Minijob bei ALG1 & ALG2 - wie viel darf ich behalten; Einkommenssteuer?

2 Antworten

Von den 500 Euro sind die ersten 100 Euro frei,
und von den 400 Euro sind 20% frei = 80 Euro. Du hättest also 180 Euro für Dich,
so ist es bei Hartz IV geregelt.

Du hast Dich hoffentlich intensiv im Internet schlau gemacht, was die Heimarbeit vergebende Firma angeht und auch die Art der Heimarbeit selbst (z.B. "Heimarbeit Kugelschreiber zusammenschrauben"). Vielen wird das blaue vom Himmel versprochen, und letztlich sitzen sie mit zusätzlichen Kosten da und sind verzweifelt.

Wenn Du selbst aber keine Ausgaben für die Ausübung der Tätigkeit hast, sondern z.B. Büroarbeit zu Hause machst, hast Du diesbezüglich wohl nichts zu befürchten. - Wenn andere schlechte Erfahrungen gemacht haben mit der Art der von Dir erstrebten Heimarbeit, wirst Du Erfahrungsberichte sicherlich finden. - Google dazu mit "Erfahrungen Heimarbeit" und setze die Firma hinzu und/oder die Art der Tätigkeit.

Und google mit

hartz IV gewerbe anmelden

hartz 4 kleingewerbe krankenversicherung

hartz 4 kleingewerbe finanzamt steuererklärung

so bekommst Du viele Informationen, die Dir weiterhelfen.

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Vorsorglich meine Hinweise für Arbeitslose (ALG 1 und ALG 2 / Hartz IV) und Aufstocker sowie Grundsicherungsbezieher - Du wirst leicht erkennen, was auf Deine Situation zutrifft:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird - sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen. (Achtung! Anlagen immer als Kopie einreichen. Falls ausnahmsweise mal ein Original verlangt wird, dann davon für die eigenen Unterlagen eine Kopie machen.) - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit

jobcenter unterlagen verloren

und lies auch dies:

Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

und

Die häufigsten Hartz IV Fehler der Jobcenter

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/die-haeufigsten-hartz-iv-fehler-der-jobcenter.php

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Deinen ePersonalausweis musst Du nicht kopieren lassen, alles Wichtige kann davon abgeschrieben werden:

Wann ist das Kopieren des Personalausweises erlaubt

https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/wann-ist-das-kopieren-des-personalausweises-erlaubt/

und

LDI NRW: Personalausweis kopieren oftmals nach DSGVO verboten!

https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/ldi-nrw-personalausweis-kopieren-oftmals-nach-dsgvo-verboten/

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Deine zur Bearbeitung Deiner Sache erforderlichen Bankbelege legst Du vor - sie werden eingesehen, aber NICHT fotokopiert - lies dazu dies:

Hinweise zur datenschutzgerechten Ausgestaltung der Anforderung von Kontoauszügen bei der Beantragung von Sozialleistungen

https://www.datenschutzzentrum.de/artikel/1109-Hinweise-zur-datenschutzgerechten-Ausgestaltung-der-Anforderung-von-Kontoauszuegen-bei-der-Beantragung-von-Sozialleistungen.html

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Immer wieder kommt es vor, dass Jobcenter / Sozialämter eine aktuelle Mietbescheinigung vom Vermieter verlangen, obwohl Mietvertrag und letzte Mietanpassung eingereicht sowie Bankbelege mit den Mietezahlungen vorgelegt wurden - dazu:

Jobcenter Regensburg: Vermieterbescheinigungen verstoßen gegen Datenschutz

https://kanzlei-hhs.de/jobcenter-regensburg-vermieterbescheinigungen-verstosen-gegen-datenschutz/

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand / Ämterlotsen als Begleitung mitzunehmen. Dieser Ämterlotse muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

  • Ämterlotsen
  • Behördenlotsen
  • Behördenbegleiter
  • Hartz IV Mitläufer

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

In Hamburg z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

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A C H T U N G ! - sehr wichtig für Hartz IV-Bezieher:

Folge den Dir aufgegebenen Mitwirkungspflichten wie Bewerbungen schreiben, an Maßnahmen / Fortbildungen teilnehmen (auch falls Dir eine der Maßnahmen blöd, unsinnig oder für Dich unangemessen erscheinen mag). In solch einem Fall wende Dich an eine Arbeitsloseninitiative / Arbeitslosenberatung / Rechtsberatung. - Bezüglich fehlender Mitwirkung wurde das Gesetz für Hartz IV-Bezieher krass verschärft, und das kann sehr schmerzhafte finanzielle Folgen für Dich haben!

Das Jobcenter kann dann ihren "Kunden" berechnen, was das Jobcenter hätte sparen können, hätte der "Kunde" die Anweisung befolgt und dadurch Arbeit gefunden - und das nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für künftige Jahre. (Das ist also ein Schauen-wir-mal-in-die-Glaskugel-Gesetz, völlig gaga, leider aber real.) Und das kann sehr, sehr, sehr teuer für den "Kunden" werden.

U n d :

Sollst Du im Jobcenter eine Eingliederungsvereinbarung (EGV) unterschreiben, unterschreibe sie nicht dort, nimm sie mit nach Hause!! - Geh auf YouTube und gib dort ein: Eingliederungsvereinbarung. - So bekommst Du viele wertvolle Infos zu diesem Thema.

Das ist ja ganz lieb gemeint, beantwortet meine Frage aber nicht wirklich. In der Berechnung gehst du davon aus, dass ich nur ALG2 beziehe, allerdings beziehe ich ja auch ALG1...

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@EllaBella

hm, ob sich der Freibetrag nach ALG 1 oder ALG 2 berechnet, habe ich nicht herausfinden können. Hier wird ausgeführt, dass es bei ALG 1 einen Freibetrag vom Hinzuverdienst von 165 Euro gibt plus eine 30%-Pauschale gibt (was Dir wohl bekannt ist), und weitere Infos werden gegeben, die für Dich interessant sein können:

Hinzuverdienstgrenzen im Nebengewerbe bei ALG 1 und Hartz IV

(Hier auf finanzfrage.net geht mal wieder ein Link nicht raus - das nervt mich total. Kopiere deshalb die folgende Zeile und setze sie bei Google in die Suchleiste ein:)

gruenderlexikon news kurz-notiert hinzuverdienstgrenzen im nebengewerbe bei alg i und hartz iv

Es gibt viele Infos dazu, dass und wie man ALG 1 mit ALG 2 (Hartz IV) aufstocken kann. Aber es scheint keine Seite mit allgemeinen Infos oder Urteilen zu geben, aus denen zu erkennen ist, welche der Anrechenarten von Zuverdienst in Deinem Fall zugrundegelegt wird (habe wirklich sehr lange gesucht). - Es wundert mich, dass es zu Fällen wie Deinem keine Infos bezüglich Freibetrag vom Zuverdienst zu geben scheint. Normalerweise bin ich diesbezüglich ein "Trüffelschwein" und finde viele Infos zu diversen Themen.

Ich empfehle Dir, frage bei einer Arbeitsloseninitiative nach (google so).

Wohnst Du in Hamburg, hole Dir Rat bei der sehr guten Beratungsstelle Arbeitslosen Telefonhilfe 0800 111 0 444 (Handy: 040 - 22 75 74 73). Dort ist man zu Fragen rund um das Thema Arbeitslosigkeit sehr erfahren (die dürfen nur Hamburger beraten). und es dürfen nur selbst Betroffene anrufen (ich für Dich also nicht).

Der Link zu Kleingewerbe.de ist für Dich vielleicht auch interessant (siehe hier an @correct)

Weil Du schreibst, es ginge um einen Verdienst von 500 Euro, ist es demnach kein Minijob (Verdienstgrenze 450 Euro):

Google deshalb auch mit

unterschied minijob und midijob

Tut mir leid, Deine Fragen nicht vollständig beantworten zu können.

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Weniger wäre mehr.

Natürlich liest sowas langes wohl niemand.

Bei "google mal Kleingewerbe" stellen sich schon die Haare auf.

Es gibt kein Kleingewerbe!! Zum tausendsten Mal!!

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@correct

es mag ja sein, dass Dir meine Hinweise nicht gefallen. Ich gebe sie aber ja auch nicht Dir rein, sondern den fragenden Hartz IV-"Kunden".

Mehrere waren dankbar. Und einige schrieben: Hatten sie es vorher gewusst, wären sie nicht in der aktuellen Schwierigkeit.

Zum Kleingewerbe:

Weder mir noch Fragesteller hast Du dies 1000 mal geschrieben - also reg Dich ab. Und: google mit

www kleingewerbe de

(bin am Handy, Link lässt sich nicht einfügen)

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@cyracus

es mag ja sein, dass Dir Deine langen Hinweise gefallen - den Dauerusern gehen sie auf den Keks.

Wegen des Kleingewerbes hast Du also nachgezählt - na gut, es waren nur 500 mal.

Ich muss den Begriff nicht googeln - ich habe das Gesetz intus.

Kleingewerbe ist ein Begriff aus dem USt-Recht - hat also mit ESt nichts zu tun.

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@cyracus

Das ist eine von den verzweifelt gefundenen Quatschseiten.

Geh mal in eine Landesfinanzschule - wenn Du schon den Gesetzestext nicht findest.

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@correct

es mir völlig wurscht, was irgendeine Finanzschule dazu sagt. Landläufig ist "Kleingewerbe" ein viel gebrauchter Begriff. Das siehst Du ja schon, wenn Du mit dem Begriff googelst. Und siehe hier:

Finanzamt und das Kleingewerbe

https://www.steuerberaten.de/tag/finanzamt/kleingewerbe/

Du wirst ja wohl kaum von den hier Fragenden verlangen können, dass ihnen bekannt ist, was diese Schule so von sich gibt.

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@correct

Wenn ich eine Frage beantworten will, prüfe ich nicht nach, wie oft derjenige hier schon welche Fragen gestellt hat und ob ich und wie demjenigen vielleicht schon mal geantwortet habe.

Wenn solchen Fragestellern meine Antwort nicht gefällt, können sie sie links liegen lassen oder das, was ihnen bekannt ist, ignorieren.

Die Fragesteller bitten hier um Hilfe und bekommen kostenlos Antworten von Menschen, die anderen helfen, ohne sie zu kennen. Anstatt also über "zuviele" Infos zu meckern, dürfen die sich in Dankbarkeit üben.

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@cyracus

"Irgendeine" bildet Finanzbeamte aus - das kapiert fast jeder.

Landläufig ist was für Leute, die wirr in der Gegend rumgoogeln.

Dabei ist nichts einfacher, als jeweils das Gesetz zu fragen.

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@cyracus

Gerade die Gruppe, die Du vorhin angesprochen hast, liest sowas eben nicht.

Sie können ja oft nicht mal einen einfachen Brief richtig lesen.

Aber Du hast schon Recht - Deine Gliederungen kann man links liegen lassen.

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@correct

anstatt Dich über nebensächliche Begrifflichkeiten zu echauffieren, beantworte der Fragenden doch die noch offenstehende Frage. Davon hat sie sicherlich mehr.

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@cyracus

Der nebensächliche Begriff führt zu Millionenschäden.

Die Frage nochmal zu beantworten ist unnötig.

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Wer hat Dich denn da reingeritten - Du bist scheinselbständig.

? Ich habe den Job noch gar nicht angenommen und wenn doch, dann würde ich keine freiberufliche Tätigkeit anmelden, sondern ein Kleingwerbe. Die Frage dient dazu rauszufinden, ob sich dieser Job überhaupt für mich lohnt...

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@EllaBella

Es ist kein Job - es ist ein Scheingewerbe.

Finger weg.

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@correct

Was soll ein Scheingewerbe sein? Wenn ich den Begriff google, kommen nur Ergebnisse zur Scheinselbstständigkeit. Eine Freundin übt diesen Nebenjob schon seit fast einem Jahr aus und hat das als Gewerbe angemeldet. Weder das Ordnungsamt noch das Finanzamt hatte Einwände dagegen.

Abgesehen davon geht diese Diskussion an der gestellten Frage vorbei...

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@EllaBella

Wenn Du für einen Auftraggeber "arbeitest", so bist Du von diesem abhängig. Wo bist Du da selbständig?

Mag ja sein, dass es viele gibt, die glauben, ein Gewerbe auszuüben, nur weil sie eines angemeldet haben.

Aber wehe, wenn einmal aufkommt, was sie wirklich machen. Dann ist das Heulen und Zähnklappern gross - die Nachzahlungen enorm - der "Gewinn" im A...

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@correct

"wenn einmal aufkommt, was sie wirklich machen" - Finazamt und Ordnungsamt wissen bescheid und haben das Ganze abgesegnet

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@EllaBella

Haben sie nicht - diese Ämter wissen derzeit nur von einem Gewerbe (welches es aber nicht ist).

Mach nur - es ist Deine Angst - Dein Ärger.

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