Mit wie viel Geld bzw. Unterhalt sollte ein Student monatlich auskommen? Gibt es da Richtwerte?

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4 Antworten

Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden, der nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, beträgt in der Regel monatlich 640 € . Hierin sind bis 270 € für Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizkosten (Warmmiete) enthalten.

Dieser Unterhaltsbedarfssatz entspricht auch dem eines Kind mit eigenem Hausstand. Im übrigen ist das Kindergeld, soweit es noch bezogen wird, in voller Höhe auf den Bedarf anzurechnen. Ebenso sind Eigeneinkünfte auf den Bedarf anzurechnen. Handelt es sich jedoch um Einkünfte aus einem Ferienjob, ist die Anrechnung dieser Einkünfte streitig. Hintergrund ist, dass Studierende nicht verpflichtet sind neben ihrem Studium einer Nebentätigkeit nachzugehen, da es sich bei einem Studium in der Regel um eine Vollzeittätigkeit handelt. Damit würde der Studierende sogenannte überobligationsmäßige Einkünfte erzielen und diese wären an sich anrechnungsfrei. In diesem Zusammenhang ist jedoch von nicht unwesentlicher Bedeutung, dass durch Betreiben einer Nebentätigkeit sich häufig die Studiendauer verlängert und damit einhergehend auch die Unterhaltsverpflichtung mit der Folge, dass eine Anrechnung unter Umständen doch zu einem gerechteren Ergebnis führen würde.

BAföG hingegen ist unstreitig nicht auf den Bedarf anzurechnen.

WICHTIG: In den Bedarfsbeträgen (die sich aus der Düsseldorfer Tabelle ergeben, sind Beiträge zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung, sowie Studiengebühren nicht enthalten!!!

http://www.bafoeg-aktuell.de/cms/recht/unterhalt/kind-im-studium.html

Ich hatte mal einen Mandanten, der stank vor Geld, aber er war der Ansicht, seine Kinder müßten mit dem Auskommen, wa andere auch haben. Also bekamen seine Kinder exakt die Höhe vom Bafög.

Mehr als den Bafög-Höchstsatz dürfte der Student wohl nicht "verlangen" können, denn der ist ja gerade auf den studentischen Bedarf ausgerichtet.

Der Höchstsatz beträgt seit Oktober 2008 643 €.

BAföG in dieser Höhe gibt es aber nur, wenn der Student selbst kranken- und pflegeversichert ist, nicht bei den Eltern wohnt und die Miete höher ist als 218 €.

Diesen Höchstsatz bekommen nur sehr wenige.

Aber wenn ich lese ...weggehen, Heimfahrten, tanken etc..., dann habe ich meine Zweifel, ob das berücksichtigt wurde, denn ein eigenes Auto gehört wohl sicher nicht zum Standard.

zu meiner zeit war das mit dem "richtwert" einfach: mein vater meinte, ich müsse mit dem (damaligen) satz der sozialhilfe auskommen. entsprechendes wäre derzeit hartz4.

ich habe eine statistik im kopf - leider ist's lange her. angeblich braucht ein student in D im schnitt um die 800 euro im monat. bei städten wie münchen ist es ein wenig mehr, weil die mieten deutlich höher sind.

die meisten studenten arbeiten wohl auch nebenher oder in den semesterferien.

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