MiniJob: Sozialversicherung > 50 %?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du kannst statt einem Minijob einen Midijob annehmen (Verdienst zwischen 450,01 und 850,- €) im Monat. Dann fallen die Sozialabgaben anteilig an. Dann wärst du nebenberuflich selbständig und dies hätte keine Auswirkungen auf die Sozialversicherung.

Ansonsten gilt Gewinn aus Selbständigkeit + Minijob darf 450,- € im Monat nicht überschreiten, sonst ist Ende mit Familienversicherung.

Steuerlich ist dies allerdings im Gegensatz zum Minijob wieder relevant und wird der Summe der Einkünfte hinzugerechnet als Einkommen aus nicht-selbständiger Arbeit.

Woher ich das weiß:Beruf – § 34d GewO vorhanden

Wow, das ging aber schnell hier.

Tja, soviel Arbeit, dass ein MidiJob draus wird, hat mein Arbeitgeber zur Zeit leider nicht. Und für die Famlienversicherung zählt schon eine Grenze von 385 EUR.

Also: MIST! Da kann ich auch zu Hause bleiben! Mit diesen Ausgaben bin ich ja fast ein 2-Euro-Jobber.

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Ist das korrekt oder muss man das anders sehen

Es ist vollkommen korrekt, denn sobald Du mit Deinem Gesamteinkommen 450 € überschreitest, bist Du selber für Deine Krankenversicherung verantwortlich.

Kann man sich in einem Minijob nicht "normal" sozialversichern

Nein, kann man nicht.

Alles weitere liest Du bei Kevin.

Hallo,

das ist fast korrekt, außer dass die Grenze 450 EUR sind, wenn ein Minijob beteiligt ist. Aber die überschreiten Sie ja auch.

Sie sollten versuchen, auf einen Midijob mit 451 + EUR zu kommen. Da tritt Pflichtversicherung ein.

Kann die Einspeisevergütung nicht auf jemand anderen übertragen werden ?

Hallo,

ergänzend zu der Antwort von "Kevin1905":

Die Einkommensgrenze zur Familienversicherung kann bis zu 2 Monate im Jahr überschritten werden. Bei schwankenden Einnahmen wird der Durchschnitt genommen. Am besten mnit allen Unterlagen zur Einnahmehöhe persönlich zur Krankenkasse gehen und die Sache klären. Bei einer gewerblichen Tätigkeit können ggf. die betrieblichen Kosten von den Einnahmen abgezogen werden.

Gruß

RHW

Hallo RHWWW,

wo steht das, mit diesen 2 Monats-Überschreitungen? In 2012 habe ich ja nur im Dezember diese Grenze gerissen. Das restliche Jahr über hatte ich ja nur die 200,- EUR aus der PV-Anlage.

Bei der Krankenkasse meinten sie, das mit den 2 Monaten gilt nur für rein gewerbliche Einmaleinnahmen. Bei Minijob + gewerblich müssen genau die Einnahmen in diesem einen Monat gewertet werden.

Da wäre es natürlich Klasse, wenn Du mir Quellen nennen könntest. Danke!!

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@Lukanne

Einkünfte, die von vornherein für nicht mehr als zwei Monate erzielt werden, sind als unregelmäßig anzusehen und schließen die Familienversicherung nicht aus. Bei Arbeitsentgelten, die im Rahmen einer kurzfristigen Beschäftigung im Sinne des § 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV erzielt werden, ist der Zwei-Monats-Zeitraum auf das Kalenderjahr der Beschäftigung begrenzt.

Quelle: Seite 18

http://www.vdek.com/vertragspartner/mitgliedschaftsrecht_beitragsrecht/familienversicherung/gr_gesamteinkommen.pdf

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@RHWWW

Danke! Damit werde ich noch mal bei der Krankenkasse vorsprechen. :-)

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Bei der Familienmitversicherung, die in der gesetzlichen Krankenkasse ja kostenlos ist, gibt es nun mal gewisse Einkommengrenzen für die mitversicherte Person, und zwar sind es bei einer geringfügigen (abhängigen) Tätigkeit 450 Euro und bei einer selbständigen Tätigkeit, liegt die Grenze bei 385 Euro, diese beiden SUMMEN kann man nicht addieren. Du kannst also nur Deine Selbständigeneinkünfte bis 385 Euro steigern, aber eben nicht zusätzlich einen Minijob annehmen. Oder Du müßtest Dich dann eben freiwillig versichern, was Dich aber, wie Du bereits geschrieben hast, 140 Euro im Monat an Krankenversicherungsbeitrag kostet. Die Sicht der Krankenkasse daher (leider) korrekt.

Hallo Rentenfrau, dass man als Familienversicherte nicht unendlich zuverdienen darf ist klar und logisch. Ursprünglich waren für den Minijob auch nur 150 - 200 EUR Verdienst geplant gewesen, bis dann plötzlich mehr Arbeit anstand. Leider aber nicht genug, um einen Midijob draus zu machen. Und so saß ich plötzlich in einer Sozialversicherungsfalle. Diese Gesetze sind ganz offenbar von Leuten gemacht, die sich um 3stellige Monatseinkünfte keinen Kopf machen müssen.

Ich danke Dir trotzdem!

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