Müssen gesetzlich Krankenversicherungspflichtige von Zinsen K-Kassenbeiträge zahlen?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Wie kommen die Beiträge zustande? Die Beiträge richten sich bei Arbeitnehmern nach der Höhe des Bruttomonatseinkommens (genau: des beitragspflichtigen Bruttoarbeitsentgelts). Von diesem Einkommen wird ein bestimmter Prozentsatz (von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich) direkt vom Arbeitgeber an die gesetzliche Krankenversicherung abgeführt. Dabei trägt der Arbeitgeber die Hälfte des Beitrags. Hinzu kommt ein Pauschalbeitrag für Zahnersatz und Krankentagegeld in Höhe von 0,9% des Einkommens. Dieser zusätzliche Beitrag ist nur vom Versicherten zu tragen; hier gibt es keinen Zuschuß des Arbeitgebers.

Bei freiwillig versicherten Selbständigen wird grundsätzlich die Beitragsbemessungsgrenze (aktuelle Höhe siehe “Höchstgrenzen”) zur Beitragsberechnung herangezogen. Weist der Versicherte nach, dass sein tatsächliches Einkommen darunter liegt, wird der Beitrag anhand des tatsächlichen Gesamteinkommens incl. Erträgen aus Kapitalanlagen etc. berechnet. Allerdings besteht hier eine bestimmte Untergrenze, so dass auch bei noch geringerem Einkommen immer ein Mindestbeitrag zu zahlen ist.

Bei Rentnern wird unterschieden zwischen pflichtversicherten Rentnern und freiwillig versicherten Rentnern. Pflichtversicherte Rentner bezahlen Beitrag nur auf ihre gesetzliche Rente, wobei die Hälfte von der Gesetzlichen Rentenversicherung getragen wird. Der Pflegeversicherungsbeitrag ist komplett selbst zu tragen. Auszahlungen aus Betrieblicher Altersvorsorge (auch Einmalauszahlungen aus Gehaltsumwandlungen bzw. Direktversicherungen) unterliegen dem vollen Beitragssatz zur Kranken- und Pflegeversicherung. Freiwillig versicherte Rentner bezahlen auf alle ihre Einkünfte (also auch auf Kapitalerträge / Zinsen, Betriebliche Altersvorsorge, Mieteinnahmen aus Immobilienbesitz usw.) Krankenkassenbeiträge - und zwar den vollen Beitragssatz! http://www.gesetzlichekrankenkassen.de/system/system.html

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von alfalfa
03.01.2013, 03:41

Zitat: Bei freiwillig versicherten Selbständigen wird grundsätzlich die Beitragsbemessungsgrenze (aktuelle Höhe siehe “Höchstgrenzen”) zur Beitragsberechnung herangezogen. Weist der Versicherte nach, dass sein tatsächliches Einkommen darunter liegt, wird der Beitrag anhand des tatsächlichen Gesamteinkommens incl. Erträgen aus Kapitalanlagen etc. berechnet.

So stimmt es schon mal gar nicht. Bei freiwillig Versicherten Personen wird selbstverständlich auch prozentual vom Einkommen ausgegangen. Das regelt § 240 SGB V. Da wird nicht von der Fiktion der BBG ausgegangen und erst im Einzelnachweis reduziert. Das ist leider pumperl verkehrt.

1

In ihrem Fall ein ganz klares Nein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LittleArrow
02.01.2013, 20:50

Klare, unkomplizierte und verständliche Antwort. DH!

1

Als Pflichtversicherte nein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?