Muß Unterhalt vom Exmann bei der Steuer als Einkommen angeben werden?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Das hängt davon ab, was du unterschrieben hast.

Grundsätzlich ist der nacheheliche Unterhalt Privatsache und hat bei keinem der beiden eine steuerliche Auswirkung.

Erst durch die Abgabe der unterschriebenen Anlage U gewährt der Gesetzgeber die Verschiebung von Einkünften auf den Unterhaltsempfänger bis zu 13.805 Euro pro Jahr. Die Anlage U gilt erstmals im Jahr der ersten Abgabe und gilt fort bis zum Widerruf.

Wenn du also sowas abgegeben hast, dann kann dein Ex-Gatte bis zu 13.805 Euro als Sonderausgaben abziehen und du versteuerst diese bis zu 13.805 Euro als sonstige Einkünfte (Anlage SO).

Hintergrund der ganzen Sache ist die Verminderung der Einkommensteuer. Selbst wenn du dadurch Einkommensteuer zahlen musst und der Ex-Gatte diese Steuer ersetzt, ist es insgesamt günstiger.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ich kenne es so: der Zahlende gibt die Zahlungen in seiner Steuer an (bis zu 13.805 Euro). Der Empfänger wiederum muss diese Zahlungen bei der Steuer angeben. Tut er das nicht, bricht das Konstrukt zusammen. Dann tauchen die Zahlungen in den beiden Steuererklärungen nicht auf.

http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=38510.html

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
vulkanismus 24.09.2013, 10:27

Nicht ganz richtig so. Wenn der Zahlende die ESt der Empfängers übernimmt, muss dieser die Anlage U unterschreiben. Das Finanzamt wiederum hat für beide Steuerpflichtige die entsprechende Abschrift und steht im Streit zwischen den Stühlen. Macht der Empfänger dennoch nicht mit, gibts einen Rechtsstreit vor dem Amtsgericht, den der Empfänger erfahrungsgemäß verliert. Dies gibt es wirklich, kommt aber sehr selten vor.

0

machst Du es nicht, hat der Exmann Nachteile bei der Steuer, das wollen wir doch nicht,oder???

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?