Muss Betriebshaftpflicht zahlen, wenn Schaden bei Arbeit auf Wunsch des Geschädigten entstand?

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5 Antworten

Mal wieder ein Fall, wo die Frage nach der Versicherungsleistung fragt, aber erstmal die Haftung des Schädigers geklärt werden muss.

Die Versicherung zahlt nämlich nur, wenn der Schädiger Schadenersatzpflichtig ist und es dann nciht noch eventuell einen Haftungsausschluss geben kann.

Also:

DEr, der die Bäume beschnitten hat, muss sicherungsmaßnahmen ergreifen, oder sagen "kann ich nicht schneiden, der Zaun wird gefährdet"

Hat er geschnitten ohne auf die Risiken hinzuweisen, ist er vermutlich haftbar. Somit auch seine Versicherung.

Hat er gesagt, die Äste schneide ich nur ab wenn sie es unbedingt wollen, aber für Schäden, wenn die runter fallen schliesse ich Haftung aus, dann ist er raus. Damit auch seine Versicherung.

Ein Schaden ist entstanden. Auf wessen Wunsch die Arbeiten ausgeführt wurden, spielt meines Erachtens keine Rolle. Die Betriebshaftpflicht des Baumfällunternehmens muss sicher zahlen.

Selbstverständlich. Warum denn nicht? Hoffe das die Haftpflicht derartige Ansprüche deckt. Häufig gibt es den Ausschluß "kein Vers.-Schutz in dem Umkreis der der Höhe des zu fällenden Baumes entspricht". Aber das soll nicht das Problem der Geschädigten sein.

Wieso nicht?! Es ist ein Schaden entstanden. Anders sähe es nur aus, wenn das Baumfällunternehmen die Haftung ausgeschlossen hätte, weil sie darauf hingewisen haben, dass der Zaun vermutlich / wahrscheinlich beschädigt wird und die Nachbarin dieses so hingenommen hätte.

Hat die Dame gewünscht, dass der Zaun beschädigt wird? Vermutlich nicht!

Somit ist die Betriebshaftpflicht des Gartenbauers zuständig (allerdings gibt es nur den Zeitwert).

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