Mit welcher Versicherung kann man die Kosten für eine Kur absichern?

3 Antworten

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Grundlage einer Leistung aus einer Unfallversicherung ist die Definition des Unfallbegriffes. Nicht alles was man selbst als Unfall definiert ist im Sinne der Bedingungen ein Unfall.

Die GKV, ich gehe jetzt einmal davon aus das du in der GKV bist, leistet hier noch relativ umfangreich.

Man muss grundsätzlich zwischen Anschlussheilbehandlung, Reha u. Kur unterscheiden.

Eine Kur in der GKV genehmigt zu bekommen ist schwierig. In der privaten Unfallversicherung werden meist auch nur Anschlussheilbehandlung und Rehamassnahmen versichert.

Eine Anschlussheilbehandlung ist in der GKV relativ schnell zu bekommen. Die Reha Massnahmen hängen von der Art der Reha und der Notwendigkeit ab. Hier kommt es regelmässig zu Streitigkeiten. Noch schwieriger wird es eine Kur genehmigt zu bekommen.

Grundsätzlich lässt sich dieser eine Punkt auch nicht in einer Unfallversicherung einschliessen. Man sollte sich anschauen was die Unfallversicherung wirklich leistet, wie Unfall definiert und kann dann einen Tarif wählen der dies mit beinhaltet.

Allerdings besteht auch die Möglichkeit Kurtagegelder abzuschliessen die halt nicht nur nach einem Unfall zahlen. Ob das jetzt sinnig ist muss eine Beratung zeigen. Letztendlich sollte man, meiner Meinung nach, immer zunächst existenzielle Risiken absichern. Und dazu ist heutzutage kaum noch jemand ausreichend in der Lage.

Dagegen sichert man in der Realität "kleinere" Risiken ab und vernachlässigt die "großen" Risiken.

Das kommt darauf an, wie man versichert ist und warum die Kur nötig ist.

Es gibt Vorsorgekuren - ambulant und stationär - und Rehabilitationen, als Sonderfall davon die AHB, die in unmittelbarem Anschluss an eine KH-Behandlung stattfindet (und am ehesten zu der Frage passt). (Die Bezeichnungen differieren je nach Träger.)

Die gesetzliche Krankenversicherung kennt alle diese Formen als Leistung, immer mit Höchstgrenzen bzw. Selbstbeteiligungen. Die meisten Kuren zahlt allerdings der Rentenversicherungsträger.

Die private Krankenversicherung zahlt nur Leistungen für Anschlussheilbehandlungen und die oft nur auf Kulanz. Man kann allerdings fast überall ein Kurtagegeld abschließen. Ob das immer reicht, ist eine andere Frage.

Kurtagegeld extra abschließen? Das ist das was eigentlich kein AN braucht.

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@Helge001

Kulanz ist kein vertraglicher Anspruch, das Wort sollte man bei einer PKV ganz schnell vergessen. Bei einer PKV erfolgt die Absicherung für AHB über Kurtarife bzw Kurtagegeld. Insofern ist der Begriff irreführend. Solche Zusatzbausteine belasten das Budget mit etwa 1 bis 2 Euro im Monat und nach einem Schlaganfall ist jeder PKV Versicherte dankbar, wenn die 2 Euro Monatsbeitrag die Kosten der AHB übernimmt. Da die Rentenversicherungstraeger AHB übernehmen und erst nach einer Wartezeit von fünf Jahren die Kosten übernehmen ist auch in den ersten fünf Jahren eine Absicherung für GKV versicherte sinnvoll, wenn nicht der eigene Geldbeutel oder der der Eltern bzw Kinder herhalten sollte.

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Es gibt einige wenige private Unfallversicherungen, die Kurbeihilfe sowie Reha-Beihilfe automatisch einschließen (aber nur bei Unfall). Diese müssen aber medizinisch notwendig gelten. Hast du eine private Krankentagegeldversicherung bieten einige auch diese Zusatzleistung, unabhängig von einem Unfall.

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