Mütterrente trotz Beitragsauszahlung?

2 Antworten

Hallo,

hier wird dir an Hand von Beispielen erklärt, wie sich die vorzeitige Rentenauszahlung auf die Mütterrente auswirkt:

https://www.geldtipps.de/rente-pension-altersvorsorge/gesetzliche-rente/muetterrente-auch-bei-heiratserstattung

Gruß!

Dumm gelaufen für meine Mutter. Sie kommt also aufgrund der Beitragsauszahlung um eine Nachzahlung nicht herum, wenn sie ca. 99 € eigene Rente (bekommen möchte).

Nochmals Danke für den Link. r war sehr hilfreich.

0
@BTina01

tja, die Mutti wird nicht drum herum kommen, möchte sie in Zukunft (die nächsten Jahre ) von der Mütterrente profitieren. Die Mutti ist "erst" 83 Jahre alt, evtl. rechnet es sich aber doch, das müsstet ihr mal abchecken. LG

0

Niemand sollte sich die Rente (Mütterrente) auszahlen lassen, falls Sie die fünf Jahre der Versicherungszeit nicht erreichen. Sie können die fehlenden Monate eventuell mit freiwilligen Beiträgen selbst auffüllen.

Die erforderliche Wartezeit von 5 Jahren (60 Monate) ist dann somit erfüllt.

Beispiel 1: Ein Kind vor 1992 = 2,5 Jahre (pro Kind; Kindererziehungszeiten) + 3 Jahre (Ausbildung).

Beispiel 2: Ein Kind nach 1992 = 3 Jahre (pro Kind; Kindererziehungszeiten) + 3 Jahre (Ausbildung).

In beiden Fällen haben Sie schon eine Rentenanwartschaft erreicht.

Meistens sind dann nach der Lehrzeit in den meisten Fällen sowieso ein paar Berufjahre dabei.

Beispiel 3: Vier Kinder vor 1992 = 1 Jahr pro Kind + 1 freiwillige Beiträge für ein Jahr. Ein Beispiel von Früher, fast schon zwei Jahrzehnte her und somit auch 60 Monate (5 Jahre) zusammen gekommen.

In diesem Fall ohne Ausbildung, hier wurde durch eine einmalige freiwillige Zahlung die Rentenanwartschaft erreicht. Diese Beispiele könnte man noch beliebig fortsetzen.

Der Gesetzgeber, nicht die amtierende Regierung jetzt, hat da in den letzten Jahrzehnten immer wieder nachgebessert.

Heute, man kann es so sagen, Sie kommen früher in diesen Genuss bwz. Möglichkeit einen Rentenanspruch zu erreichen.

So, natürlich müssen Sie diese Rentenansprüche stellen, bevor Sie die Regelaltersgrenze erreichen und diese dann auch beantragen, da dieser nicht im Rentenverlauf des Ehemanns dokumentiert ist.

Übrigens können auch Väter diese oben genannte Möglichkeit Nutzen.

Suchen Sie in der Suchmaschine Ihre Auskunfts- und Beratungsstelle vor Ort. Sie sollten als erstes bei der Deutschen Rentenversicherung einen Versicherungsverlauf beantragen. Damit Sie kontrollieren können ob auch alle Rentenversicherungszeiten dokumentiert worden sind.

Tipp1: Nehmen Sie die Geburtsurkunden ihrer Kinder zur Beratung in Kopie als Nachweise mit. Falls Sie vor Ihrer Berufsausbildung noch Schulzeiten haben die eventuell von der Deutschen Rentenversicherung anerkannt werden, können Sie eventuell diese Zeiten mit freiwilligen Beiträgen aufstocken. Was auch oft vergessen wird: Wenn Sie eine Person pflegen mit Pflegegrad 2, können Sie einen Antrag bei der Krankenkasse (die Krankenkasse bei der Person die Sie pflegen) stellen. Die Krankenkasse beteiligt sich dann jeden Monat mit einem Betrag-X dem Mtl. Bemessungsentgelt und überweist die Beiträge direkt an die Deutsche Rentenversicherung. Ist nicht viel aber besser als nichts.

Tipp2: Falls Sie früher in Rente gehen möchten und Sie haben etwas Geld auf der hohen Kante, können Sie ab dem 50isten Lebensjahr freiwillige Beiträge einzahlen, dann sind bei früherem Renteneintritt die Abschläge bzw. die finanzielle Differenz zur Regelaltersgrenze nicht zu hoch.

Denken Sie daran so früh wie möglich damit zu beginnen.

Was möchtest Du wissen?