Mit welcher Geldanlage kann ich als Rentner Steuern sparen?

6 Antworten

Das ist ja eine sehr dürftige Sachverhaltsdarstellung:-( Es fehlt bspw. die Angabe des überwiegenden Aufenthaltsortes, des verfügbaren Geldbetrages, Deines Einkommens und Deiner Ausgaben und ich kenne Deine persönliche Lebenserwartung leider nicht. Aber einzig Steuern zu sparen kann kein sinnvolles Lebensziel sein, da muss noch ein anderes Ziel her, z. B. beim Spenden für wohltätige Zwecke.

Aber Ideen für eine "Geldanlage, um Geld und Steuern zu sparen" gibt es schon:

  1. Strom- und Gasversorger wechseln; das kostet nicht mal etwas und spart Dir Kosten und Mehrwertsteuer:-) Vielleicht findest Du auch einen seriösen Anbieter, der Deine Jahresvorauszahlung anständig "verzinst".
  2. Versicherungsprämien jährlich (und nicht mehr monatlich) zahlen; das bringt eine Beitragseinsparung von 2 - 3 % p.a. und spart Versicherungssteuer. Versicherungsschutz -und -geber überprüfen!
  3. Stromverbrauchende Geräte und Lampen überprüfen auf Energielabel A+++, LED-Birnen verwenden; das kostet relativ wenig. In beiden Fällen sparst Du Kosten und somit Mehrwertsteuer.
  4. Beim Tanken bei günstigen Anbietern zur rechten Zeit unter Nutzung einer Tankpreisvergleichsseite sparst Du Kosten, Mineralöl- und Mehrwertsteuer.
  5. Bei der jährlichen Steuererklärung die Günstigerprüfung bei den Kapitaleinkünften und die Kostenangabe der haushaltsnahen Dienst- und Handwerkerleistungen nicht vergessen.

Mit einem Sparbuch: Bei einem Sparbuchzins von 0,01% lassen sich sagenhafte 8.010.000,00 Euro anlegen ohne  Steuern zahlen zu müssen.

Hände weg dagegen von Immobilien: Im laufenden Betrieb bringen vermietete Immobilien keine Steuervorteile. Wer das Gegenteil behauptet, leidet an Rechenschwäche. Um 1 Euro Steuervorteil aus Werbungskosten zu generieren, muß man mindestens 2 Euro Aufwand betrieben haben. Hinsichtlich der AfA ist es noch schlimmer. Da kommen oft 8 Euro auf einen Euro Steuervorteil und der verteilt sich dann auch noch auf Jahrzehnte. Da wäre es besser und sicher auch amüsanter, das Geld sinnlos zu verprassen.

Ob man die Immobilie dann nach Ablauf der 10-jährigen Spekulationsfrist dann gewinnbringend verkaufen kann, weiß man nicht. Vor allem könnte es Senioren passieren, diesen Tag gar nicht mehr zu erleben.

Gold, Edelsteine, Antiqutäten oder Oldtimer könnte man bereits nach einem Jahr verkaufen ohne den Gewinn mit dem Fiskus teilen zu müssen. Dumm nur, wenn sich der Markt nicht so entwickelt wie man sich das vorstellt oder wenn man sich wertlosen Schrott hat andrehen lassen. Also auch kein Konkurrent zum Sparbuch.

Mit einer fremdgenutzten Immobilie, die mehr an Werbungskosten verschlingt, als sie an Bruttomiete abwirft.

Dann wären die Einkünfte aus V+V negativ und würden mit positiven Einkünften verrechnet. Steuerlast sinkt.

Fragwürdig bleibt das ganze dennoch.

Der Sinn einer Geldanlage ist IMMER die Kapitalvermehrung und die laufende Rendite.

Steuern sind immer ein Nebeneffekt. Es ist nicht klug seine Investments dahingehend auszurichten den möglichst höchsten Steuerspareffekt zu haben, wenn dies zu Lasten der Realrendite geht.

An eine inviduelle Beratung ist kaum zu denken ohne weitere Angaben.

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