Mietrecht bei Zwangsversteigerung

1 Antwort

Was kann ich jetzt machen?

Hier wären zwei Fälle zu unterscheiden: Bei einer Anfechtung des Mietvertrages durch die Bank, den der Vermieters mangels Eigentumsrecht erst garnicht abschliessen durfte, wäre er von Anfang an nichtig und da muss schnellstens etwas anderes gefunden werden. Einen theoretischen Schadensersatzanspruch gegen den "Vermieter" wirst du da aber kaum durchsetzen können.

Bei einem Sonderkündigungsrecht der Bank/Erwerber/Neueigentümer nach § 57a ZVG könnte dir wirksam zum nächstmöglichen Termin mit gesetzl. Dreimonatsfrist gekündigt werden und du hättest wenigstens bis Ende Januar eine Bleibe.

Viel Glück :-)

G imager761

Schadenersatz steht dem Mieter in deinem genannten Anfechtungsfall zu. Es muss natürlich ein Schaden entstanden und auch nachweisbar sein. Z.B. Fahrtkosten zur Vertragsunterzeichnung, etc. Auch wenns kleinig erscheint, Schaden ist es dennoch, der ersetzt werden dürfte. Auch neue Suche nach neuen Wohnung und den damit verbundenen Aufwand könnte man als Schaden ersetzt bekommen, vorausgesetzt der Vermieter ist noch zahlungsfähig, was aber bezweifelt werden darf. ^^

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Verkäufer will zurücktreten bzw. fordert Schwarzgeld

Hallo Ihr,

Unser Hauskauf schien perfekt. Vor-Kaufvertrag beim Makler unterschrieben, bei der Bank alles unterschrieben, Notar Termin auf nächste Woche vereinbart.

Der Kauf ist an und für sich etwas kompliziert von vorneherein. Wir hatten das Haus ursprünglich für 200.000€ vor einem halben Jahr angeschaut. Mußten dann wie die finanzierende Bank den Grundbucheintrag in Kopie wollte, feststellen das mehr als 200.000 auf dem Haus lasten. Uns wurde dann von der Bank die am Haus 1. Grundsicherung hatte, gesagt das dann die Zwangsversteigerung ansteht. Wir teilten der bank mit, dass sie uns dann den termin doch mitteilen sollte.

Diese meldete sich dann vor ca 4 Wochen. Sagte uns sie habe alle Gläubiger angeschrieben und vergleiche gemacht & wir könnten für 170.000€ kaufen. Wir waren begeistert. Haben Gespräche mit der Bank udn dem Makler geführt. Eben auch Verträge fertig gemacht. Mit dem Verkäufer selbst hatten wir nichts zutun. Diesen haben wir erst beim Vor-Vertrag unterschreiben gesehen vor 2 Tagen.

Nun rief er uns heute an und fordert 20.000€ in bar von uns. Ansonsten würde er den Notartermin absagen bzw. nicht einwilligen in den Verkauf. Denn er wolle mehr. Er brüllte uns auch am Telefon an vonwegen das ihm das ja sche*ß egal sei, ob wir das nehmen oder ob Zwangsversteigert wird.

Was tun wir nun? Wir müßen für den Kredit dann ja bereitstellungsgebühr zahlen wenn wir ihn nihct benötigen. Notar müßen wir auch trotzdem zahlen bei so kurzfristiger absage oder? Und in dem Vorkaufvertrag steht, dass wir bei nicht kaufen 1.000€ zahlen müßen. Gilt das auch wenn der Verkäufer zurückzieht? Kann der Verkäufer überhaupt zurückziehen bei dem Schuldenberg?

Was sollen wir nun tun? Sind komplett verzweifelt!

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