Mietverhältnis

5 Antworten

Wesentliche Teile des Sachverhalts sind unbekannt. Daher versuche ich mal eine Interpretation:

Es kann sich wohl kaum um ein Mehrfamilienhaus handeln, denn da hat der Vermieter immer Schlüssel zur HausEINGANGStür. Vermietet worden ist also ein Einfamilienhaus. Dass der Vermieter in einen solchen Mietobjekt noch einen nur von ihm genutzten Kellerraum hat, ist mehr als ungewöhnlich. Aber wenn er den hat, dann muß er doch auch Zugang dazu haben. Er braucht also den Hausschlüssel. Der Fall weicht insofern extrem vom Standardfall ab, wo der Vermieter während der Mietzeit die Räume des Miters nicht betreten braucht und deshalb auch keinen Wohnungstürschlüssel benötigt und ihn ohne Zustimmung des Mieters auch nicht haben darf.

Zustimmung ist jetzt das Stichwort: Wenn sich der Mieter auf eine so extrem exotische Sachlage einläßt, dann kann er sich wohl kaum beschweren, wenn der Vermieter einen Eingangssschlüssel in seinem Besitz halten will. Ich glaube, da hat der Mieter einfach nicht gründlich genug überlegt als er den Vertrag unterschrieben hatte.

Wenn der Vermieter vertragsgemäß (Absprache mit wem???) einen Kellerraum nutzen kann, ist - aus meiner Sicht - auch die Schlüsselüberlassung zum Hauszutritt erforderlich und zulässig.

Die Schlüsselüberlassung für den Haus- und Kellerzutritt berechtigt allerdings nicht die Schlüsselüberlassung zur Wohnung des Mieters.

Ich habe bei Deiner Fragestellung die Befürchtung, dass Du den Sachverhalt nur unvollständig geschildert hast. Gerne erwarte ich Deine Ergänzungen hierzu.

Der Deutsche Mieterbund sagt dazu folgendes:

Der Vermieter muss einem neuen Mieter sämtliche Schlüssel aushändigen.

Nach Darstellung des Deutschen Mieterbundes (DMB) gehören nicht nur Haus- und Wohnungsschlüssel dazu, sondern auch Keller, Briefkasten und Garagen-Schlüssel.

Der Vermieter darf auch nicht „für alle Fälle“ einen Schlüssel zur Wohnung behalten. Überlässt ein Mieter dem Vermieter freiwillig ein Exemplar, darf dieser dennoch nur mit Einwilligung des Bewohners die Wohnung betreten.

Primus: Für eine Mietwohnung hast Du Recht mit Deiner Antwort. Aber die Fragestellung dreht sich um einen anderen Punkt, der nicht die Wohnung betrifft.

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@LittleArrow

Nach nochmaligem Lesen der Frage fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren: Haustürschlüssel ist nicht gleich Wohnungsschlüssel ;-)

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@Primus

^!^ :-)))))

Genau, der kleine Unterschied und doch, wie wäre es z. B. bei einem EFH/Bungalow mit nur einem Mieter? Siehe auch die Antwort von Privatier59.

Leider fehlen uns hier die ergänzenden Erläuterungen von Rickermann.

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@LittleArrow

In einem EFH würde ich davon ausgehen, dass sich dort kein zusätzlicher Kellerraum befindet, den der Vermieter weiter nutzen kann.

Wäre ja auch schön blöd, da die Eingangstür meist auch die Wohnungstür ist und ich dem Vermieter nicht gerne plötzlich und unerwartet gegenüberstehen möchte ;-)

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Hat mein Vermieter das Recht die Mietkaution für eine Gardinenreinigung als Teil der Endreinigung ohne (festgestellte Mängel) einzubehalten?

Hallo, ich bin Ende Januar aus meiner Wohnung ausgezogen. Der Mietvertrag wurde mündlich im beidseitigen Einverständnis frühzeitig aufgelöst, da ich einen vom Vermieter akzeptierten Nachmieter präsentieren konnte.

Nun kam vor kurzem die böse Überrschung als der Vermieter knapp 500€ der Kaution einbehalten hat. Grund dafür ist eine von mir unterschriebene Extraklausel im Hamburger Mietvertrag. Dort heißt es: "Bei Beendigung des Mietverhältnisses sind die Kosten der Endreinigung durch eine Reinigungsfirma vom Vermieter zu begleichen."

Nun setzt sich die einbehaltene Summe aus 115€ Grundreinigung durch eine Gebäudereinigungsfirma und 374€ für eine Gardinenreinigung zusammen. Die Grundreinigung stelle ich nicht in Frage, ein ähnlicher Betrag wurde mir beim Einzug auch angekündigt. Die 374€ für die Reinigung der Gardinen ist mir allerdings ein dicker Dorn im Auge. Bei der Schlüsselübergabe wurden keinerlei Mängel / Verschmutzungen erwähnt oder festgehalten. Die Gardinenreinigung wurde standardgemäß durchgeführt heißt es vom Vermieter nun. Mir wurden also weder Mängel angezeigt noch hatte ich die Möglichkeit potentielle Verschmutzungen selbst zu beseitigen.

Nun die Frage, darf der Vermieter diese Art von Summen für eine Standardreinigung einbehalten? Und noch wichtiger, kann unter der im Mietvertrage genannten "Endreinigung" eine Gardinenreinigung mit einbegriffen sein obwohl nicht eindeutig genannt? Wie sähen meine Chancen bei einer potentiellen Klage aus?

Da ich mit derartigen Rechtsstreitigkeiten noch nichts zu tun hatte, würden mich noch die potentiell nächsten Schritte interessieren. Erstmal werde ich den Vermieter postalisch auffordern den Betrag der Gardinenreinigung komplett zurückzuzahlen. Was wären dann die nächsten Möglichkeiten sollte er sich weigern? Gibt es bezahlbare Beratungsmöglichkeiten die der Streitsumme gerecht werden?

Würde mich über jede Hilfe / Meinung freuen.

LG, Gunnar

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