Modelle zur Hausfinanzierung

5 Antworten

Hallo sanniroc,

wichtig ist für Euch, dass Ihr nur Angebote miteinander vergleicht, die identisch sind. Da es sich in den von Euch genannten Varianten um unterschiedliche Darlehensarten (Variante 1: Kombi-Darlehen, Variante 2: Annuitätendarlehen) handelt, ist der Vergleich eher schwierig.

Natürlich habt Ihr bei der Variante, die mit einem Bausparvertrag kombiniert ist, eine längere Zinssicherheit. Es gibt allerdings auch Banken, die Euch bei einem Annuitätendarlehen eine längere Sollzinsbindung anbieten können. Das Zinsniveau ist aktuell immer noch historisch günstig, deshalb ist es empfehlenswert sich länger festzulegen.

Solltet Ihr Euch für eine Sollzinsbindung entscheiden, die länger ist als 10 Jahre, habt ihr 10 Jahre nach Vollauszahlung des Darlehens ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht. Das bedeutet für Euch, dass ihr das Darlehen dann unter Berücksichtigung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten kündigen könnt.

Bevor Ihr Euch für eine Finanzierung entscheidet, ist es sicherlich sinnvoll sich von verschiedenen Stellen ausführlich beraten zu lassen. Ich empfehle Euch, Termine bei weiteren Banken oder unabhängigen Finanzierungsvermittlern wahrzunehmen, um verschiedene Angebote zu erhalten. So wird bestimmt die richtige Lösung für Euch gefunden.

Ich hoffe, ich konnte Euch weiterhelfen und wünsche Euch alles Gute!

Viele Grüße

Melissa, Interhyp AG

Ganz ehrlich, ich kann diese Geschichte mit möglichst lange Zinsbindung etc gar nicht mehr hören...Wieso ist der die ganze Welt so erpicht darauf, eine 20 oder gar 30 jährige Zinsbindung zu bekommen? Ja klar hat man einen sicheren Zins und weiß, was man bis zur Abzahlung monatlich zahlen muss ABER: Rechnet ihr eigentlich auch mal die zusätzlichen Zinsen nach, die man zahlen muss, wenn man so eine lange Zinsbindung wählt? Da kommt man schnell von den 2,68% eff. Zins auf weit über 3%...natürlich ist es noch immer günstig im Vergleich zu den Vorjahren aber wenn man das Geld z.B. in Sondertilgungen investieren würde, würden mind. 50% der Leute langfristig günstiger davon kommen, auch wenn die Zinsen steigen.

Natürlich können/werden die Zinsen in 10 Jahren auch steigen, aber dann zahle ich für einen deutlich kleineren Kreditbetrag Zinsen...Bitte einfach mal vom Berater durchrechnen lassen ...ich denke bei baufi24.de gab einen guten Rechner, wo man auch mal sieht, wieviel Zinsen man solchen Summen eigentlich zahlt...

Also bitte die Tipps bzgl. langer Zinsbindung auch mal kritisch betrachten... ;)

Hallo,

ein Bauspardarlehen kann in manchen Fällen durchaus sinnvoll sein. Wenn das Bauspardarlehen hier richtig dargestellt ist (d.h. das Darlehen steht sofort bereits zur Verfügung, der Vertrag muss nicht erst abgeschlossen und bespart werden ?), ist das ein vernünftiges Modell.

Die beiden Restschulden kann man natürlich nicht vergleichen, die eine ist nach 10 Jahren, die andere z.T. nach 19 Jahren berechnet.

Für einen 100%-Finanzierung scheinen mir beide Varianten sehr in Ordnung.

Viel Glück

Barmer

Es fehlt mir die monatliche Belastung aus der Finanzierung die du tragen musst. Was mir sofort auffällt sind die kurzen Zinsbindungen und der Einsatz von Bauspardarlehen im ersten Vorschlag. Wenn du noch keinen Bausparvertrag hast, musst du einen Ansparen und bekommst einen Bauspardarlehen zur Vorfinanzierung. das ist dann einer der teuersten Varianten.

Das Finanzierungskonzept sollte so ausgelegt sein, dass der Zeitraum der Finanzierung so kurz wie möglich gehalten werden sollte. Denn man spart über die Dauer eine Menge Zinsen nicht unbedingt an der zweiten Kommastelle vom Zinssatz. Für vorteilhaft würde ich Zinsbindungszeiträume von mindestens 15 -20 Jahren halten. Die Aufteilung auf mehrere Darlehen mit unterschiedlichen Ausläufen wäre auch gut. D.h .dass du nach Ablauf des eines Darlehens auch das Darlehen getilgt hast oder die Restsumme aus zwischenzeitlich Erspartem tilgen kannst.. Natürlich darf man nicht die nötigen Liquidität aus den Augen verlieren. Es macht auch keinen Sinn so viel wie nur irgendwie möglich für die Finanzierung ausgeben. Den dann kann eine Veränderung im Leben schon zur Katastrophe werden (Arbeitslos, lange Krankheit, Wegfall eines Verdienstes). Es sollten auch die erforderlichen Versicherungen mit einbezogen werden Berufsunfähigkeitsversicherung und Risikolebensversicherung für beide Ehepartner. Es gibt kompetente Finanzberater, die arbeiten unabhängig mit einer Finanzierungsplattform und haben damit über 300 Banken zur Verfügung.

die Bank gibt allerdings nur maximal 10 Jahre Zinsbindung. ... Leider müssen wir auch eine 100% Finanzierung machen. ... leider kennen wir niemanden, der sich in der Materie auskennt....

Du kannst schon mal in Ruhe überlegen, wo Du in ca. 10 Jahren wieder zur Miete wohnen willst,

.... wenn Du nur eine Zinsbindung von 10 Jahren wählst,

.... wenn Du nicht auch überlegst, ob Euer verfügbares Nettoeinkommen überhaupt diese Finanzierungen verträgt, weil Du offenbar nur auf die Zinsen und nicht auch noch auf die Tilgungsbelastung schaust.

.... wenn Du nicht erkennst, dass die Restschuld der 1. Variante voraussichtlich viel zu niedrig errechnet ist oder Du Dir die finanzielle Gesamtbelastung in den ersten 10 Jahren gar nicht leisten kannst

.... wenn Du nicht die finanzielle Gesamtbelastung aus einer Bausparkomponente erkennst und

.... wenn Du Dir nicht endlich einen Baufinanzierungsmakler suchst.

Der Wechsel in die Mietwohnung im 11. Jahr ist ja nicht weiter schlimm, da Ihr dabei ohnehin kein Eigenkapital verlieren könnt, sondern um einige Erfahrungen (und Restschulden) reicher seid. Sarkasmus Ende!

Mal ehrlich: Wechsle sofort Deine beratende Bank, die unfähig ist, eine längere Zinsbindungs- dauer als 10 Jahre auf die Beine zu stellen. Dies ist übrigens auch ein Schwachpunkt der auf 10 Jahre begrenzten Zinsgünstigkeit des KfW-Darlehens! Es gibt übrigens über 35 Banken in Deutschland, die Dir eine mehr als 35-jährige Zinsfestschreibung anbieten.

Informiere Dich schon mal hier über Baufinanzierung:

http://www.test.de/Immobilienkredit-Zu-Traumkonditionen-ins-Traumhaus-4515375-0/

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank an alle für die Antworten. Eins vielleicht vorweg: Ganz dämlich sind wir nicht :-)

  • Wir waren bei einem Finanzierungsvermittler, von dem wir allerdings mehr als enttäuscht waren. Er hat uns auf keinerlei Risiken hingewiesen, wollte uns finanziell auf Heller und Pfennig ausquetschen und hat alles nur "schön gerechnet". Das halten wir für sehr unseriös.
  • Wir haben bei unterschiedlichen Banken angefragt, bei den üblichen Verdächtigen scheint eine lange Zinsbindung ähnlich schwierig zu sein.
  • Außerdem ist für alle Banken der Standort und die Bauweise des Hauses noch relevant. Sobald es ein Haus in Holzständerbauweise ist, ändern sich wieder alle Bedingungen.
  • Banken mit langen Zinsfestschreibungen waren im Vergleich hauptsächlich Hypothekenbanken, welche jedoch keine 100% Finanzierungen machen.
  • Unsere monatliche Belastung verträgt beide genannten Varianten sehr gut, unsere Maximalbelastung (immernoch mit etwas Luft nach oben) haben wir schließlich vorher ausgerechnet.

Wie auch immer, wir haben nun mit drei Leuten aus dem Bankwesen (die schon lange im Geschäft sind, nichts an uns verdienen möchten und die wirkliche Meinung sagen) gesprochen und sie haben uns alle zu einem reinen Annuitätsdarlehen geraten, was wir nun auch machen werden. Vielleicht können wir ja noch 15 Jahre Zinsfestschreibung aushandeln...

Wir danken allen für die Antworten und Meinungen.

Schöne Grüße

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@sanniroc

Ganz dämlich sind wir nicht :-)

Da mußt Du mir noch mal die Restschuldermittlung bei Variante 1 erklären;-)

So hat es der Bankberater .... leider kennen wir niemanden, der sich in der Materie auskennt....

Seit Freitag habt Ihr nun schon zwei zusätzliche Bankberater befunden. Hut ab! Die haben sicherlich viele Details erfahren, die hier vorher nicht genannt wurden. Das Holzständerbauwerk ändert nichts an der Verfügbarkeit einer 25-jährigen Zinsbindung, denn solange sollten diese Häuser mindestens dauern.

Unsere monatliche Belastung verträgt beide genannten Varianten sehr gut,

Das habe ich auch nicht direkt bestritten. Mich sorgte eher die Zeit nach der nur 10-jährigen Zinsbindung. Wenn Du dann die Zinsbelastung bei ca. 6 - 7 % p.a. plus Tilgung vertragen kannst, ist ja alles prima.

Guck bitte nochmal in den Testbericht, welche Banken was anbieten!

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