Minijob ohne schriftlichen Vertrag und ohne bezahlte Urlaubstage?

2 Antworten

Schau mal hier: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/03_haushalt/01_grundlagen_minijobs_im_privathaushalt/05_arbeitsrecht/03_urlaubsanspruch/node.html

Selbstverständlich steht dir ein bezahlter Urlaubsanspruch zu.

Die Berechnung richtet sich nach den Tagen - nicht den Stunden - die du in der Woche arbeitest. Von daher dürften also keine Fehlstunden anfallen - außer du nimmst mehr Urlaub, als dir rechnerisch zusteht.

Es wäre halt auch gut zu wissen, ob der Arbeitgeber wirklich diesen Job bei der Minijobzentrale angemeldet hat. Einiges deutet darauf hin, dass es sich hier um Schwarzarbeit handelt. Eine Kurze schriftliche Anfrage bei der Minizobzentrale des Arbeitnehmers würde dann aber den Stein ganz schnell ins Rollen bringen und der Urlaubsanspruch wäre durchgesetzt.

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@Snooopy155

Diesen Verdacht habe ich auch. Interessant wäre zu wissen, ob bei einem Fake-Minijob überhaupt die vergünstigten Bedingungen gelten und der Arbeitnehmer nicht ganz andere Vergütungsansprüche hätte.

Zu Deiner berechtigten Anfrage: Möglicherweise war das dann aber der letzte Urlaubsanspruch bei diesem Arbeitgeber.

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Hallo,

im Minijob gelten alle arbeitsrechtlichen Regelungen wie bei anderen Arbeitsverhältnissen auch:

- Anspruch auf bezahlten Urlaub

- Anspruch auf Entgektfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit

- Kündigungsfristen (Kündigungsschutz in größeren Unternehmen)

- Anspruch auf Mindestlohn

- Recht (bzw. Pflicht zu) auf (unbezahlte) Mittagspause (nach 6 Stunden Arbeit)

Minijobs sind für Arbeitgeber so interessant, weil diese Punkte sehr oft nicht beachtet werden.

Wenn es im Unternehmen einen Tarifvertrag gibt, gelten dessen Regelungen u.U. auch (z.B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld).

https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/04_arbeitsrecht/03_urlaubsanspruch/basepage.html

Gruß

RHW

Freiwilliges, unbezahltes Praktikum (6Mon.) abbrechen.

Einen schönen guten Abend liebe Community.

Ich habe da ein.. Naja, Problem ist es weniger, mehr eine allgemeine Frage.

Für den Anfang folgende Ausgangssituation:

Ich habe am 15.09.11 ein freiwilliges Praktikum angetreten. Da ich momentan Arbeitssuchend bin und ein Praktkum in meinen Augen besser ist als zuhause zu hängen, war ich natürlich Froh, als ich eine Zusage bekommen habe.

Meine Chefin hat den Vertrag aufgesetzt, in dem festgehalten ist "ohne Entgeld", also auf gut Deutsch: Ich bekomme nichts. Nun gut, es ist halt ein Praktikum, ich bekomme Dinge gezeigt die ich noch nicht kenne und bin keine volle Arbeitskraft dachte ich.

Falsch gedacht. Ich übernehme alle Aufgaben, die vorher der 2 mal wöchendlich erscheinenden Aushilfe gedacht waren. Diese Aushilfe kommt deswegen jetzt nurnoch alle 2 Wochen 1 mal für 3-4 Stunden. Also werde ich von meiner Chefin aufs extremste ausgenommen. Täglich mehr als 8 Stunden Arbeiten (Was ja schon nicht erlaubt ist) und das alles umsonst. Jetzt habe ich aus familiären Gründen (schlimmer Krankheitsfall in der Familie) eine Woche Frei bekommen (mit viel nörgeln). Und die Woche ist noch nicht ganz rum, da ruft meine Chefin bereits an und sagt das Sie auf garkeinen Fall auf mich verzichten kann. Wo ich nur denke: "Hallo? Ich bin nur Praktikant und keine volle Arbeitskraft?!" Aber sobald ich auch nur ansatzweise etwas sagen will kommt von Ihr "Ja aber Herr XXXX, wir haben ja einen Vertrag!"

In meinem Vertrag steht eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende.

Meine Frage an euch schlaue Köpfe da draußen ist jetzt folgende: Gibt es für mich eine Möglichkeit kurzfristig aus dem Vertrag zu kommen, sodass ich bei meiner Familie sein kann um diese zu unterstützen?

Wollte mich eigentlich im guten trennen für ein anständiges Arbeitszeugnis, aber das werde ich jetzt wohl schon mal abhacken können.

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