Mieterhöhung als neuer Eigentümer?

5 Antworten

Wenn es eine Wohnung ist, werden ja im gleichen Haus noch andere Wohnungen sein, die im Normalfall vergleichbar sein sollten. Damit ist schon mal ein Anhaltspunkt gegeben.

Dann ist natürlich der Vorschlag von @Juergen010 sehr gut, mal mit dem Mieter zu reden, was er denn freiwillig zahlen würde.

Ist die Wohnung ein reines Anlageobjekt für Dich? 

Ausserdem gelten die 15 % nur, wenn die Landesregierung festgelegt hat, das diese Gemeinde zu einem entsprechenden Gebiet gehört (§ 558 Abs. 3 Satz 3 BGB), sonst gelten 20 %.

Ja ist festgesetzt, maximal 15%.

Ich kann ja nicht einfach bei den Nachbarn klingeln und fragen was sie an Miete zahlen, muss es ja auch belegen können.

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@Westgate

Wann war die letzte Eigentümerversammlung? Ich würde nämlich nicht die Mieter, sondern die Eigentümer der anderen Wohnungen fragen. Versuche es schon mal über die Hausverwaltung.

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@wfwbinder

Ja das kann ich machen, auch die Hausverwaltung wird mir Auskunft geben, allerdings ist eine mündliche Aussage kein Beleg für eine Vergleichsmiete, leider.

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@Westgate

Aber wenn ich sagen kann Müllers im Erdgeschoss, Schneiders im Dritten Stock und Maurers im 4. Stock zahlen 6,31, 6,42 und 6,25 pro qm, dann ist es eine Aussage.

Ausserdem geht es ja erstmal darum auszuloten, wie sich der Mieter zu einer Erhöhung stellt. Wenn der sich sperrt, dann weiß man es geht vor Gericht., wenn er kompromissbereit ist, dann kann man sich einigen.

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Ergänzend zu den bereits vorliegenden, sehr guten Antworten, empfehle ich auch, zuerst mit dem Mieter zu sprechen. Nicht alle Mietverhältnisse dieser Welt sind schlecht und nicht alle Mieter verweigern sich einer Erhöhung.

Selbst habe ich erst mit meinem Mieter gesprochen, die seit 12 Jahren unveränderte Miete anzupassen. Sein Vorschlag lag sogar über meiner Vorstellung und so standen die 20% Erhöhung nach keinen 2 Minuten Gespräch auf dem Papier mit seiner Unterschrift.

Die ganzen gesetzlichen Punkte kann man immer noch beachten und ziehen, wenn sich kein Einvernehmen erzielen lässt.

Wenn doch kein Mietspiegel für die Stadt existiert, woher kennst Du die ortsübliche Miete?

Diese Frage, würde dir ein Richter, in einem etwaigen Verfahren, als erstes stellen. ;-)

Denk dran, dass Du als Vermieter in der Beweispflicht für diese Behauptung bist. Der Schuß kann also ziemlich schnell nach hinten losgehen.

Cleverer ist m.E. erst Mal mit den Mietern persönlich zu reden um deren Leistungsmöglichkeiten und Leistungsbereitschaft auszuloten.

Ja die Idee ist gut, allerdings denke ich nicht, dass ich dort auf Zuspruch treffen werden.

Die Mieten bzw. den Mietspiegel habe ich von Immowelt.de, dies gilt aber nicht als offizieller Mietspiegel der Stadt, daher kann ich es damit nicht belegen.

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Haftet Makler bei zu geringer Miete?

Auch ein Mietfall aus der Praxis, genau gesagt von gestern. Ich sondiere einen Wohnungsmarkt und sehe die Anzeige eines Maklers, der eine Wohnung in einem Haus vermietet, in dem ich gerade zwei Wohnungen verkaufe.

Laut Mietspiegel ist auf 9,80 €/qm erhöhbar. Derzeit üblich sind für Wohnungen ohne Balkon bei der Neuvermietung 10 €, mit Balkon oder renoviert werden gut 10,50 € aufgerufen. Ich kenne die Zahlen, weil ich in dem Objekt schon Mieten erhöht habe.

In der Anzeige werden für eine frisch renovierte Wohnung mit Balkon und moderner Einbauküche 7,0 €/qm verlangt. Weil ich in dem Jahr die Wohnung direkt darüber verkauft habe, kann ich auch die eine Etage darunter einschätzen. Sie ist wenigstens 10,50 €/qm wert.

Ich maile den mir bekannten Eigentümer (der 300 Km weit weg wohnt und sich nicht darum kümmert) an und teile ihm das mit. Der mailt mir zurück, dass das Mail einen Tag zu spät kommt. Der Vertrag ist schon abgeschlossen. Es hätte ihn auch gewundert, wie schnell es ging aber er hätte sich auf den Makler verlassen.

Es geht um monatlich exakt 200 € Kaltmiete. Auch wenn er bis an die Grenzen erhöht, dauert es wenigsten sechs Jahre, bis er eine ortsübliche Miete bekommt. Dazu verschlechtert die niedrige Miete die Verhandlungsbasis bei einem eventuell beabsichtigten Verkauf. Ein Blick in Immoscout oder Immowelt hätte sowohl dem Eigentümer als auch dem Makler gezeigt, dass er wenigstens 3 €/qm zu niedrig liegt.

Kann der um ca. 5.000 € - vor Steuer - geschädigte Eigentümer etwas machen? Gibt es eine Haftung für Schlechtleistung bei einem Makler? Der Schaden ist sicher entstanden. Wie sollte man es angehen, dass er auch ersetzt wird? Ich gehe aufgrund der Anzeige davon aus, dass er im Alleinauftrag gehandelt hat.

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Mietrecht: Sohn wohnt in Haus mit Vater, Vater unterschreibt Räumung - für Sohn geltend?

Hallo,

im Zuge einer Streitigkeit in der Familie, ergibt sich derzeit folgende Situation.

Schwester gehört das Haus (Grundbuch), Vater wohnt mit Sohn zur Miete (seit Hauskauf vor 15 Jahren) (nebenbei zahlt der Vater 15 Jahre die Zinsen an die Bank, nun pocht die Schwester auf das Haus und will es einfach verkaufen, mehr oder minder als "Namensgeberin", dieses ist jedoch ein anderer Fall und bereits vor Gericht.

Mein Vater lebte zusammen mit mir, meiner Mutter hier 15 Jahre, als Mieter (mit Vertrag). Vermieter: meine Schwester.

Der Vater unterschrieb, nach Druck aller Partein, dass Wohnhaus, im Zuge eines Verkaufs durch die Schwester, bis zum 28.2 zu räumen. Also normale Frist 3 Monate.

Unterschrieb aber ebenfalls für mich mit. Ich bin jedoch volljährig ,gar Selbstständig und wohne seit meiner Kindheit mit meinen Eltern hier drin. In der Zwischenzeit ist mein Vater ausgezogen. So kann doch mein Vater nicht einfach über mich bestimmen, wann ich wo, ausziehe. Er ist kein Vormund!

Mit dem Heranwachsen machte ich mit meinem Vater aus, als Miete ihm monatlich mein Kindergeld zu geben. 180 Euro.

Bald ist der 28.2 und der Immobilienmakler erkundigt sich bereits nachdem Stand der Dinge. Das Haus ist weiterhin nicht geräumt, von mir.

Ich wurde nicht ein Mal gekündigt.

Sie drohen mit Räumungsklagen - dabei wurde ich nicht ein Mal gekündigt?

(Info: Wie oben beschrieben, will die Schwester den Erlös des Hauses nicht an meinen Vater auszahlen)

Darüberhinaus fange ich eine Ausbildung im Wohnort an (welche unterschrieben und veranlasst wurde , durch das Wohnhaus in der Nähe!). Mein Vater schob mir seinen Hund auf, und kann ich bis August keinen Umzug realisieren, da ich keinen ausreichenden (kontinuierlichen) Verdienst bis August besitze.

Ich kann quasi garnicht so schnell woanders hin und mein Vater kann doch nicht einfach über mich hinwegbestimmen!?

Was habe ich zu befürchten mit der Räumungsklage?

Nach Eigenrecherche läuft das Mietrecht bei Eigentümer wechsel nicht aus. Meine Schwester kann ebenfalls nicht auf Eigennutzung pochen, da das Haus für mehr als 2 Familien ausreicht.

Ich bin der Meinung, dass ich hier solange weiter wohnen kann, wie ich will - nicht wahr? Das Mietrecht läuft doch nicht aus, wenn sie das Haus verkauft?

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