"Mieter trägt Kosten für Schönheitsreparaturen" - was beinhaltet dies?

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Fliesen erneuern hat mit Schönheitsreparaturen nichts zu tun. Das bedeutet natürlich nicht, dass der Mieter nicht zur Rechenschaft für Fliesenschäden gezogen werden kann. Rechtsgrundlage ist insofern aber das allgemeine Schadensrecht. Das bedeutet, der Mieter muß nur dann Schadensersatz zahlen, wenn er den Fliesenschaden schuldhaft verursacht hat. Natürlich darf der Vermieter auch wegen solcher Forderungen, so sie denn berechtigt sind, die Kaution einbehalten.

Da sind zwei Dinge wichtig :

Zersprungene bzw. kaputte oder defekte Fliesen sind ein baulicher Mangel und per definitionem keine Schönheitsreparaturen. Insofern muss nach Schadensanzeige der Vermieter auf seine Kosten den Mangel reparieren lassen - denn auch genau dafür bekommt er die Miete. Ansonsten sollte der Mieter ggf eine Mietminderung ankündigen, da das Bad nicht mehr in einem vertragsgemäßen Zustand ist.

Ein solche Klausel, wie "Mieter trägt Kosten für Schönheitsreparaturen". ist nach der rechtssprechung des BGH nicht zulässig, und der Mieter braucht sich eigentlich daran nicht halten. Nun sollte man aber im Einzelfall seinen Mietvertrag von einem Mietrechtler darauf überprüfen lassen, das machen auch die Verbraucherzentralen.

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