Mietkaution und Bürgschaft - ist beides zusammen nicht übertrieben?

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4 Antworten

Ja, das ist laut einem Urteil eine unzulässige Doppelsicherung.

An sich könne ein Vermieter durchaus mehrere Mietsicherheiten verlangen.

Diese seien, bei der Vermietung von Wohnraum, aber gesetzlich der Höhe nach auf das Dreifache der monatlichen Kaltmiete begrenzt ( § 551 BGB).

Eine darüber hinaus gehende Sicherheit sei unwirksam, es sei denn die Bürgschaft werde unaufgefordert abgegeben.

Auf einen solchen Ausnahmefall könne sich der klagende Vermieter nicht berufen. Ohne Stellung der Bürgschaft wäre nämlich der Mietvertrag nicht zustande gekommen.

(Urteil des Landgerichts Coburg vom 11.10.2005, Az: 23 O 676/05; Beschlüsse des Oberlandesgerichts Bamberg vom 9.3.2006 und 5.4.2006, Az: 6 U 75/05; rechtskräftig)

(s.: http://www.juraforum.de/jura/news/news/p/4/id/85041/f/106/

Eine Bürgschaft für eventuelle Mietausfälle(Eltern oder sonstige Personen) wird normalerweise für Studenten bzw. AZUBI mit geringen Einkommen verlangt. Die Miet-Kaution steht für eventuelle verursachte Schäden(siehe Mietvertrag).

Das ist auf jeden Fall unzulässig. Die Sicherheiten, die der Vermieter verlangen darf beschränlen sich auf maximal das 3 fache der Kaltmiete als Mietkaution.

Der Vermietr kann nur das eine oder das andere Verlangen. Du kannst Ihm ja den Vorschlag machen, für eine Bürgschaft der Bank über 3 Kaltmieten, so hat er beides sicher und kann zufrieden sein.

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