Muss bei einem im Ausland lebenden Deutschen (beschränkte Steuerpflicht), ein bereits im Ausland versteuertes Geldgeschenk erneut in D versteuert werden?

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1 Antwort

Du schriebst nicht die Summe, um die es geht. Sind es weniger als 400.000,- fällt wegen des Freibetrages keine Erbschaftsteuer an.

Der Pflichtteilsergänzungsanspruch der Schwester hat sich ausserdem in den zwei Jahren um 20 % vermindert. Für die Steuer wäre er ausserdem abzuziehen.

Beispiel:

DEine Mutter hat Dir 600.000,- Euro geschenkt. Wäre das das gesamte Erbe (Annahme), so wäre der Pflichtteil Deiner Schwester 150.000,- gewesen (gesetzliches Erbe 1/2, Pflichtteil1/2 davon).

Nun sind zwei Jahre vergangen. Basis für den Pflichtteilsergänzungsanspruch 480.000,-, Pflichtteilsergänzungsanspruch 1/2, von 1/2, also 1/4 = 120.000,-.

Für die Besteuerung in Deutschland:

Erbschaft/Schenkung 600.000,- - Zahlung an Schwester 120.000,- = 480.000,- - Freibetrag 400.000,- = zu versteuern 80.000,-.

Davon wird normaler Weise die ausländische Steuer dann abgezogen. Aber da Du uns auch das Land verschweigst, ist es "stochern im Nebel."

So sieht es aus.

Und das "Steuerdoppelabkommen" bezieht sich wohl auf die Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer. Es gibt nur wenige Doppelbesteuerungsabkommen auf dem Gebiet der Erb-/Schenkungsteuer.

Übrigens wird hier dann wahrscheinlich die deutsche Steuer von der ausländischen abgezogen; der Fragesteller lebt ja in "Ausland". Voraussetzung dafür wäre natürlich, dass deren Gesetz dasselbe beinhaltet wie das deutsche.

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@EnnoWarMal

Stimmt genau, ausserdem wären noch zu klären, ob die Schenkerin/Erblasserin, seinerzeit eventuell die Steuer übernommen hatte.

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