Mietminderung bei Feuchtigkeit im Keller?

1 Antwort

Der Mieter muß mit einer höheren Feuchtigkeit im (ungeheizten) Keller rechnen, als in seiner Wohnung. Kellerboden ist höchstens als Verbundestrich und nicht als schwimmender Estrich verlegt. Daher ist auch die Bodenfeuchtigkeit vorhanden bzw. höher. Ältere Keller (Baujahr vor ca. 1970) sind feuchtigkeitsanfälliger als neuere Keller und wurden früher meistens als Kohlen- oder Kartoffelkeller genutzt. Der nachträgliche Einbau von Glasfenstern und geschlossenen Kellerabteilen mindert den Luftaustausch und erhöht die Luftfeuchtigkeit.

Diese Umstände gilt es zu berücksichtigen, wenn (meistens) ungeeignete (quellende) Möbel, nicht rostgeschützte Metallwaren und schimmelaffine Stoffe, Papiere und Bücher eingelagert werden. Der Keller ist kein Wohnraum.

Daher ist die ungeprüfte Übernahme jedweder Mietminderungsurteile bzgl. Kellerfeuchtigkeit sehr gefährlich und leichtfertig.

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