Mitmieter verweigert Zusammenarbeit mit Vermieter? Vermieter lässt mich nicht kündigen?

4 Antworten

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Es scheint wirklich eine knifflige Angelegenheit zu sein. Die Seite ist zwar schon älter, deckt sich aber mit privatier: “ es ist in der Rechtsprechung anerkannt, dass der aus der Wohnung ausgezogene Mitmieter vom in der Wohnung verbliebenen Mitmieter die Zustimmung zur Kündigung des Mietverhältnisses verlangen kann. Nur damit können Sie Ihre Haftung aus dem Mietverhältnis auch gegenüber dem Vermieter beenden. Verweigert der frühere Mitmieter die Zustimmung, so kann auch eine Klage auf Zustimmung erhoben werden. Das Urteil des Gerichts ersetzt dann die Zustimmung. (NZM 2001, 640-641)

Insofern müssen Sie gegenüber dem übrigen Mieter Ihren Anspruch auf Vertragsentlassung oder ggf. die Zustimmung zur Entlassung (Auflösung der Gemeinschaft verlangen § 749 BGB), sofern diese verweigert wird, gerichtlich geltend machen, um damit die Schuldhaftentlassung zu bewirken, denn der übrige Mieter ist verpflichtet Sie aus dem Mietverhältnis zu entlassen (i.E. BGH vom 16.03.2005, Az. VIII ZR 14/04).” https://www.frag-einen-anwalt.de/2-hauptmieter-einer-zieht-aus--f74113.html

vllt kommt man mit dem Mieterverein raus

Ja, raus werd ich kommen. Wenn ich die 3 Monate Kündigungsfrist einhalten. Das ärgert einfach nur, werde meine 1000€ Kaution , die ich anteilig von 1500€ Kaution bezahlt habe, nicht wiedersehen und kann dann noch Doppelt Miete zahlen durch die 3 Monate Kündigungsfrist.

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@FKrohl

Das ist wirklich ärgerlich. Das es mit der Kaution nicht so einfach läuft, hab ich auch gelesen. Der Mieterverein kostet ca 60 € pro Jahr. Wobei ich da guten aber auch weniger Einsatz erlebt habe. Ein Anwalt würde sich sicher mehr einsetzen, kostet aber auch wieder. Leider weiß man i.d.R. vor Vertragsabschluss nicht, worauf man achten muss, auch so bei Eheverträgen

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@Logis

Vielen Dank für die Antworten

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Handelt es sich um einen gemeinsamen Mietvertrag? Hier muss tatsächlich weder der Mitmieter noch Vermieter deinem Ausscheiden zustimmen. Gar einen Nachmieter vor die Nase gesetz hinnehmen. Und dann bleibt es bei dem gemeinsamen Vertrag.

Da bleibt dir tasächlich nur, den Mitmieter zu seiner Unterschrift unter eure gemeinsame, ordentlichen Kündigung aufzufordern und bei Weigerung durch Gerichtsbeschluss ersetzen zu lassen.

Bis dahin haftest du auch allein und in voller Höhe für Mietzahlungen und weitere Forderungen aus eurem Vertrag.

G imager761

Ja, ist ein gemeinsamer Mietvertrag. Ja, ich sehe das mittlerweile ein. Ich habe die A-Karte. Hab mich innerhalb damit fast beinahe abgefunden.

Der Vermieter hat das ja schon abgelehnt mich so aus den Vertrag zu kündigen, da meine Mitmieterin sich die Wohnung nicht alleine leisten kann (brauch 2100 € Gehalt um die Wohnung alleine zu bezahlen) und das hatte sie nicht. Will aber dieses erst beweisen wenn wir die ordentlich Kündigung abgegeben haben. Kann sich das jetzt alles für mich hinziehen, bin ich für die Wartezeit das ihre Daten da dann auch mal ankommen mit in der Pflicht.?

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@FKrohl
Kann sich das jetzt alles für mich hinziehen

Nein. Du forderst sie beweisbar und zugangssicher, etwa per Einwurfeinschreiben oder offener Übergabe mit Zeugen auf, "das beigefügte Schreiben eurer gemeinsamen, von dir bereits unterzeichneten Kündigung ihrerseits zuzustimmen und dir bis zum 30.06.2020 von ihr unterschrieben auszuhändigen" und kündigst an, "nach fruchtlosem Fristablauf einen Rechtsanwalt mit Wahrnehmenung deiner Interessen zu beauftragen." Und "weist sie vorsorglich darauf hin, dass sie sowohl die Kosten einer außergerichtlichen wie gerichtlichen Auseinandersetzung aus Rechtsgrund Verzugsschaden zu tragen hätte wie sämtliche Forderungen des Vermieters über das fürhstmögliche Beendigungsdatum 30.09.2020 hinaus als Schadensersatz."

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@imager761

Vielen Dank. Werde ich machen. Das von mir unterzeichnet Schreiben liegt auch schon vor und wird seit 2 Tagen ignoriert. Ich könnte echt nur noch heulen. Einschreiben wird sie einfach nicht annehmen, also werde ich jetzt andere Leute in den Blödsinn mit rein ziehen müssen.

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@FKrohl

Wie gesagt, erkläre ihr noch einmal die erheblichen Kosten, die ihr anfallen und die Unausweichlichkeit, dort mit Gerichtsbeschluss ausziehen zu müssen.

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Dann frag den Mitmieter mal, ob es ihm angenehm wäre, wenn du ihn auf die gemeinsame Kündigung er Gericht verklagst und er dann die Kosten dafür zu tragen hat. Denn darauf würde es hinaus laufen, wenn er nicht mit dir die Kündigung unterschreibt.

Der Vermieter muss dem Mietmieter keinen eigenen neuen Vertrag geben, dazu kann man ihn nicht zwingen.

Eine gemeinsam (!) angemietete Wohnung läßt sich nur von allen Mietern kündigen. Das ist Fakt.

Im Grunde bleibt Dir keine andere Möglichkeit als den Mitmieter auf Abgabe der Kündigungserklärung klageweise in Anspruch zu nehmen.

Einen Trick gibt es aber: Einfach den Mietanteil nicht mehr zahlen. Dann kündigt der Vermieter und zwar fristlos.

Beim letzten Versuch mit meiner Mitmieterin zu reden, bin ich von ihr und ihren Freund angeschrieen wurden wie dumm ich doch sei, ohne 3 Monate Kündigungsfrist komme ich nicht aus dem Mietvertrag. Ich wiederum versuche seit 9 Monaten sie zum abgeben ihrer Unterlagen zu überreden. Muss ich jetzt wirklich noch auf irgendwelche Fristen eingehen. Ich habe jetzt endlich einen neue Wohnung, die ich mir alleine leisten kann, mit WBS Förderung bekommen. Ich hatte ihr schon eine neue Wohnung gesucht, wollte sie nicht, ich hab Nachmieter gesucht, wollte sie auch nicht. Wenn ich jetzt einfach ausziehe, lediglich meine Einzugsermächtigung der Miete beim Vermieter kündige. Was passiert dann, kann sie mich auf das nicht Einhalten der Kündigungsfrist verklagen, selbst wenn sie bis keinerlei Absprachen, geschweige den ne Zusage für ihr Verbleiben in der Wohnung vom Vermieter hat.

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@FKrohl

Ja, euren gemeinsamem MV könnt ihr nur gemeinsam kündigen und der VM darf sich mit allen Forderungen auch nur an dich wenden.

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