersten Jahr wäre dies noch kostenfrei möglich.
Die Tochter wird nicht Erbin, sie ist es,  § 1922 BGB. Da liegt es doch auf der Hand, dass die nunmehr erbberechtigte und damit miteigentümende Tochter des Erblassers nicht ausgebootet werden kann oder ein gutgläubiger Käufer sich in Jahren mit ihr darüber auseinandersetzen wollte :-O

Der Erbanspruch eines Abkömmlings verjährt übrigens erst in 30 Jahren.

Sofern man ihr den Miteigentumsanteil nicht abkaufen könnte oder sie einer Auszahlung ihres Mieterbes erst in Jahren zustimmt, kann die Tochter Mieteinnahmen fordern, (Mit-)Eigennutzung oder (Teil-)Vermietung beanspruchen oder Teilungsvollstreckung betreiben, wenn man ihr da dumm käme.

Wenn du auf deine Erbauszahlung lebzeitig deiner Mutter verzichtest, kann doch davon der Anspruch deiner Halbschwester befriedigt werden?

G imager761



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Werner:

Es besteht Grundbuchberichtigungszwang (§ 82 Grundbuchordnung). Kommt der Erbe dem nicht nach, kann das Grundbuchamt ein Zwangsgeld festsetzen. Für die die Berichtigung der Eigentumgsverjhältnisse ist dem Grundbuchamt der Erbschein vorzulegen.

Rat: Konsultiere den Notar, der auch den Erbscheinsantrag protokolliert hat. Für eine Erbschaftsausschlagung ist es infolge des Abaufs der Sechs-Wochen-Frist zu spät. Vielleicht kommt eine Erbauseinandersetzung zustande.

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