Mündliche Jobzusage bekommen, aber jetzt kommt nix mehr?

2 Antworten

Ein Arbeitsvertrag kann mündlich geschlossen werden, wenn er denn geschlossen worden ist. Da ist nämlich die erste Hürde.

Wenn ausdrücklich ein schriftlicher Vertrag abgeschlossen werden soll, dann fragt es sich, ob vorherige Gespräche denn wirklich mit Rechtsbindungswillen geführt wurden. Man müßte das in allen Details klären.

Das nächste Problem für Dich ist dann der Nachweis: Selbst wenn man einen Rechtsbindungswillen bejaht und somit einen mündlich abgeschlossenen Vertrag annimmt, so würde die Nachweislast dafür bei Dir als Arbeitnehmer liegen. Da stehen Deine Chancen schlecht: Ich nehme an, dass Dein "Arbeitgeber" eine juristische Person ist. Dir gegenüber steht also z.B. eine AG oder eine GmbH als Anspruchsgegner. Die könnte in Deinem Fall gleich Zeugen für ihre Deutung des Gesprächs benennen. Du aber hast niemand. Sein eigener Zeuge nämlich kann man nicht sein.

Was man machen kann? Gerichtliche Schritte halte ich wegen der genannten Umstände für chancenlos. Schreib die Sache ab.

Ja Ich denke auch das ich das abschreiben und vergessen kann. Ist halt irgendwo nicht fair, aber was ist heutzutage noch fair? Schreib Ich halt wieder Bewerbungen! Danke für deine Antwort!

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Eine mündliche Vertragsschließung ist durchaus rechtlich bindend, aber de facto ist die Frage ob du wirklich bei so jemandem arbeiten wollen würdest, wenn es schon so losgeht. Ich würde mir lieber was anderes suchen.

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