Muss der Ehemann bei Trennung die Jahre ausgleichen, die Ehefrau nicht arbeitete (Kindererziehung)?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Seit 2009 kann im Scheidungsverfahren grundsätzlich auf die Durchführung des Versorgungsausgleiches verzichtet werden. Dieser Verzicht muss auch nicht mehr durch den zuständigen Richter genehmigt werden, allerdings prüft das Gericht jetzt ob der Verzicht auch wirksam ist. Der Verzicht auf den Versorgungsausgleich soll immer dann unwirksam sein, wenn dieser völlig unausgewogen oder sittenwidrig ist.

im Netz findest du wie z.B. hier, weitere Informationen : http://www.treffpunkteltern.de/familienrecht/Scheidung/verzicht-auf-den-versorgungsausgleich-bei-einer-scheidung_701.php

K.

Wobei man sicher darüber streiten kann, ob nicht so ein Verzicht immer sittenwidrig ist.

0
@Mikkey

darüber entscheiden zum Glück die Richter. ;-) Die kriegen dafür bezahlt, ist ihr Job !

0

Natürlich, das nennt sich Versorgungsausgleich, der berücksichtigt unabhängig vom Grund die unterschiedlichen erworbenen Rentenansprüche.

Grds. wären die unterschiedlichen Rentenanwartschaften mittels Versorgungsausgleich zu berücksichtigen. Die nichtarbeitende Ehefrau bekäme dann die Hälfte der Rentenpunkte ihres Mannes (genauer die Hälfte der Differenz beider Rentenanwartschaften) während der Ehezeit ihrem Rentenkonto gutgeschrieben.

Ob ein dementsprechender kostenpflichtiger (!) Antrag und langwieriges Verfahren allerdings im Einzelfall Sinn macht oder gegen andere Forderungen aus Verbundentscheidung (Zugewinn, Hausratteilung, Unterhalt) gegengerechnet werden kann, bliebe zu klären.

Ein Verzicht gegen anderweitigen Ausgleich ist jedenfalls nach neuem Scheidungsrecht möglich. Und spart tausende Euro an eigenen Anwaltskosten.

G imager761

Was möchtest Du wissen?