Müssen wir oder auch meine Schwiegereltern bei lebenslangem Wohnrecht das Finanzamt fürchten?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wir hatten ein ähnlich gelagertes "Problem". Ein lebenslanges mietfreies Wohnrecht ist aus meiner Sicht immer mit Vorsicht zu genießen. Eigene Erlebnisse bestätigen dies.

1. Die reinen Umlagekosten (Straßenreinigung, Müllabfuhr, Entwässerung, allg. Strom, Gebäudeversicherung u.a.) könnten von dem Berechtigten gezahlt werden. Dadurch bildet man aber keine Rücklagen für den Erhalt des Gebäudes. Weiterhin sind nicht alle Kosten, die ein Haus verursacht, umlagefähig.

Dazu kommt, dass ich schon Fälle im Internet gelesen habe, dass selbst die Umlagekosten nicht von den Berechtigten gezahlt wurden und auch tatsächlich nicht gezahlt werden müssen.

2. Aus meiner Sicht wäre es besser, wenn ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt wird, aber nicht unentgeldlich. Ich könnte mir vorstellen, dass man z.B. einräumen kann, dass die Miete nicht höher als 75% der ortsüblichen Miete sein darf. Auch dann wäre man ja nicht verpflichtet, tatsächlich Miete zu nehmen.

Diese Mieteinnahme muss natürlich versteuert werden, dafür können aber auch die Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung geltend gemacht werden. Die Wohnung muss aber nicht vermietet werden.

3. Soll eine quasi freiwillige Zahlung neben den Umlagekosten erfolgen, so könnte man diese aus meiner Sicht auch als "Schenkung" deklarieren. Da bin ich mir nur nicht sicher, ob dies auch tatsächlich legal ist. Ich meine schon, solange die Summe innerhalb von 10 Jahren nicht die Freigrenze überschreitet. Dies Zahlungen sind erforderlich, damit das Gebäude insgesamt "am Leben" erhalten werden kann.

4. Solange ein gutes Einvernehmen zwischen Eigentümer und Berechtigten herrscht, dürften wohl keine Probleme auftreten, aber wehe, es treten solche auf. Dann bleibt man als Eigentümer auf allem hängen.

Das lebenslange Wohnrecht endet auch nicht automatisch, wenn man z.B. in ein Heim oder eine andere Wohnung geht. Eine dann eventuell angedachte Vermietung der "frei gewordenen Wohnung" geht dann nur mit Einverständnis der Berechtigten. Hintergrund ist, dass es ja sein könnte, dass der Berechtigte wieder zurück in "seine" Wohnung möchte.


Müssen wir bei lebenslangem Wohnrechts das Finanzamt fürchten oder auch meine Schwiegereltern?

grins.....ob ihr auch eure Schwiegereltern fürchten müsst wissen wir nicht, ihr kennt sie besser ! ;-))

Aber lies mal hier, TIPPS ZUM LEBENSLANGEN WOHNRECHT unter:

http://www.immonet.de/umzug/wissenswertes-rechtliches-mietrecht-wohnrecht.html

Ja sicher einige werden ihre Schwiegereltern schon fürchten müssen! Allerdings war die Frage eher so gemeint; Was kommt auf uns und auf meine Schwiegereltern von Seiten des Finanzamts zu? Oder fällt es eher unter die Freigrenze (Geringes Einkommen beider Parteien)

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"lebenslanges Wohnrecht für Beide. Wir denken aber begrenzt bis zum Auszug (Heim)." = Das trägt der Notar in den Kaufvertrag ein, auch das mit dem Heim.

"allerdings eine Art Unkostenbeteiligung bar 300€." = So ist das nicht legal. Ihr müsst Euch die Nebenkosten 1 zu 1 zahlen lassen.

"Müssen wir hier Erbschaftssteuer oder ähnliches befürchten" = Nein, bei dem Preis nicht. Es sei denn, das Anwesen ist 500.000,- wert. Dann könnte Schenkungssteuer anfallen. Informiere Dich über die Freibeträge.


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