Mit wenig Geld in Immobilien investieren? Immobilienfonds?

2 Antworten

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Geschlossene Immobilienfonds haben sich mittlerweile hoffentlich auch für den letzten als hochriskante unternehmerische Beteiligung mit hohem Totalverlust- vor allem aber sehr hohem Verlustrisiko herausgestellt. Ungehebelte - also reien Eigenkapitalfonds - sehen harmloser aus, was aber wenig zu sagen hat.

Alle derzeitig offenen Immobilienfonds investieren in - allerdings verschiedene - Gewerbeimmobilien, was man bei der Risikobetrachtung berücksichtigen sollte. Sonst kann man das machen, wenn man nichts besseres findet. Wesentlich sinnvoller ist, sich etwas anderes zu suchen. Wer "muss" schon in Immobilien investieren?

Immobilienfonds (offene und geschlossene) sind durchaus als Geldanlage eine sinnvolle Option. Allerdings sollte man wissen, worauf man sich einläßt.

Bei offenen Immobilienfonds kommt es auf eine sinnvolle Historie des Fonds und eine gute Diversifikation der Immobilien über verschiedene Länder und Immobilientypen an. Es gibt zwei oder drei im deutschen Markt, die man durchaus kaufen kann und die solide Renditen von um die 3-4% p.a. liefern, d.h. die Inflation nach Steuern schlagen.

REITs sind Immobiliengesellschaften, die hohe Ausschüttungen vornehmen müssen. Sie sind daher ein indirektes Immobilieninvestment, das in vielen Ländern gute Erträge abwirft. Man kann im Mittel mit 3-6% Rendite p.a. rechnen.

Bei geschlossenen Fonds kommt es auf die Seriosität und Nachhaltigkeit des Fonds an, denn Betrüger und solche, die es werden wollen, gibt es leider genug. Manche dieser Fonds spezialisieren sich auf Gewerbe-, Wohn- oder Pflegeimmobilien. Andere diversifizieren oder bilden erst nach Zeichnung über einen Blind Pool die Immobilien ab. Renditen liegen je nach Fonds bei 4-8%. Es gibt auch Fonds mit höheren Erträgen (ich habe einen, der in US-Immobilien investiert und seit meinem Einstieg ca. 12% im Mittel p.a. liefert), jedoch sind dann auch die Rückschlagsrisiken höher.

Die erste Frage ist daher: warum willst Du in Immobilien investieren? Weil das cool ist? Weil es gerade noch November ist? Oder weil diese Assetklasse in Deinem Depot fehlt?

Für Anleger mit einem Portfoliovolumen unter 500 kEUR würde ich empfehlen, nicht mehr als 10%, eher weniger, in Immobilien zu stecken. Das wären offene Immobilienfonds und REITs, vielleicht zu gleichen Teilen, keine geschlossenen Fonds. Der letzte Punkt liegt an Mindestanlagesummen geschlossener Fonds, aber auch an den inhärenten Risiken.

Wenn wir mit steigenden Kapitalmarktzinsen rechnen, dann werden REITs in den jeweiligen Märkten darunter zu leiden haben, da einerseits Finanzierungskosten steigen und andererseits der Renditespread zu risikolosen Anlagen fällt.

Bedenke auch, daß wenn Du eine selbstgenutzte Immobilie besitzt, bereits ein signifkanter Teil Deines Vermögens in Immobilien investiert ist :-)

... jetzt würde mich nur noch interessieren, wohin die restlichen 90% (bei Deiner Beispielempfehlung) "fließen" sollten.

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@q6r7new

Na, das sollte jeder für sich entscheiden. Hier gibt es keinen Königsweg.

In meinem Depot liegen momentan ca. 71% Aktien, 21% Renten, 6% Immobilien/REITs, 2% Rohstoffe. Das sind gut 80% der Anlagen. Der Rest sind zwei Beteiligungsfonds und ein Hedgefonds.

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Hallo!

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Ich bin 31 Jahre alt und selbstständig. Ich habe 90.000 Euro Eigenkapital, wovon 40.000 Euro frei verfügbar sind. Weitere Sicherheiten [Lebensversicherung, Fonds, Edelmetalle, Immobilien] sind momentan nicht vorhanden.

Ich habe das Ziel, spätestens mit 45 ein Haus im Wert von circa 500.000 Euro zu bauen. Bis dahin möchte ich dieses Jahr 4 Wohnungen aus der Zwangsversteigerung kaufen. Wobei ich natürlich auf Top-Qualität und Wiedervermietbarkeit achten werde. Um diesen Wohnungskauf zu realisieren, werde ich 4 einzelne Immobilienkredite [für jede Wohnung einen] aufnehmen.

Mein Finanzoptimierer riet mir nun das Folgende:

  1. Die Rate für den Immobilienkredit möglichst gering ansetzen und NICHT so schnell wie möglich zurückzahlen. Das dadurch frei werdende Kapital sollte lieber in einen bzw. mehrere Immobilienfonds investiert werden. Mal angenommen, ich würde durch den Immobilienfonds 6 % Gewinn machen und nur 4 % Zinsen für den Immobilienkredit zahlen, hätte ich so 2 % zusätzlich an Gewinn gemacht.

  2. Durch die Zwangsverwaltung bekommt man die Wohnungen meist zu einem geringeren Preis als ihr Wert tatsächlich ist. Der einfachheithalber sagen wir mal: Eine Wohnung ist 50.000 Euro wert und ich bekomme sie für 25.000 Euro. Ich sollte mir aber dennoch einen Immobilienkredit über 50.000 Euro geben lassen und das so zusätzlich gewonnene Geld in einen bzw. mehrere Immobilienfonds investieren.

  3. Rein theoretisch könnte ich eine der 4 Wohnungen ohne Kredit finanzieren. Mir wurde jedoch dazu geraten, alle 4 Wohnungen zu finanzieren, da Kredite gerade sehr preiswert sind. So könnte ich das Geld für die 4. Wohnung, die ich eigentlich selbst zahlen könnte, wiederum anderswo investieren.

Was haltet ihr von diesen Tipps? Auch im Hinblick auf das Haus, was ich später bauen möchte.

Habt vielen Dank für eure Ideen und Anmerkungen!

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