Ich als Miterbin will in eine Wohnung des geerbten Hauses einziehen - darf der zweite Miterbe mir das verbieten?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Verbieten kann er es nicht, aber er muß seine Zustimmung geben, denn bei Erbengemeinschaften müssen die Beschlüsse einstimmig gefasst werden. Nur wenn eine Notmaßnahme vorgenommen werden muß, kann zum Erhalt der Immobilie auf die Einstimmigkeit des Beschlußes verzichtet werden. Dein Ansinnen, Teile anzumieten stellt keine Notmaßnhme im Sinne dieser Ausnahmen dar, auch wenn Dein Plan eigentlich die sinnvollste Lösung wäre.

Typisch für Erbengemeinschaften ist, dass die Erben einer Erbengemeinschaft selten alle einer Meinung sind und dadurch sinnvolle Lösungen verhindert werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
gneuvhemsa 16.08.2015, 16:20

Zitat: "denn bei Erbengemeinschaften müssen die Beschlüsse einstimmig gefasst werden"

Na ja, soweit ich weiß, gibt es Entscheidungen (z.B. Verkauf), wo einstimmig beschlossen werden muss, und andere Entscheidungen, wo Mehrheitsbeschluss reicht. Soweit ich weiß, gehört das Einziehen eines Erben zu letzterer Variante.

Mein Problem ist eben nur: Wie kriege ich die Mehrheit bzw. die hätte ich ja, wenn meine Mutter nicht dement wäre, denn sie schlägt mir regelmäßig von selbst vor, da einzuziehen.

Dumm gelaufen ... :-/

0

Hättest du konkret 1 Wohnung geerbt, dürftest du einziehen.

Aber dein 1/8. ergibt zudem nicht mal 1 der 3 Wohnungen.

Deine Mutter hat kein Stimmrecht, da sie unter Eurer Betreuung steht.

Mich wundert etwas, daß das Betreuungsgericht 2 Betreuer berufen hat, wie stellen die sich das mit Abstimmungen vor?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
gneuvhemsa 16.08.2015, 15:32

Vielen Dank für Deine Antwort :-)

Die untere Wohnung macht in etwa ein Achtel aus von der Gesamtquadratmeterfläche. Es sind eine riesige, eine normale und eine ganz kleine Wohnung, letztere wollte ich als Haushüterin beziehen.

Das Stimmrecht meiner Mutter wird, soweit ich weiß, stellvertretend vom Betreuungsgericht ausgeübt. Daher meine Frage, inwieweit es sinnvoll wäre, mit dem B-Gericht zu sprechen.

Ich meine, mal gelesen zu haben, dass bei Vermietung oder zumindest bei Selbsteinzug die Stimmenmehrheit ausreicht, bin mir aber nicht sicher ...

Deshalb meine Überlegung, ob das B-Gericht mich evtl. da unterstützen könnte?


0
gneuvhemsa 16.08.2015, 16:04

"zwei Betreuer"

Was soll das B-Gericht denn machen, wenn beide Geschwister die Betreuung beantragen? - Einen ausschließen?

Außerdem hat das B-Gericht in Vertretung unserer Mutter doch sowieso die Stimmenmehrheit, und außerdem sowieso die letzte Entscheidung bei allem?

0

Was möchtest Du wissen?