Moin, ich möchte mir meine Rente ins Ausland überweisen lassen, aber der Punkt 3 auf dem Vordruck raubt mir den Schlaf - was tun?

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6 Antworten

Auch wenn Du in D wohnen bleibst, kannst Du Pech mit Deiner Rente haben. Hierzu verweise ich auf diese Fälle:

http://www.focus.de/regional/essen/essen-rentenkasse-macht-fatalen-fehler-krankenkasse-bezahlt-chemo-nicht-grund-ist-ein-tippfehler_id_7612709.html

https://www.derwesten.de/staedte/bochum/bochumerin-90-wird-faelschlicherweise-fuer-tot-erklaert-und-bekommt-anderthalb-jahre-keine-rente-wegen-einer-kleinigkeit-id211886251.html

http://www.maz-online.de/Lokales/Oberhavel/Oranienburger-Klaus-Pieper-durch-Klinik-Fehler-versehentlich-fuer-tot-erklaert

Der Focus-Artikel verlinkt auf WAZ.de, aber er ist dort nur im gebührenpflichtigen Bereich lesbar.

Deine Ansicht, das Geldschulden Bringschulden sind, ist korrekt, allerdings nur für den Geltungsbereich des BGB, an der Grenze ist also Schluss.

Folge also dem Rat von Snooopy155: in D ein Konto zu behalten. Deine Ansicht mit dem erforderlichen Gerichtsurteil ist - gelinde gesagt - naiv. So sind die Spielregeln - aus gutem Grund! Siehe hierzu auch die Links von RHWWW.

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hartmut28001 24.09.2017, 14:56

manchmal frage ich mich, ob die leute lesen und folgerichtig umsetzen können. ich habe gesagt: um überzahlte beträge zurückzubekommen braucht auch die "deutsche post AG" einen gerichtsbeschluss oder eine entsprechende anweisung von mir liegt der bank vor. die haben keine richterlichen befugnisse oder sonderrechte, das ist eine private firma.

wenn es im BGB verankert ist, wozu wollen die das dann explizit genehmigt haben, macht doch nur sinn um sich aus der verantwortung stehlen zu können.

und es geht hier auch nicht um pech oder sonstiges !

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Willst Du unbedingt etwas zu dem Formular, oder einen konstruktiven Tipp?

Wenn ich in Deiner Position wäre (in ca. 2 Jahren werde ich es sein), würde ich mein Konto in Deutschland lassen und entweder mit der Karte abheben (ich habe für das Ausland wenig Gebühren), oder mir das Geld dann selbst überweisen.

Aus jeden Fall bin ich flexibler, als hätte ich nur das Auslandskonto.

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Du kannst ja nach wie vor ein Konto bei einem deutschen Kreditinstitut beibehalten und die Rente dorthin überweisen lassen, wenn Dir die Konditionen für eine Auslandsüberweisung des Rentendienstes nicht zusagen. Aber es ist doch mehr als logisch, dass man grenzüberschreitend keine Sicherheiten übernimmt.

Bedenke auch, dass mit der Auflösung des Wohnsitzes in Deutschland nur noch ein niedriger Steuerfreibetrag gilt und damit Deine Rente deutlich mehr besteuert wird.

Auch wenn Du in Deutschland einen Wohnsitz hast wird Dir automatisch zuviel gezahlte Rente zurückgebucht ohne Dein Einverständnis einzuholen.

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hartmut28001 24.09.2017, 12:30

das kann ich mir nicht denken, dazu braucht es ein gerichtsurteil um mein konto abzuräumen.

ich vermisse bei euren antworten unisono die entsprechenden gesetze. mit meinungen und vermutungen ist mir leider nicht geholfen.

angeblich ist eine rente ja nun eine bringschuld, also ist mein anspruch erst erfüllt, wenn sie mir gebracht wurde. nicht ausreichend ist sie irgend wem lediglich zu übergeben. das versuche ich auch noch nachzuschlagen und werde das ergebniss posten.

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Hallo,

m. E. ist bei der Rückforderung im Todesfall hier § 16 der Rentenservice-Verordnung entscheidend:

https://www.gesetze-im-internet.de/postrdv/RentSV.pdf

Die Verordnung beruht auf § 120 SGB VI:

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb\_6/\_\_120.html

Gruß

RHW

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hartmut28001 24.09.2017, 15:11

das war der erste hilfreiche beitrag hier !!!

weder § 16 noch § 9 absatz 2 und 3 geben der post AG die berechtigung einen kontozugang zu erzwingen.

lediglich eine rückforderungsberechtigung an die bank im falle meines todes läßt sich ableiten, das stelle ich auch nicht in frage.

es geht primär um diesen passus:

Dazu habe ich das jeweils kontoführende Geldinstitut – mit
Wirkung auch meinen Erben gegenüber – beauftragt, die zuviel gezahlten Beträge an die Deutsche Post
AG, Renten Service, 50417 Köln zurückzuüberweisen.

da steht nix davon das der bezieher verstorben ist. also können sie hier auch zu lebzeiten ohne das vorherige wissen des beziehers zugreifen und das ist doch wohl voll daneben.

desweiteren stell ich auch nicht in abrede, dass überzahlte beträge zurückzuführen sind. ich will nur herr in meinem hause bleiben um es mal so auszudrücken.

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hartmut28001 24.09.2017, 15:56
@RHWWW

jau danke, werde ich mal probieren.

um nochmal auf den punkt hier zu kommen:

Ich erkläre, dass der Anspruch erfüllt ist, wenn die Leistung in der vorstehend von mir gewünschten Form
angewiesen wird.

der weg des geldes ist folgender, rentenservice zahlt an die bundesbank, von da geht es zur transferbank (standart shatered oder ähnliche) und die letztlich schickt es zu meiner bank.

wenn auf diesem wege irgendwer murks macht, dann sagt der rentenservice: "wir sind raus, hast du ja unterschrieben!". das hat zur folge das ich im regen stehe, denn weder die bundesbank noch irgenwer in der kette wird mir antworten oder ... . da muss die absendende bank, in diesem falle der subunternehmer der rentenversicherung ran. die deutsche post AG (aktien gesellschaft)
abteilung rentenservice, welche ein privates unternehmen ist und sagt:
das der Anspruch erfüllt ist, wenn die Leistung in der vorstehend von mir gewünschten Form angewiesen wird.

DAS HAST DU UNTERSCHRIEBEN !!!

um das aufzudröseln und zu deinem anspruch zu kommen wird sich zeitaufwändig und nervenaufreibend gestallten.

ich find nirgends ein gesetz, das mich verpflichtet das hinzunehmen.

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RHWWW 24.09.2017, 20:17
@hartmut28001

Wenn es sich um einen EU-Staat (oder EWR-Staat) handelt, würde ich ggf. EU-Beratungsstellen kontaktieren.

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Ganz fatalistisch kann man sagen: Ohne Unterschrift gibt es keine Überweisung auf ein Auslandskonto. Ende Gelände.

Verstehen kann man den Rentenservice ja wohl auch. Wenn der Rentner dann irgendwo im Gemüsebeet verscharrt statt ordentlich beerdigt wird um die Rente weiter beziehen zu können, soll die Rentenversicherung wenigstens die Möglichkeit haben, bezahlte Renten rückbuchen zu können.

Die Gefahr mißbräuchlicher Rückbuchungen sehe ich im nicht.

Im übrigen darf ich Dein Augenmerk auch darauf richten, daß der Rentner selber die Rückbuchungsermächtigung widerrufen darf.

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hartmut28001 24.09.2017, 09:14

moin,

da habe ich in der praxis aber leider andere erfahrungen gemacht mit rückbuchungen. können sie ja gerne machen nach meinem tod, aber da es so da nicht so steht, ....

außerdem ist die post ag ein privates unternehmen !

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hab mich da falsch ausgedrückt, muss heissen:
ich habe da die befürchtung, dass es hierdurch möglich ist, ohne mein wissen gelder abzubuchen !

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