Mittelstandsanleihe: Strenesse wurde verkauft („gerettet“), trotzdem bleibt die Anleihe am Boden. Warum?

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Da muß man ganz genau hinschauen. Der Erwerber hat das Vermögen der Strenesse AG in wesentlichen Teilen übernommen und nicht das ganze Unternehmen:

http://www.wallstreet-online.de/nachricht/9160861-dgap-adhoc-strenesse-zukunft-gesichert-deutsch

Zu einer Bedienung der Anleihe ist nicht der Erwerber verpflichtet. Diese Anleihe ist vom Insolvenzverwalter nach den allgemeinen Regeln zu bedienen und insofern ist offenbar immer noch unklar, wie hoch die Quote sein wird.

Es ist in der Tat ärgerlich, daß es insofern keine Informationen gibt.


Vielen Dank, hab gar nicht so schnell mit einer Antwort gerechnet...

Ich habe zwar gelesen, dass Gebäude und Lagerhallen nicht gekauft sondern Angemietet werden sollen, kam mir auch irgendwie komisch vor..., hab mir dabei aber nichts weiter gedacht. Ich bin bis jetzt davon ausgegangen, dass die "Gläubigerversammlung" dem Verkauf zumindest in irgendeiner Weise zustimmen bzw. die Quote absegnen muss, die sich durch den Verkauf ergibt. (Wie bei dem Aufschub der Anleihenrückzahlung) Da die Gläubiger ja direkt von dem Verkaufserlös betroffen sind.

Kann es an der Stelle sein, dass eine Holding ein Unternemen einfach kauft (vielleicht auch "unter Wert"), ein paar Gebäude stehen lässt und die Gläubiger haben das Nachsehen oder täuscht das nur?

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@mfgPK

Es ist Sache des Insolvenzverwalters über die Verwertung des Vermögens des Gemeinschuldners zu entscheiden. Schon um nicht in die persönliche Haftung zu kommen wird der Insolvenzverwalter die Angemessenheit des Kaufpreises grundlich überprüfen und erforderlichenfalls dazu Gutachten einholen.

Geneppt worden sind die Anleiheinhaber mit Sicherheit nicht im Insolvenzverfahren.

Ob sie vorher, nämlich bei Ausgabe der Anleihe, geneppt wurden, kann ich nicht beurteilen. Auffällig ist insofern nur, wie schon von althaus dargestellt, daß viele mittelständische Unternehmen relativ zeitnah nach der Ausgabe von Anleihen insolvent wurden. Offenbar sind in vielen Fällen die wirtschaftlichen Verhältnisse zu rosig dargestellt wurden.

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@Privatier59

Ah... OK, das war die Information die mir noch gefehlt hat. Dann bin ich mal gespannt wo die Quote landen wird und ob ich noch mit nem blauen Auge davon komme. Vielen Dank auf jeden Fall für deine Hilfe.

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Evtl. kann Dir der Pressesprecher von dem Unternehmen was dazu sagen. Aber meine Erfahrung: Finger weg von Mittelstandsanleihen, denn in dem Segment wird gelogen und betrogen daß sich die Balken biegen. Habe selbst die Erfahrung machen müssen wie der Vorstand zu mir sagte, daß alles in Ordnung sei und eine Woche später Insolvenz angemeldet wurde. Ich kaufe nie wieder was vom Mittelstandmarkt. Seit 2010 sind über 20 Unternehmen pleite gegangen. Ich habe zumindest aufgehört zu zählen. 

An das ziemlich einfältige Publikum wenden sich Mittelständler nur, wenn sie wegen ihrer schlechten Kreditwürdigkeit entweder keinen Kredit mehr bekommen oder die Bank das hohe Kreditrisiko sich im Zins vergüten lassen will. 

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Vielen Dank für die Antwort.

Ja, das wird auch meine Erste und Letzte Mittelstandsanleihe gewesen sein...

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Anlagevorschläge Sparkasse

Einen schönen guten Tag !

Da unsere Deka-Anlage in vielen Jahren eine durchschnittliche Rendite von 0,6% gebracht hat, war mein Plan, diesen sechsstelligen Betrag zu verkaufen und bei einer Direktbank als Tagesgeld anzulegen.

Der Bankberater sagte aber, daß alle Direktbanken unseriös und unsicher sind und riet uns zur Anlage einer der folgenden 4 Anlagen.

Was haltet Ihr so davon?

1. Carrara Zuwachsanleihe 09n/2013

Helaba Landesbank Hessen-Thüringen HLB01L / DE000HLB01O

Laufzeit 6 Jahre

Zinsen= 1-2 Jahr = 1,5% Zinsen, 3.=1,6%, 4.=1,7%, 5.=1,8%, 6.=2%

Ausgabepreis = 100%

Rückzahlung = 100% des Nennbetrages am Ende der Laufzeit

Transaktionskosten = 1,2% des Anlagebetrages oder Mindestentgelte zzgl. weitere Kosten wie z.B. Börsengebühren

zzgl. laufende Kosten

Vertriebskosten = 1,5% des Nennbetrages

2. Inflationsanleihe 09a/2013

Helaba Landesbank Hessen-Thüringen HLB00y / DE000HLB00y5

Laufzeit = 8 Jahre

Zinsen = 1 Jahr lang 3%. Danach richtet sich der Zins an der Inflationsrate, mindestens aber 1%

Ausgabepreis = 101,50% (1,5% Ausgabeaufschlag)

Rückzahlung = 100% auf den Nennbetrag am Ende der Laufzeit

Transaktionskosten = 1,2% des Anlagebetrages oder Mindestentgelte zzgl. weitere Kosten wie z.B. Börsengebühren

zzgl. laufende Kosten

Vertriebskosten = 2,25% des Nennbetrages

3. Geldmarktfloater 09a/2013

Helaba Landesbank Hessen-Thürigen HLB00U DE000HLB00U3

Laufzeit = 8 Jahre

Zinsen = Mindestens 1,6%, Höchstens 4%

Ausgabepreis = 100,85% (0,85% Ausgabeaufschlag)

Rückzahlung = 100% auf den Nennbetrag am Ende der Laufzeit

Transaktionskosten = 1,2% des Anlagebetrages oder Mindestentgelte zzgl. weitere Kosten wie z.B. Börsengebühren

zzgl. laufende Kosten

Vertriebskosten = 1,85% des Nennbetrages

4. GIA- Rentenplan.

Gesellschaft für Industrieberatung AG

Man entscheidet selbst, ob und wieviel man sich ausschütten lassen möchte.

Oder wäre es besser, aufgrund der Steuerfreiheit beim Verkauf des Dekabestandes (Kauf vor 2009), alles so zu lassen wie es ist?

Herzlichen Dank

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