Mitbewohnerin droht mit Entsorgung der Möbel?

2 Antworten

Keine Ahnung, auf was für ein Pfandrecht sich B da berufen will. § 562 ff. BGB dürfte bei gleichberechtigten Mietern jedenfalls nicht greifen. Außerdem müsste erst mal eine Forderung geltend gemacht werden. Bisher habe ich deiner Frage nur entnehmen können, dass B jetzt A dazu auffordert, seine Gegenstände aus der Wohnung zu entfernen.

B hat einen Anspruch gegenüber A auf Entfernung der Gegenstände innerhalb einer angemessenen Frist (§ 1004 BGB). Wenn A dem nicht nachkommt, kann B die Gegenstände verwerten oder auf Kosten von A entsorgen nach den Vorschriften der GoA (§ 677 ff. BGB), ggf. auch nach anderen Vorschriften.

Um eine Entsorgung der Gegenstände noch abzuwenden, sollte A unverzüglich Kontakt mit B aufnehmen (ggf. auch telefonisch, dann aber möglichst mit Zeugen) und auf den späten Zugang des Schreibens hinweisen. Eine Wirksamkeit der Aufforderung und der Fristsetzung vor deren Zugang ist ausgeschlossen (§ 130 Abs. 1 BGB). Bitte einen Termin innerhalb der nächsten zwei Wochen nennen, bis zu dem A spätestens die Gegenstände abholen (lassen) wird.

Wenn B sich querstellt und die Gegenstände trotzdem entsorgen will, schon mal auf die Rechtswidrigkeit dessen hinweisen und Strafantrag und Schadensersatzklage ankündigen.

Sofern ein Telefonat unter Zeugen nicht möglich ist, bitte nach oder statt dem Telefonat anderweitig (schriftlich) Kontakt aufnehmen, bitte unbedingt mit Zustellnachweis (z. B. E-Mail mit DSN).

Woher ich das weiß:Hobby – Hobbyjurist - Grundwissen, garniert mit Recherche

Wozu braucht es da Geld oder Anwalt? Deine Freundin soll einfach ihre Sachen abholen (lassen) oder deren angekündigter Entsorgung stillschweigend zustimmen.

Wenn man aber Aufgrund der Coronakrise kein Geld verdienen kann ist es vielleicht schwer in ein anderes Bundesland zu fahren und Möbel abzuholen ;)

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@apollo1323

Die Möbel hätte A schon vor der Corona-Krise beim Auszug einfach mitnehmen können. So ist das vorgesehen, üblich und dann eigentlich gar kein Thema.

Es wurde nur eins. Denn nun muss man es bis zur Fristsetzung oder sie werden als wertloses Gerümpel entsorgt. Den Beweis des Gegenteils wird A dann nicht mehr führen können.
Inwiefern A es einen Miettransporter und/oder Hilfe von Freunden und zwei Tankfüllungen wert ist, darf B egal sein.

Für die ausgelegten Räumungs- und Entsorgungskosten verkauft B einfach einige wertvolle Stücke und das mit den beiden geliehenen Monatsmieten mag sie auch anders in Erinnerung haben. Wie kommt A auf die Idee, zwei Monate lang in ihrer gemeinsamen Wohnung eingeladen worden zu sein?

Ja, aber natürlich ist die Vorgehensweise gesetzlich anders bestimmt. Dummerweise die Beweislast mit kostenpflichtiger Klagabweisung einer etwaigen Klage der A auch :-O

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