Mindestanforderungen an ein Fahrtenbuch (Steuererklärung)

1 Antwort

Wenn Du das so machst, wird es schief gehen.

Am Jahresende wirst Du als Beispiel 11.326 betriebliche Kilometer haben, das Auto ist 19.478 km gefahren udn damit wirst Du im Verhältnis 11.326 : 8.152 aufteilen wollen.

Nur dieses Fahrtenbuch kann keiner auf Glaubwürdigkeit überprüfen.

Natürlich musst Du alle Fahrten aufzeichnen, zumindest mit dem Zweck "privat" wenn Du nciht eintragen willst, dass Du bei der Oma, in der Disco, in der Spielbank, oder bei einer Pegida Demo warst.

Ein Fahrtenbuch muss für die Gültigkeit fortlaufend geführt werden.

Ich habe dann ja auf der einen Seite betrieblich veranlasste Fahrten und auf der anderen Seite private Fahrten (dazu zählt auch die täglich Fahrt vom Wohnort zum Arbeitsplatz). Wenn ich also die betrieblich veranlassten Fahrten aufschreibe und am Ende des Jahres diese von den Gesamtkilometern abziehe, dann muss doch der Rest privat sein.. Wieso fehlt es dann an Glaubwürdigkeit? Wenn ich jede Fahrt aufschreibe, kann das ja auch keiner überprüfen und ich kann mir da was zurecht lügen..

Also es ist bei mir so: Beispiel: - 7500 km fahre ich 2015 von meinem Wohnort zur ersten Tätigkeitsstätte (diese würde ich mit 3500 * 0,35 [einfache Strecke] als Werbungskosten ansetzen - 2000km kann man dem Fahrtenbuch entnehmen, zusätzlich bestätigt der Arbeitgeber, dass diese 2000km dienstlich veranlasst waren. Die 2000km würde ich mit einem individuellen Kilometersatz ansetzen. - zusätzlich 5000km Privatvergnügen

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@jack90

Ganz einfach, weil die überprüfbarkeit fehlt.

Wenn laufend alles aufgeschrieben wird, kann man es z. B. mit den Inspektionsrechnungen vergleichen, wo ja auch die Kilometerstände festgehalten werden.

Bei Deiner Methode ist einfach keine Kontinuität der Eintragungen gewährleistet.

Aber Deine Frage war, wie das Fahrtenbuch geführt werden muss. Das habe ich geschildert.

Du kannst ja Deine Art betreiben und Dich dann mit einem Finanzbeamten über die Anerkennung auseinandersetzen.

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@wfwbinder

Na gut..

Wie würdest du es einschätzen, wenn ich das Fahrtenbuch wie folgt führe? Ist das überprüfbarer? Es ist kein Dienstwagen.

erste Tätigkeitsstätte = e.T. ;

Nummer1 1.1.15 - 7.1.15 50.100km - 50.900 privat ;

NUmmer2 7.1.15 e.T. - Ort B - Heimatort 50.900 - 51.000 ;

Nummer 3 8.1.15 - 18.1.15 51.000 - 51.700 privat ;

In "privat" sind sowohl richtig private, als auch Fahrten vom Wohnort zur ersten Tätigkeitsstätte und zurück enthalten.

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@jack90

Fahrtenbuch.

    1. Kilometerstand 50.111

08:00 Fahrt nach XXXX, Kunde Meyer, 50.182

12:00 Fahrt nach YYY, Kunde Schulze 50.232

14:10 Faht nach Hause 50.289

18:00 Fahrt Kneipe, Skat spilen (alternativ privat) 50.295 21:30 Fahr nach Haus 50.301

    1. ......... usw. usw.
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oder bei einer Pegida Demo

Führen die jetzt auch schon Motivwagen mit, wie beim Kölner Karneval? Das wäre doch mal was: zwischendrin ein paar Lkw mit Mohammed-Puppen drauf...

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Hat jemand Erfahrungen in diesem Bereich?

Ist zu vermuten. Denn wenn niemand Erfahrung in diesem Bereich hätte, wäre die ganze Konstruktion ja obsolet. Deshalb ist als sicher anzunehmen, dass jemand Erfahrung in diesem Bereich hat.

War das deine einzige Frage?

Vom Finanzamt habe ich bisher leider keine Antwort bekommen

Natürlich nicht. Man befragt ja auch nicht die Krankenkasse nach den Erfolgsaussichten einer Operation.

Wahrscheinlich mal wieder einen Sachbearbeiter von der Arbeit abgehalten, ohne dass es irgendjemandem genutzt hätte. Also genau das, was man im Job so herbeisehnt.

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@EnnoBecker

Ich kann aber meine Krankenkasse fragen, was ich einreichen muss, damit mir eine bestimmte Behandlung bezahlt wird.

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@jack90

Richtig.

Und du kannst dein Finanzamt fragen, was du einreichen musst, damit deine steuerlichen Pflichten erfüllt werden. Das ist, was das FA beantworten darf und kann.

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