Mit 16 ausziehen um Hartz IV-Haushalt zu umgehen?


07.01.2020, 04:51

Falls es relevant ist, meine Mutter arbeitet und bekommt nur einen Zuschuss.

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Deine Denkweise ist unausgegoren, denn jetzt erhält Deine Mutter Hartz IV für eine Bedarfsgemeinschaft aus Euch beiden. Wenn Du ausziehst, dann gibt es keine Bedarfsgemeinschaft mehr und es reduziert sich die Wohnfläche die Deiner Mutter zusteht, außerdem ist es immer wirtschaftlicher für 2 Personen einen Haushalt zu führen, als für eine. Sehe es doch so, dass auch deine Mutter Vorteile hat, wenn Du einen Minijob ausübst, dann spart sie sich nämlich das Taschengeld. Das würdest Du ja auch weiterhin von Deiner Mutter erwarten, denn die Finanzierung einer eigenen Wohnung würde die Einnahmen aus dem Minijob + Kindergeld verschlingen.

Ist halt hart, dass mir die Motivation dazu genommen wird, weil ich ab 120€ nichts behalte. Ich finde absolut nichts was mir 120€ monatlich einbringen würde, suche seit zwei Monaten.

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@throwaway937

Dein Kernproblem ist, einfach die Rahmenbedingungen für den Hartz IV Bezug zu akzeptieren. Natürlich siehst Du täglich die Nachteile die sich für Euch beide daraus ergeben und Du möchtest Deinen Beitrag zur Verbesserung beitragen. Daher mein Rat, finde Dich mit der aktuellen Situation ab und tue alles möglichst schnell einen sehr guten Schulabschluß zu erreichen. Dann wird es Dir auch in Zukunft möglich sein, einen für Dich guten Beruf zu ergreifen. Und darauf wird Deine Mutter sehr stolz sein. Und dann kanst Du auch, falls nötig Deine Mutter noch immer zum Dank unterstützen.

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Hab vor einem Tag herausgefunden dass sie nur einen Zuschuss von 26€ erhält und kann mir nicht erklären warum sie immer noch ALG empfängt (- will aber nicht raus). Trotzdem Danke für die Antwort.

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@throwaway937

Wenn Deine Mutter wirklich nur ergänzend Hartz IV bekommt und keine Weiteren Lesitungen und auch ohne Hartz IV Bezug die Krankenversicherung gegeben wäre, dann ist ihr Verhalten für Aussenstehende nicht erklärbar. Dazu müßte man alle Details kennen. Andererseits sollte hier auch das Jobcenter auf deine Mutter dahingehend einwirken, dass der Hartz IV Bezug beendet wird

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Wenn du dich mit dem 450 € Job + den 204 € Kindergeld komplett selbst finanzieren kannst, ohne Hilfe vom Staat, kannst du sicher ausziehen. Den Mietvertrag wird deine Mutter aber für dich abschließen müssen, sowie alles andere, da du ja noch minderjährig bist.

Ich sehe dort aber eher keine Chance. Den Mietvertrag wird keiner schließen wollen, bei dem Einkommen.

Wie Dir bereits geantwortet wurde, ist das derzeit nicht sinnvoll, weil alles nur teurer wird und Du kein nennenswertes Einkommen hast. Aber Du machst demnächst das Abi.

Danach würdest Du ja entweder eine Ausbildung machen und Ausbildungsbeihilfe bekommen. Das wäre dann ein Zeitpunkt darüber neu zu entscheiden.

Oder Du beginnst ein Studium, mit Bafög als Kredit.

Es gibt auch das Duale Studium. Da wird man im Betrieb ausgebildet und macht parallel ein Studium. Da gibt es dann auch wieder Vergütungen, keine Kredite die man zurück zahlen muss. Dann wäre auch der Zeitpunkt das neu zu entscheiden, weil das ja auch meist an anderen Orten stattfindet.

Um so etwas umzusetzen braucht man immer einen Plan. Den solltest Du jetzt machen.

Weitere Stichworte sind: Werkswohnungen, Wohngemeinschaften, Wohnheime für medizinische Azubis.

Gut gemeint, aber nicht durchdacht.

So wird es doch nur noch teurer - abgesehen davon, dass Du niemals eine Wohnung bekommen würdest.

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