Mietrückstand gezahlt, was passiert nun mit der fristgerechten Kündigung genau?

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Zitat: Nachzahlen ist möglich War die Kündigung in diesem Punkt wirksam, so bleibt dem Mieter noch ein Chance: Er kann nachzahlen und so die fristlose Kündigung aus der Welt schaffen. Sie wird dann unwirksam, wenn „spätestens bis zum Ablauf von zwei Monaten nach Eintritt der Rechtshängigkeit des Räumungsanspruchs“ bezahlt wird oder sich das z. B. Sozialamt verpflichtet, die Mieten zu übernehmen (Paragraf 569 BGB, Absatz 3). Die Frist läuft, wenn die Räumungsklage zugestellt wird.

Aber es steht dort auch weiter:: Will der Vermieter in jedem Fall einen unzuverlässigen Mieter loswerden, so kann er mit der fristlosen zugleich eine fristgerechte Kündigung nach Paragraf 573 BGB aussprechen, und zwar wegen erheblicher Verletzung vertraglicher Pflichten. Dafür ist dann je nach Vertragsdauer eine Frist von drei bis neun Monaten beachten. Die rechtzeitige Nachzahlung der rückständigen Miete macht zwar die fristlose Kündigung unwirksam – nicht aber die fristgerechte, wie der Bundesgerichtshof in einem anderen Verfahren entschieden hat (Az: VIII ZR 6/04).

FAZIT: bitte schnellstmöglichst mit dem Mieterverein klären, ob in eurem Falle erheblicher Verletzung vertraglicher Pflichten vorliegt. Ist das der Fall, so müsst Ihr raus. Ist das nicht der Fall so könnt Ihr die Kündigung wegen Unwirksamkeit anfechten wenn Ihr alle Rückstände beseitigt.

quelle: http://www.focus.de/immobilien/mieten/mietrueckstand-wann-der-vermieter-kuendigen-kann_aid_475378.html

Wer hat denn in Sachen Wissen erfahrungsgemäß eher die Nase vorn: Der Mieterbund oder die Fachstelle für Wohnungserhalt und -sicherung? Letztere haben mich ja schon ein wenig verladen, mit der Aussage, die gesamte Kündigung sei mit Begleichen der Mietschulden hinfällig..daher bin ich auch eher geneigt, zum Mieterbund zu gehen.

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Die außerordentliche fristlose Kündigung wegen Zahlungsverzugs bedarf keiner weiteren Begründung als eben derjeingen, dass Verzug mit der Zahlung von 2 Monatsmieten eingetreten ist.

Wie aber ist in Eurem Fall die fristgemäße Kündigung begründet worden? Oder etwa garnicht?

Ganz konkret gefragt: Gab es früher schon einmal Beanstandungen vonseiten der Vermieterin?

Die fristgemäße Kündigung war in der Fristlosen enthalten, mit dieser Phrase "Ersatzweise kündigt unsere Mandantin Ihnen fristgerecht zum 30.09.2012." und "Widersprechen jetzt schon einer Fortführung des Mietverhältnisses." Alles mit der Begründung der Mietschulden.

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Ansonsten gab es keine Beanstandungen, wir wohnen, wie gesagt, erst seit Anfang des Jahres dort und haben uns eigentlich sehr gut mit ihr verstanden. Ein Mal hat sie vor ein paar Wochen gemeint, ich würde den Hausflur nicht oft genug staubsaugen, so wie der Rest des Hauses ihrer Meinung nach auch (sie selber hat ne Haushälterin und daher vielleicht höhere Standards) und hat das in der Nebenkostenabrechnung von vor zwei Monaten auch schriftlich erwähnt, aber jetzt nicht als große Mahnung, sondern eher als Ermahnung an alle.

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