Mit Wein Geld verdienen?

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3 Antworten

Hier das Rezept für Weinspekulanten:

Die Weine der Spitzenhäuser heißen heute Blue Chips, und Käufer unterscheiden zwischen „Investment Grade“ und „Consumption Grade“. Neben der Liv-ex gibt es die Weinbörse Uvine, und wer sich die Auswahl der Blue Chips nicht zutraut, kann auf eine wachsende Zahl von Fonds zurückgreifen.

Das gilt zumindest international. Während es in Deutschland nach einer Reihe von geschlossenen Fonds derzeit keine Beteiligungsmöglichkeiten gibt, entstehen anderswo neue Weinfonds. Anders als die Fonds deutscher Machart, die vielfach bessere Einkaufsgemeinschaften waren, sind britische und amerikanische Fonds hedge-fonds-ähnliche Konstrukte, die allein auf Rendite fokussiert sind. Investoren bekommen den Wein, in den die Fonds investieren, in der Regel nie zu Gesicht.

Die Fonds machen sich die wichtigste Eigenart des Weinmarkts zunutze: Das Angebot an Spitzenweinen ist endlich. Die Top-Châteaus können nur eine begrenzte Zahl von Flaschen produzieren. Weil über die Jahre ein Teil der Flaschen eines Jahrgangs getrunken wird, sinkt das Angebot weiter. Eine konstante Nachfrage nach Spitzenjahrgängen – in jüngerer Zeit 1982, 1986 und 1990 – treibt die Preise fast automatisch nach oben.

Wenn Du in dieser Weise mit Wein Geld verdienen wolltest, dann müsstest Du schon sehr viel davon verstehen, einen ideal temperierten Weinkeller Dein eigen nennen und auch die nötigen Beziehungen haben, um an Interessenten heranzukommen, die ihrerseits Dir voll vertrauen, also sicher sein können, dass Du bei der Lagerung keine Fehler gemacht hattest.

Das scheint mir alles sehr spekulativ.

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