Müssen alle Banken Kreditbearbeitungsgebühren zurück erstatten?

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4 Antworten

Es werden mittlerweile immer mehr Banken, die sich bereit erklären, die Kreditbearbeitungsgebühren zu erstatten. Natürlich ohne Annerkennung einer Rechtspflicht.

Auf jeden Fall sollte jeder, der diese gGebühren bezahlt hat, einen Antrag auf Erstattung stellen. (Ausgenommen sind Baukredite)

Musterbriefe dazu gibts im Internet.

Auch hier kannst Du genaueres darüber lesen: http://www.test.de/Kreditbearbeitungsgebuehren-Banken-in-der-Schuld-4444333-0/

Zu dem Thema sind die Verfahren noch am laufen. Bisher haben acht Oberlandesgerichte Kreditbearbeitungsgebühren als unzulässig erklärt. Die Deutsche Bank und die Postbank haben dagegen jedoch Einspruch erhoben und verweigern die Rückzahlung bislang. Bei der Verbraucherzentrale bekommst du ein Modellschreiben mit dem du die Bank zur Rückzahlung auffordern kannst.

Ein frommer Wunsch !!!

Reine Theorie - in der Realität muss eine betroffener Kunde vermutlich Klage erheben.

Die Verbrauchermagazine bei ARD und ZDF sind voll mit entsprechenden Beispielen..., in den entsprechenden Mediatheken wirst du fündig....

Nö - damit liegst du falsch. Solange kein höchstrichterliches Urteil des BGH besteht müssen die Banken nichts zurück zahlen. Nur in Einzelfällen, wenn die Banken in speziellen Einzelurteilen zur Rückerstattung verurteilt werden.

Davon abgesehen gibt es auch hier eine Verjährungsfrist von 3 Jahren - also alle Kreditbearbeitungsgebühren vor 2010 sind nicht erstattungsfähig!

gammoncrack 28.02.2013, 20:41

Davon abgesehen gibt es auch hier eine Verjährungsfrist von 3 Jahren - also alle Kreditbearbeitungsgebühren vor 2010 sind nicht erstattungsfähig!

Darüber ist wohl das letzte Wort auch nicht gesprochen, da die Verbraucherschützer der Meinung sind, dass die Verjährungsfrist erst mit Ablauf des Kreditvertrages zu laufen beginnt.

Deswegen kann man weder sagen, dass das so richtig ist, aber auch nicht, dass das falsch ist. Auch hier wird das sicherlich noch gerichtlich geklärt werden.

Gemäß § 199 BGB beginnt die regelmäßige Verjährungsfrist mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt hat

Wenn der Gläubiger also erst jetzt von seinem Anspruch erfahren hat, sieht es möglicherweise anders aus.

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