Muss bei Tod eines Ehepartners auf jeden Fall eine Vermögensaufstellung gemacht werden?

1 Antwort

Eine "Vermögensaufstellung", präziser: Eine Zusammenfassung der hinterlassenen Gegenstände, verlangt das Finanzamt zur Berechnung der Erbschaftsteuer. Ansonsten fällt mir niemand ein, der so etwas beanspruchen könnte, es sei denn, ein Pflichtteilsberechtigter würde seine Ansprüche geltend machen. Wenn natürlich ein Erbschein beantragt werden muß, was sich durch das notarielle Testament vermeiden ließe, muß man auch da den Nachlaßwert angeben, jedoch nur pauschal und nicht detailliert.

Wer schätzt das Haus und die Eigentumswohnung?

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@althaus

wer das schätzt? Letztlich bewertet die Eigentumswohnung das Finanzamt.

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@althaus

Eine Immobilie bewertet normalerweise das Finanzamt, es sei denn es findet zeitnah ein Verkauf statt, dann wird der Verkaufspreis zur Berechnung der Steuer herangezogen. Man kann gegen die Bewertung durch das Finanzamt Einspruch erheben, allerdings sollte man dann ein formgerechtes Gutachten dem Einspruch beifügen, aus dem sich der niedrigere Schätzwert ergibt. Dies macht vor allem Sinn, wenn der bauliche Zustand schlecht ist oder das Gebäude älter als 50Jahre ist, denn eine der Bewertungsvorschriften sagt aus, dass das Gebäude mit mindestens 40% des errechneten Basiswertes angesetzt werden muß.

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