Müssen Erben oder Kinder für die Beerdigungskosten aufkommen?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das normale ist, das der Haupterbe, der ja ggf. über die Konten evtl. schon eine Vollmacht hat, die Beerdigungskosten bezahlt.

Der rest, nach Zahlung eventueller Schulden ist dann das Erbe, was zu verteilen ist.

Hat der testamentaarische Haupterbe keine Vollmacht, kann es eines der Kinder machen udn Befriedigung aus dem Erbe, vor Verteilung verlangen.

Übrigens, wenn die Erben/Kinder in alle Welt verstreut sind und deren Wohnorte erst ermittelt werden müssen, könnte sogar ein Nachbar, die Beerdigungskosten verauslagen und hinterher aus dem Erbe Rückzahlung verlagen. Die Organisation einer angemessenen Beerdigung wäre Geschäftsführung ohne Auftrag und dort kann man die Kosten erstattet verlangen.

Testamente - Neuvermählung

Mein Vater hat nach dem Tod seiner Frau, unserer Mutter ein Tastament verfasst in dem meine Schwester und ich als Erben benannt sind. Nun will er wieder heiraten. Ist das Testament nach der Wiedervermählung noch gültig oder welches Erbrecht ergibt sich im Todesfalles meines Vaters für die neue Frau? Mein Vater sagt, sie will nichts von seinem Geld (unser Haus), da sie genug selber hat. Kann durch einen Ehevertrag dies auch festgeschrieben werden? Es gilt auch die "Gegenseite" abzusichern, da die Frau auch Vermögen und ein Haus besitzt. Dieses hat sie Testamentarisch irer Nichte vermacht. Was muss mein Vater und seine neue Frau tun, damit im Todesfall von einem der Beidenwirklich die erben, die erben sollen (derzeit in den Testamenten stehen) und keine Streitigkeiten aufkommen?

...zur Frage

Stiefmutter Alleinerbin, was tun?

Nachlass: 40.000 Euro und 75% eines EFH (25% gehören bereits den Kindern)

Testament: 2. Ehefrau (seit 9 Monaten) Alleinerbin, Kinder erben die 75% Hausanteil mit der Auflage einem Nießbrauch durch die Stiefmutter bis zum 17.9. zuzustimmen, ansonsten entfällt das Erbe an die Kinder. Es wurde Testamentsvollstreckung angeordnet. Vorhandene Mittel bei den Erben incl. Stiefmutter, weniger wie Null, es gibt nur das Bargeld aus dem Erbe, kein Geld für RA oder Notar vorhanden. Nießbrauch kommt nicht zustande, da alle Erben zustimmen müssten, da sie ja bereits Miteigentümer des EFH sind. Anfechtung der Nießbrauchregelung ist erfolgt aufgrund Sittenwidrigkeit, da der Erblasser verlangt, dass die Erben Ihre bereits vorhanden Vermögensteile mitbelasten und Motivirrtum wg. Rente. Eine Bearbeitung der Anfechtung durchs Amtsgericht wurde gerade abgelehnt, da nicht die Erbeinsetzung angefochten wurde. Eine komplette Aufhebung des Testamentes ist aber nicht gewünscht, da Stiefmutter dann zu 37,5% im Haus steht, aber scheinbar die letzte Möglichkeit. Die jetzige Anfechtung der Klausel wurde nur zu den Akten genommen. Kinder wollen aber das Haus und Stiefmutter möchte gerne das Bargeld behalten und ein zeitbegrenztes Wohnrecht. Kann Stiefmutter auf Pflichtteil bestehen- Höhe ca. Barerbe - und auf den Rest als Alleinerbin verzichten? Oder wie kriegen wir die Kuh ohne Kosten vom Eis?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?