monatlich geregelte Überstunden überschritten

2 Antworten

Hallo, fraglich ist die Rechtmäßigkeit einer per AV abgegoltene Mehrarbeit ohnehin.

" Überstunden mit dem Gehalt abgegolten – nicht für Geringverdiener ! "

http://karrierebibel.de/arbeitsrecht-sind-uberstunden-mit-dem-gehalt-abgegolten/

Soweit die Theorie, in der Praxis sieht es meist anders aus. Seine Rechte durchzusetzen scheitert oft an der Frage, ob ich mit meiner " dreisten " Forderung nicht auch meinen Arbeitsplatz verliere.
Gibt es einen Betriebsrat ? K.

Vielleicht besteht keine Klausel im Arbeitsvertrag, die die Vergütung von Überstunden regelt, aber es dürfte eine Betriebsvereinbarung geben. Frage doch mal beim Personalrat bzw. Betriebsrat nach.

Wenn die Bezugsgröße der Überstunden, die durch den Arbeitsvertrag abgegolten sind, "ein Monat" ist, dann wird dies auch so gerechnet. Werden in einem Monat also 10 Überstunden geleistet (50 Std.) und verbleiben im nächsten 10 Minusstunden (30 Std.), so fehlen Dir 10 Arbeitszeitstunden. Das allerdings wäre nur möglich, wenn es auch eine Gleitzeitregelung gibt, die wiederum typischerweise als Betriebsvereinbarung existiert.

Ich vermute mal, daß der Arbeitsvertrag Dir keine Vergütung von mehr als 10 Überstunden zugesteht, da diese ohne Genehmigung überhaupt nicht zu leisten sind. Mit anderen Worten: Du mußt die Regelarbeitszeit erbringen. In Ausnahmefällen können Überstunden anfallen, jedoch werden 10 Überstunden als mit dem Arbeitsvertrag abgegolten betrachtet. Mehr darfst Du nicht leisten, außer die Überstunden werden explizit angeordnet. Dann gibt es jedoch für angeordnete Überstunden auch eine Vergütungsregelung. Es ist also nicht Deine Entscheidung, mal etwas mehr als die 10 Überstunden zu arbeiten, sondern die Deines Vorgesetzten.

Kann ich geleistete Überstunden abbummeln?

Hallo Gemeinschaft!

Ich habe im letzten Jahr (12 Monate ab jetzt) ca. 35 Überstunden angehäuft, arbeite im Unternehmen sehr eigenverantwortlich und bin auch der einzige, mit Blick für das von mir betreute Thema.

Ich arbeite Peaks ab, mit mehr Zeit im Büro. Ich arbeite offiziell in Teilzeit, von daher sind Überstunden für mich unproblematisch, da ich super flexibel bin.

Nun wurde gesagt, dass lt. Arbeitsvertrag Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind. In einer anderen Abteilung haben aber 100 Leute Arbeitszeitkonten. Mit Minus- und Plusstunden. Arbeitsrechtlich ist die "Klausel" so oder so viel zu schwammig und es gibt diverse Urteile Pro-Arbeitnehmer.

Wie würdet ihr das kommende Gespräch mit der Geschäftsführung führen? Meiner Teamleitung sind die Hände gebunden, sprich es wird eskaliert nach oben.

Arbeitsrecht spielt für mich eigentlich eine untergeordnete Rolle, da ich bereit bin Mehrarbeit zu leisten, wenn ich sie für Notwendig und dem Unternehmenziel zugehörig empfinde. Ich erachte es sozial und moralisch aber als vollkommen verwerflich, die Waage hier einseitig zu belasten. Ich verkaufe ja meine Dienstleistung nur an jemanden, der ebenso Rechte und Pflichten hat wie ich. Ansonsten belastet mich das Thema immens emotional, da mangelnde Wertschätzung und scheinbar absolut keine Kenntnis meiner Fähigkeiten vorliegt. Ich bin nur introvertiert, leiste aber hervorragende Arbeit, die Ergebnisse sprechen ja für sich.

Emotionale Themen möchte ich aber, zumindest in der Diskussion außen vor lassen, mangelnde Wertschätzung zu erwähnen erachte ich als mein gutes Recht. Ich kann ja nichts dafür, dass sich andere nicht für die "Ebenen weiter unten" interessieren und scheinbar davon ausgehen, dass hier alle Lohnsklaven sind :)

Wie würdet ihr das handeln?

So frei von der Leber weg und aus dem Bauch heraus?

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