Mo2bilefunkprovider verlangt für 0,12€ Hauptforderung -> 62,-€ Mahngebühren

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5 Antworten

Mahngebühren sind nichts weiter als eine Form des Schadenersatzes. Bedeutet aber auch, dass bezifferter Schaden tatsächlich eingetreten sein muss.

Es gibt kein Gericht in diesem Land, welches für eine auf dem Postweg zugestellte Mahnung eine pauschale Mahngebühr von mehr als 2,50 € zugesteht.

Wer mehr Geld will muss nachweisen, das tatsächlich höhere Kosten entstanden sind.

Wenn du Online-Rechung vereinbart hast, ist es an dir diese zu überprüfen.

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Den Vertrag auf jeden fall kündigen und Einspruch gegen die Forderungen erheben, da sie sich sonst immer weiter summieren. Wahrscheinlich wirst du aber zahlen müssen, da sich die Versäumnismahngebühren nicht prozentual am Geldwert bemessen.

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Kommentar von laxnak
29.09.2013, 21:52

Danke für die schnelle Antwort.

Den Vertrag auf jeden fall kündigen und Einspruch gegen die Forderungen erheben, da sie sich sonst immer weiter summieren.>

Und wie sieht es aus, wenn der Vertrag erst zum 08.2014 gekündigt werden kann (wegen dem Kündigungstfrist)?

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Hallo,

da muss man den Vertrag kennen.

Zum Beispiel, ob man verpflichtet ist, den Kontostand/Schriftwechsel online zu überprüfen oder sich regelmäßig einzuloggen. Wenn das nicht explizit geregelt ist, gelten die Forderungen nicht als zugegangen.

Viel Glück

Barmer

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Kommentar von laxnak
29.09.2013, 22:36

Hallo,

im Vertrag steht, das die Rechnungen per Post zugeschickt werden. Irgendwann aber haben sie es auf online-Verfahren umgestellt (wie die schreiben - im April 2011) und mich (angeblich) in einem Brief darüber informiert. Daran kann ich mich zwar nicht mehr erinnern, muss es aber trotzdem (wahrscheinlich) so akzeptieren.

Um die Sache noch mal zu verdeutlichen - ich habe prinzipiell nichts gegen der Mahnung in meinem Fall, da ich nicht ganz unschuldig bin. Mich stört (und zwar sehr) die Höhe der angerechneten Gebühren und vor allem die Tatsache, dass sie diese "künstlich" angetrieben haben, bevor ich erst darüber wirklich informiert war. Ist ein solches Vorgehen "normal"? Hatte ich "Glück", dass ich nur 57,-€ zu zahlen habe und nicht 570,- oder 1570,- oder so. Ich meine, sie hätten ruhig die Sache nun weitere 30 Monate laufen lassen, dabei immer weiter 19,- € hinzu rechen, und erst danach mich anschreiben. Im Moment schiene es mir auch als möglich zu sein.

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Typisches Beispiel - wie Vergesslichkeit teuer werden kann.

Konkret man muss deinen Vertrag schon genau kennen, aber vermutlich hast du alle Vertragsunterlagen von 2007 schon vernichtet ?

Bei der Verbraucherzentrale wird gegen Gebühr die Forderung geprüft und es gibt auch vorformulierte Schreiben. Mit Sicherheit solltest du aber den Vertrag kündigen.

Du kannst natürlich gerichtlich gegen die Inkassogebühren angehen, aber das kostet ein Vielfaches der verlangten Gebühr.

Da du nicht ganz unschuldig an dieser Situation bist, gilt : Nicht stöhnen - sondern löhnen

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Kommentar von gammoncrack
29.09.2013, 21:33

Du kannst natürlich gerichtlich gegen die Inkassogebühren angehen, aber das kostet ein Vielfaches der verlangten Gebühr.

Warum muss er dagegen vorgehen? Es reicht doch, diese nicht zu zahlen. Er will ja nichts von dem Provider, sondern der etwas von ihm. Als muss der auch gerichtlich gegen den Fragesteller vorgehen, wenn, nach einem Mahnbescheid, Widerspruch erhoben wird.

Ich persönlich glaube nicht, dass hier geklagt werden würde.

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Kommentar von laxnak
29.09.2013, 22:03

Konkret man muss deinen Vertrag schon genau kennen, aber vermutlich hast du alle Vertragsunterlagen von 2007 schon vernichtet ?>

Doch, den habe ich immer noch...

Bei der Verbraucherzentrale wird gegen Gebühr die Forderung geprüft und es gibt auch vorformulierte Schreiben.>

Vielen Dank für diesen Hinweis.

Da du nicht ganz unschuldig an dieser Situation bist, gilt : Nicht stöhnen - sondern löhnen>

Würde das heißen, wenn mir jetzt z.B. nicht 57,- sondern 570,- € Mahngebühren in die Rechnung gestellt würden, hätte ich auch diese zahlen müssen, da ich "nicht ganz unschuldig bin"? Sich zu wehren, wäre also aussichtslos?

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Ich bin zwar kein Rechtsexperte, aber ganz sicher, dass du mit deiner Zahlung über 5,12 EUR einen RIESENGROSSEN FEHLER begangen hast!!

Hat was mit Anerkenntnis der Forderung zu tun.

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Kommentar von laxnak
30.09.2013, 09:44

Kann es so nicht nachvollziehen. Wieso denn? Die Sache mit der Mahnung ist ja prinzipiell berechtigt. Dadurch, dass ich die Rechnung noch nicht beglichen hatte, befand ich mich im Zahlungsverzug. Außerdem gehen die Gebühren für die Lastschriftrückbuchung auch auf mein Konto, da ich meine Bankverbindung beim Provider nicht aktualisiert hatte. Das alles ist aber normal, man darf ja vergessen, wo man überall die Einzugsermächtigung erteilt hatte. Mir scheint aber die Strafe dafür unangemessen hoch zu sein, deswegen weigere ich mich, die Mahngebühren zu bezahlen. Für die erste Mahnung, die mir wirklich zugegangen ist, gleich 62,-€ Mahngebühren zu verlangen, grenzt meiner Meinung nach an einer unberechtigten Bereicherung.

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