Müssen Arbeitgeber die Betriebsrente an die Inflation anpassen?

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Dein Chef hat keine Pflicht die Rente anzupassen. Es gibt zwar ein Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung, aber das besagt nur, dass die Firmen PRÜFEN müssen ob die Beträge angepasst werden müssen. Aber PRÜFEN heisst leider nicht MÜSSEN. Trotzdem kann der Rentner dann aber klagen.

Wenn es sich um direktversicherungen, Gehaltumwandlung oder was auch immer handet, was eine fremde Versicherung zahlt, kommt es darauf an, was die für Versicherungsbedingungen hat.

Wenn es eine echte Pensionszusage ist, also eine Leistung der Arbeitgebers, auf seine Art der Zusage.

Der Arbeitgeber hat alle drei Jahre eine Anpassung der laufenden Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zu prüfen und hierüber nach billigem Ermessen zu entscheiden; dabei sind insbesondere die Belange des Versorgungsempfängers und die wirtschaftliche Lage des Arbeitgebers zu berücksichtigen (§ 16 Absatz 1 Betriebsrentengesetz). Nicht der Anpassungsprüfung unterliegen Anwartschaften. Falls der Arbeitgeber eine Anpassung der laufenden Leistungen verweigert, so hat er dies schriftlich darzulegen.

MfG Jochen

Pensionsanwartschaft auszahlen oder lebenslange Betriebsrente

Guten Tag,

ich habe eine Frage und hoffe, dass mir jemand behilflich sein kann.

Folgende Situation: Die betriebliche Altersversorgung wurde gekündigt.

Was tun??? Ist es besser, die erworbene Pensionsanwartschaft auszahlen zu lassen oder eine lebenslange Betriebsrente in Anspruch zu nehmen?

  • lebenslange monatliche Rente -> 370 € brutto
  • erworbene Pensionsanwartschaft -> 34800 € brutto

Der Renteneintritt erfolgt in 10 Jahren (2019).
Der Betrag der monatlichen Rente ist während dieser Zeit eingefroren.

Ist es ratsam, die Anwartschaft auszahlen zu lassen ??? Der Betrag wird voll versteuert. Von den 34800 € brutto bleiben noch 22900 € übrig (Steuern = 11900 €). Die monatliche Rente würde später mit einem geringeren Steuersatz (20 % ?) besteuert werden.

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand einen Tipp bzw. seine Meinung mitteilen könnte, was in diesem Fall vorzuziehen ist. Ich drehe mich etwas im Kreis ...

Herzlichen Dank schon mal und viele Grüße Indien

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Rentner möchte Scheidung und hat bedenken wegen Zahlung an Ehefrau. Wieviel steht ihr zu?

Hallo, Jetzt wird es kompliziert. Die Geschichte: Der Lebensgefährte meiner Mutter ist verheiratet und das seit 30 Jahren. Seine monatliche Rente beträgt ca. 2000 € inkl. Betriebsrente. Er zahlt der Ehefrau alles, das heißt sie hat noch nie wirklich gearbeitet, hat auch so wie es aussieht keine Lust dazu und er zahlt ihr den Lebensunterhalt ca. 350 €, die Wohnung 600 inkl. Nebenkosten + Strom, den Schrebergarten, Autoreparaturen etc. also ca. 200 € zusätzlich. Er ist einfach zu gutmütig. Er zahlt auch noch den Kredit alleine und hat noch von seiner Ex-Freundin, die er vor meiner Mutter hatte, einen Kredit zu zahlen. Ihm bleiben im Monat knappe 300 € übrig. Meine Mutter hat schweres Rheuma und geht nur für 401€, 1€ damit sie Sozialversichert ist und so, arbeiten. Aber mehr kann sie einfach nicht dazu verdienen. Bis sie in Rente gehen kann dauert es leider noch, das ist schade weil sie von meinen Vater dann ca. 800 € Rente bekommt. Das Haus meiner Mutter ist bezahlt, aber es fallen ja auch Reparaturen und Nebenkosten und so an, also das Geld ist sehr knapp. Jetzt die Fragen: Wie viel Selbstbehalt hat er als Rentner, wenn überhaupt? Muss er als Rentner irgendwelche Steuern zahlen? Krankenversicherung ist er pflichtversichert. Und wie viel muss er an seine dann Ex-Frau abgeben als Unterhalt. Sie haben keine Kinder. Sie ist noch nicht in Rente (54Jahre alt). Vielleicht kann mir jemand meine Fragen beantworten. Vielleicht kann meine Mutter ihn mit den Fakten überzeugen. Ich Danke schon mal im Voraus

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Auslandsrentner in der Steuerfalle

Hallo zusammen,

Vorweg: Ich wohne selber im Ausland (Dänemark), und habe deswegen nur sehr begrenzt Ahnung vom Deutschen Steuerrecht - deshalb Frage ich hier nach

Unsere Familie wohnt seit 1997 in Dänemark. Meine Mutter bezieht seit ca. 1995 Frührente, aufgrund Erkrankung. Sie kriegt ca. 1300 EUR pro Monat - mag nach viel klingen, aber mann muss bedenken dass die Lebenskosten in Dänemark viel höher sind als in Deutschland. Sie kommt damit gerade so über die Runden - eher schlecht als recht. Sie hat sonst kein anderes Einkommen, da sie nach wie vor nicht arbeiten kann.

Nun hat sie vor einigen Monaten einen Brief vom Finanzamt Neubrandenburg bekommen, in dem steht dass sie knapp 18.000 EUR Steuern nachzahlen muss. Ein ziemlicher Schock für eine Frau die im Voraus schlechte Nerven hat.

Das ganze geht wohl zurück auf die Reform der Rentenbesteuerung im Jahr 2005, und überrascht momentan hunderttausende von Rentnern im Ausland - man findet zahlreiche Artikel darüber wenn man "Rente Steuer Ausland" in Google eingibt.

Meine Mutter hat natürlich sofort einen Antrag auf unbeschränkte Steuerpflicht gestellt - der aber leider abgelehnt wurde, da ihre Rente zu hoch ist (1300 EUR pro Monat).

Sie soll also die gesamte Summe Zahlen. Nun meine Frage: Gibt es noch andere Auswege? Es kann doch nicht seine Richtigkeit haben, dass eine Frau die knapp an der Armutsgrenze lebt, auf einmal 18.000 EUR zahlen soll - besonders weil ihr vor November 2012 nie mitgeteilt wurde, dass sie seit 2005 in Deutschland auf Ihre Rente hätte Steuern zahlen müssen. Kein Brief, nichts.

Ich habe unter anderem das folgende Interview gefunden:

http://www.rivierazeitung.com/index.php/wirtschaftsartikel/items/steuer-schock-fuer-rentner.html

Hier schreibt Steuerberater Hergen Kassuba als Antwort auf die Frage "Wie können Sie helfen?" folgendes:

"Indem wir dem Finanzamt darlegen, dass die Rentner überwiegend von der deutschen Rente leben müssen. Wenn dieser Nachweis gelingt, werden die Auslandsrentner den Inlandsrentnern im wesentlichen steuerlich gleichgestellt, so dass sie ihr lebensnotwendiges Existenzminimum nicht mehr versteuern müssen."

Dass kann meine Mutter problemlos darlegen - ohne die Rente kann sie nicht überleben. Heist dass, das es noch Hoffnung gibt?

Danke und mit besten Grüssen, Martin

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Meine Betriebsrente wurde erhöht und nun droht Nachzahlung von Krankenkassen- sowie Pflegeversicherungsbeiträgen für 3 Jahre rückwirkend, ist das ok?

Guten Tag,

mein Vater hat einen Bescheid erhalten, dass seine Betriebsrente von 131,62 € auf 144,40 € erhöht wird.

Dazu sollte er eine einmalige Nachzahlung in Höhe von 485,64 € rückwirkend für 3 Jahre erhalten.

Dadurch überschreitet er nun die Beitragsuntergrenze, die sich auf 141,74 € beläuft.

D. h. er wird nun statt 131,62 € netto nur noch 118,63 € netto Betriebsrente erhalten (dumm gelaufen - man kann sich vorstellen, dass bei einer solch niedrigen Betriebsrente die knapp 13 € fehlen werden).

Nun muss er, lt. Bescheid der Betriebsrentenstelle, 898,32 € Krankenkassen- und Pflegeversicherung für die letzten 3 Jahre nachzahlen.

Ist das so richtig???

Nach meinem Rechtsempfinden wäre die Entrichtung der Versicherungsbeiträge für die Nachzahlung (485,64 €) korrekt. Und natürlich auch für die ab 01.11. erhöhte Rente, aber für 3 Jahre???

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