MOBBING - KÜNDIGUNG DOCH KEIN ARTEST

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6 Antworten

Es mussein wichtiger Grund vorliegen, die Sperrzeit nicht zu verhängen und das Arbeitslosengeld trotz Selbstkündigung sofort erhalten. . Ein wichtiger Grund, dass Du sofort Arbeitslosengeld erhältst,wäre zum Beispiel wenn Du wegen Mobbing gekündigt hast weil Dir dadurch relevante Nachteile entstanden sind. Dies ist jedoch schwer nachweisbar.

Hast Du also vor der Kündigung nichts unternommen, wie z.B. den Betriebsrat eingeschaltet oder Dich auf Grund des Mobbings krankschreiben lassen, hast Du so gut wie keine Chance, der Sperre zu entgehen.

Hallo MissesDeluxe! Ja stimmt, der Text liest sich schon etwas schwer, in deiner Situation durchaus nachvollziehbar. Ich denke Du befindest dich derzeit in einer akut, psychischen Ausnahmesituation ! Nach dem Motto " Alles muss raus " ! Natürlich beschäftigen einen solche Vorfälle wie Du sie hier schilderst und machen auf Dauer krank. Solche, ich nenne sie einmal Schikanen über einen längeren Zeitraum erdulden zu müssen, zerrt gewaltig an den Nerven. Irgendwann platz der Kragen, aufgestaute Emotionen machen sich Luft und es kommt ob gewollt oder ungewollt, zur Affekthandlung. In deinem Fall zu einer ungünstigen, der Eigenkündigung ! Ist nun mal passiert....... :-((

Wie reagiert das Amt bei der Situation!

" Sperrzeit " durch das Amt "? Entweder musst Du jetzt versuchen, den Mitarbeiter für dich und deine Situation zu sensibilisieren, möglichst ruhig und überzeugend Gründe anführen, die deine Handlungsweise rechtfertigt. Wenn Du Glück hast, triffst Du auf einen verständnisvollen Mitarbeiter, denn das Thema Mobbing ist nicht neu und sollte zumindest Berücksichtigung finden.

Oder,

wie hier schon erwähnt, eine Arbeitsunfähigkeit rückdatieren geht nicht ! Du könntest aber am Montag zum Hausarzt gehen, erklärst die Situation und bittest um eine kurze schriftliche Bestätigung aus der hervor geht, dass Du bereits am Do. ( mit entspr. Begründung ) die Sprechstunde konsultiert hast.

Mit solch einer ärztlichen Bestätigung hättest Du auf jeden Fall ganz andere Karten bei deinem Bearbeiter im Amt.

Ich wünsche Dir viel Glück ! K.

Das Amt reagiert auf solch ein unüberlegte schnelle Kündigung natürlich mit ein Sperre. Bei allem Verständnis was ich für deine Situation aufbringe, muss ich aber klar sagen, dass die sofortige Kündigung nicht klug war.

Ein Rat ist auch schwer, weil du schon Fakten geschaffen hast. Gibt es einen Betriebsrat oder bist du Gewerkschaftsmitglied? Dort könntest du noch mal um Rat fragen. du kannst auch versuchen Hilfe bei einem Anwalt zu bekommen.

MissesDeluxe 14.09.2013, 12:25

Ich habe nach 10 Std. arbeiten mit Aufsperren usw. sofort natürlich nach meiner Schicht zusätzlich mit 3 Leuten 2 Std. lang herumgestritten. Ich war irgendwann so durch das ich sogar 3 Monate ohne Hilfe bewusst in Kauf genommen habe.

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Kein Arzt darf rückwirkend eine AU bestätigen und "Mobbing" ist ohnehin keine Krankheit, sondern allenfalls die Folgen davon könnten einen Krankheitswert haben.

Ein fristlose Kündigung deinerseits bedarf schon einer sehr, sehr guten Begründung, damit das Amt die Kündigung als gerechtfertigt ansieht.

Eine solche Begründung lieferst du nicht einmal im Ansatz; und selbst eine nachträgliche AU, die m.W. sowie nicht bis Donnerstag rückwirkend ausgestellt werden darf, würde nichts daran ändern, dass eine Kündigung immer nur eine ultima ratio sein darf.

Wenn du mit Mobbing kommst, wird die erste Frage des Amtes sein: Was hast du dagegen bisher unternommen? Wieso war es dir nicht möglich oder wieso war es unzumutbar, etwas zu unternehmen, falls bisher noch nichts geschehen ist.
Wie man es dreht und wendet, durch deine Kündigung - möglicherweise im Affekt - hast DU die Ars.chkarte gezogen, AU hin oder her.

Eine Sperrzeit wird m.E. unumgänglich sein.
Zwar besteht die Möglichkeit, während einer Alg1-Sperre ersatzweise Alg2 (natürlich mit entsprechender Sanktion) zu erhalten; da du aber die Hilfebedürftigkeit mindestens grob fahrlässig herbeigeführt hast, wirst du das Ganze möglicherweise nur als Darlehen erhalten (wird unterschiedlich gehandhabt).

Das hat mehrere Konsequenzen:

Wegen "Mobbing" kann man nicht krankgeschrieben werden - höchstens wegen einer Depression. Und ein Attest der Hausärztin ist arbeitsrechtlich von geringer Relevanz.

Eigenkündigung, egal warum , hat immer !!! eine dreimonatige Sperre beim ALG 1 zur Folge.

Das mit dem Zettel und der Kündigung, das war ein kapitaler Fehler !!!

gegen "Mobbing" wehrt man sich mit externer Hilfe: da es bei Lidl und Co so gut wie keinen Betriebsrat gibt, muss man schon der Gewerkschaft beitreten. Das ist dir dringend zu empfehlen, allein schon weil du so Rechtsschutz in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten hast. ( oder hast du eine Rechtsschutzversicherung ???)

VirtualSelf 14.09.2013, 14:57

Eigenkündigung, egal warum , hat immer !!! eine dreimonatige Sperre beim ALG 1 zur Folge.

Was natürlich in jeder Hinsicht falsch ist.

Es gibt zahlreiche hinreichend wichtige Gründe für eine Eigenkündigung, die dazu führen, dass keine Sperrzeit ferhängt werden darf.

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